Unwetter in Südeuropa

Regenschauer und Gewitter bringen Wassermassen nach Spanien

von Karim Belbachir und Martin Pscherer

03.10.2020, Spanien, Pamplona: Fußgänger halten Abstand, während sie sich an einem Herbsttag unter Regenschirmen vor dem Regen schützen. Foto: Alvaro Barrientos/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Der Süden Europas wird erneut von heftigen Regenfällen heimgesucht.

Südeuropa hat einige regenreiche Tage hinter sich und es sieht so aus, als ob das noch bis Samstag anhält. Der Höhepunkt liegt über der Region Valencia, wo teilweise bis Samstag bis zu 400 Liter auf den Quadratmeter zusammen kommen können. Überschwemmungen sind dort also wahrscheinlich.

Tiefdruckgebiet vor Portugal

Unsere Spanienkarte zeigt die zu erwartenden Regenmengen am Mittwoch, 23. März 2022
Gerade in und um die Stadt Valencia scheint sich der Regen zu konzentrieren. Ähnlich sieht es auch im Süden Andalusiens aus.

Regen bestimmt das Wetter in Südeuropa. Das liegt vor allem an einem einem kräftigen Tiefdruckgebiet, das vor Portugal liegt und vor allem in Portugal und Spanien teils heftige Regengüsse und Gewitter bringt. Bis Ende der Woche sind auf der iberischen Halbinsel verbreitet um die 30 Liter Regen möglich, häufig aber auch um die 60 Liter pro Quadratmeter.

„In Spitzen sind Regenmengen bis zu 300 Liter bis Samstag möglich. Selbst bis zu 400 Liter pro Quadratmeter sind – je nach Wettermodell – nicht auszuschließen. Hierbei können 100 oder 150 Liter lokal auch mal in kürzester Zeit fallen“, wie RTL-Meteorologe Martin Pscherer weiß. Der Schwerpunkt liege wahrscheinlich über der Region um Valencia sowie generell im Osten Spaniens. Auch im Landesinnenre – also rund um die Hauptstadt Madrid – seien bis zu 100 Liter bis zum Samstag drin.

Kurze Regenpause am Sonntag

Meteorologe Pscherer hat aber auch eine Unterbrechung des Niederschlags im Blick, wenn er auch nur kurz anhält: „Am Sonntag gibt es voraussichtlich eine Regenpause. Die darauf folgende Woche scheint aber auch wieder wechselhaft zu werden.“ Bei den Regenmengen von bis zu 300 Litern sind erneute Überschwemmungen möglich. „Vereinzelt muss also mit Überflutungen gerechnet werden“, warnt der Meteorologe. „Bereits die vergangene Woche war das Wetter in Südosteuropa sehr nass.“

Ähnlich sieht es in Nordafrika aus. Im Norden Algeriens, Tunesiens und Marokkos sind auch bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter drin – zum Vergleich: das entspricht in etwas dem durchschnittlichen Regensoll des gesamten Monats März bei uns in Deutschland.
Das Regenwetter der vergangenen Woche in Südeuropa und Nordafrika hält also weiterhin an. Im Gegensatz zur vergangenen Woche bleibt Frankreich von den Regensummen verschont.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemen haben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legenkönnen wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

Damit Sie auch unterwegs kein Wetter mehr verpassen, empfehlen wir unsere wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte.

Wüstenstaat Deutschland - Die Doku im Online Stream auf RTL+

(kfb)