Weihnachts-Sauwetter

Weiße Weihnachten adé - es gibt eher Sturm zum Fest

von Oliver Scheel

Noch ist es nicht zu 100 Prozent sicher, aber es sieht nun doch sehr nach einer grünen Weihnacht aus. Schlimmer noch: Es wird wohl ganz schön stürmisch. Schon ab Mitte der Woche nimmt der Wind mehr und mehr zu und das Ganze könnte genau über Weihnachten in eine Sturmlage eskalieren. Mit Regen. Toll. Von weißer Weihnacht jedenfalls bliebe dann nix mehr übrig.
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So ist die aktuelle Wetter-Lage:

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Der Wind am Samstag: Im Westen gibt es Sturm an Heiligabend

Der wetter.de-Meteorologe Oliver Klein hat sich die Modelle genauer angeschaut und sieht noch ganz leise Hoffnung auf weiße Weihnachten, aber nur in der Höhe:

„Durch die nachhaltige deutliche Milderung in Verbindung mit häufigem Regen und kräftigem Wind wird die heute in einigen Regionen noch bestehende Schneedecke im weiteren Verlauf dieser Woche rasch abschmelzen. Bis Weihnachten dürften nur noch auf den Höhen der süd- und ostdeutschen Mittelgebirge und in den Alpen nennenswerte Schneereste übrigbleiben“, so Klein.

Am besten stehen die Chancen also im Erzgebirge und im Bayerischen Wald und auf dem Feldberg im Schwarzwald sowie in den Alpen ab etwa 1.000 Metern Höhe.

Vor allem der Nordwesten muss mit Sturm rechnen

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Am ersten Weihnachtsfeiertag rutscht der gesamte Nordwesten in den Weihnachtssturm

Ab Mitte der Woche kommt zusätzlich zu den hohen Temperaturen und dem Regen auch noch Wind auf. Am Freitag, also am 23. Dezember, sieht es schon nach sehr windigem bis stürmischem Wetter aus. Dazu erreichen wir fiese 16 Grad im Breisgau, die wetterfühligen Menschen nach der Kälteperiode sicher zusetzen werden.

An Heiligabend stürmt es nach den Berechnungen unserer Computer am ehesten im Westen des Landes, aber durchaus auf den Bergen der Mittelgebirge. Am ruhigsten wird das Wetter wohl am Alpenrand.

Noch eins Stufe härter trifft es uns am 1. Feiertag. Am 25.12. liegt der gesamte deutsche Nordwesten im Sturmfeld. Die betroffene Region zieht sich von der Nordsee entlang der Elbe im Osten. Südlich des Ruhrgebiets und in Hessen sollte es ruhiger sein. Auch am 1. Weihnachtsfeiertag gilt: Je weiter im Süden, umso ruhiger die Lage. Dort wird es auch wieder ein wenig kühler.

Funken Hoffnung: So steht es um die Restchancen zur Weißen Weihnacht

Noch ist es ein paar Tage hin, bis wir sicher etwas über das Wetter an Heiligabend und an Weihnachten sagen können. Aber es deutet sich an, dass es mild und stürmisch wird. ein Funken Hoffnung besteht aber noch.

„Möglich ist noch, dass es ab dem 1. Weihnachtstag im Norden wieder kälter wird und Schauer dort teils wieder als Schnee fallen. Dieses Szenario ist aber noch unsicher und flächige Schneefälle unwahrscheinlich“, sagt unser Meteorologe. Vielleicht gibt es also wieder winterliche Tage zwischen den Jahren und Richtung Silvester. Das wäre doch auch was.

Statistisch gesehen sind weiße Weihnachten überfällig

ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein beleuchteter Weihnachtsbaum steht zur blauen Stunde am 21.12.2010 am zugefrorenen Kutterhafen von Greetsiel (Kreis Aurich). (zu dpa ««I'm Dreaming ...» - Weiße Weihnachten wirklich oft nur ein Traum» vom 15.12.2017) Foto: Ingo Wagner/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Weihnachtsbaum in Greetsiel im Dezember 2010.

Weiße Weihnachten sind im Flachland ja eher selten. Rein statistisch gesehen kommen sie etwa alle zehn Jahre vor. Und damit ist der Schnee zum Fest längst überfällig. Denn dass es richtig weiß war, passierte zuletzt im Dezember 2010 und ist somit schon 12 Jahre her. Nun sieht es aber auch dieses Jahr nicht mehr nach Schnee zum Fest aus. Schade, ein weiteres Jahr warten also.

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(osc)