Was ist eigentlich ein Halo und wie entsteht eine Haloerscheinung?

Halos entstehen durch Lichtbrechung und Spiegelung an Eiskristallen

Haloerscheinungen sind optische Erscheinungen in der unteren Atmosphärenschicht, also in der Troposphäre. Sie entstehen durch Lichtbrechung und Spiegelung an Eiskristallen. Die vielfältigen Formen von Eiskristallen können rund 50 Haloarten entstehen lassen. Je nach Form und Größe, sowie deren Ausrichtung beim Fall durch die Atmosphäre sind es Ringe, Säulen, Kreise, Bögen und Flecken, die zu beobachten sind. Die meisten Haloerscheinungen sind zusätzlich von der Sonnenhöhe abhängig.

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Halos entstehen durch Lichtbrechung und Spiegelung an Eiskristallen

Halos sind in der Regel ziemlich lichtschwache Erscheinungen und treten meist in der näheren Umgebung einer Lichtquelle (Sonne oder Mond) auf, was eine Beobachtung durch die Blendwirkung erschwert. Halos treten meist in den Cirruswolken auf, da sich hier besonders viele Eiskristalle befinden. Jede der über 50 bekannten, verschiedenen Haloarten hat ihren angestammten Platz am Himmel. Bei sehr tiefen Temperaturen kann ein Halo aber auch in Erdbodennähe auftreten, wenn sich Eisnebel bildet und die Sonne bei Sonnenaufgang durch diesen Nebel durchscheint.

Die häufigsten Haloarten sind der 22°- Ring (rund 40 Prozent) und die 22°- Nebensonne (rund 30%). Wenn Haloerscheinungen mit dem ungeschützten Auge beobachtet werden, sollte darauf geachtet werden, dass man nicht vom Sonnenlicht geblendet wird.