Die Unwetter kommen - wann kracht es bei Ihnen?

Erst Hitze, dann Blitze mit Starkregen, Hagel und Sturmböen

von Paul Heger, Carlo Pfaff und Oliver Scheel

Das Sommerhoch XENOPHON kommt an sein Ende. Auf dem Atlantik lauert Tief ASTRID und schiebt das Randtief BORA Richtung deutsche Grenze. Das heißt: Von Südwesten her kommt richtig Krawall-Potenzial auf uns zu – mit kräftigen Schauern und Gewittern, Unwetter inklusive. Wann aber wird es wo brenzlig? Wir klären auf: Der Unwetter-Fahrplan ab Sonntagabend.

Hier: Das aktuelle Gewitterrisko immer auf einen Blick

Ein erstes Gewitter-Band kommt in der Nacht auf Montag

Wetter.de-Meteorologe Carlo Pfaff blickt für uns auf den zeitlichen Ablauf des drohenden Unheils. Der Sonntag bringt noch Sommerwetter pur. Aber bereits am Abend klopft der Wetterwechsel an der westlichen und südlichen Grenze an.

„In der Nacht auf Montag bzw. gegen Montagmorgen erreicht eine erste Staffel von Frankreich kommend mit einzelnen gewittrigen Schauern die Gebiete vom Rheinland über den Schwarzwald bis hinunter zum Allgäu. Dieses erste Band zieht vormittags langsam ostwärts weiter, schwächt sich aber erst mal ab“, so der Meteorologe.

Montag geht es zur Sache: einmal von West nach Ost

thunderStormChance gewitterrisiko montag
thunderStormChance gewitterrisiko montag

Richtig zur Sache geht es dann wohl am Montag, so Pfaff: „Dann erfasst eine zweite Staffel mit kräftigeren Schauern und Gewittern die Gebiete westlich des Rheins. Diese Staffel kommt bis zum Abend etwa bis zur Elbe voran; dabei sind örtlich auch Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen zu befürchten.

In der Nacht auf Dienstag ist der Osten dran - danach Beruhigung

thunderStormChance gewitterrisiko dienstag.png
thunderStormChance gewitterrisiko dienstag.png

Wie so häufig, wenn hochsommerliche Wärme auf eine instabile und feuchte Atmosphäre treffen, kann es zu Starkregen mit entsprechenden Überflutungen kommen. Auch Hagel und Sturmböen sind dann häufig dabei. Es kann also zu vollgelaufenen Kellern kommen, auch Unterführungen und Straßen können geflutet werden, wie erst vor wenigen Tagen im Schongau in Bayern geschehen.

Dazu noch einmal unser Experte Pfaff: „In der Nacht auf Dienstag muss dann auch in den Regionen nordöstlich der Elbe mit teils kräftigen Gewittern gerechnet werden.
Am Dienstag setzt sich in der Westhälfte Wetterberuhigung durch, auch in der Osthälfte klingen die Schauer und letzten Gewitter bis zum Abend ab.“

Dann aber kommt die Entwarnung. Dazu wetter.de-Meteorologe Paul Heger: „Zum Mittwoch beruhigt sich die Wetterlage. Mit erneut bis zu 30 Grad und neuen Tiefs, die sich von Südwesten nähern, bleibt die Wetterlage anfällig für ähnliche Entwicklungen. Es wird wechselhafter, Gewitter könnten ein stetiger Begleiter werden.“

Wie es danach weitergeht, erfahren Sie immer in unserem 7-Tage-Wettertrend

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemen haben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legenkönnen wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

Damit Sie auch unterwegs kein Wetter mehr verpassen, empfehlen wir unsere wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte.

Wüstenstaat Deutschland - Die Doku im Online Stream auf RTL+

(phe, osc)