Trinkwasser ist kostbar - so können wir es einsparen

Meerwasser entsalzen: Da gibt es leider ein Problem

von Bernd Fuchs & Oliver Scheel

Ohne Wasser kein Leben – so einfach ist das. Deutschland war immer ein wasserreiches Land und wir mussten uns eigentlich nie größere Sorgen um die Trinkwasserversorgung machen. Das verändert die andauernde Klimakrise. Wasser wird auch bei uns in Europa zunehmend Mangelware. Meerwasser-Entsalzung könnte eine Lösung sein, Israel zum Beispiel macht das in großem Stil.
Im Video erklärt Bernd Fuchs die Problematik bei der Meerwasser-Entsalzung.
Israel geht voran: Ist Entsalzung die Lösung für die Trinkwasserprobleme der Welt?
Alle News rund um das Thema Klima und Klimakrise

Wasser sparen ist immer eine gute Lösung

ARCHIV - 09.07.2017, Brandenburg, Petersdorf: Kinder planschen in einem Garten im Pool. (Luftaufnahme mit einer Drohne, zu dpa «Unsichtbare Gefahr im Gartenpool» vom 10.06.2018) Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Kinder planschen in Pool. Ein Pool verbraucht aber sehr viel Trinkwasser

Solange also die Meerwasser-Entsalzung nur mit schmutziger Energie vonstatten geht und nicht klar ist, was mit der Sole, also dem übrigen Salz, geschehen soll, hilft vor allem Wasser sparen.

Da gibt es natürlich viele Tipps. Im Haushalt und im Garten gibt es große Sparpotenziale. Wer einen privaten Pool hat, der sollte diesen tatsächlich nicht befüllen. Solche Schwimmbecken sind wahre Wasservernichter. „Ein durchschnittlicher Aufstellpool von 3,66 Metern Durchmesser umfasst ein Volumen von 6.500 Litern“, rechnete Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, vor. Dies entspreche mehr als dem 50-fachen Tagesbedarf einer Person. Also ist ohne Pool schon viel gewonnen.

Wasser und Geld sparen im Haushalt: Mit diesen Tricks geht das ganz leicht

Duschen statt Baden - und bitte mit Sparduschkopf

ARCHIV - 14.09.2022, Niedersachsen, Oldenburg: Ein Duschkopf hängt in einer Dusche in einem Badezimmer. (Illustration zu dpa  "Turnhallen nach Legionellen-Fällen in Cottbus vorläufig gesperrt") Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Ein Sparduschkopf spart große Mengen an Wasser - und somit auch an Geld.

Ein Bad verbraucht locker 150 Liter Wasser. Duschen hilft. Da gehen höchstens 50 Liter durch den Abfluss. Und mit einem Sparduschkopf säubern Sie sich für nur etwa 20 Liter. Wer das Wasser beim Einseifen abstellt, spart nochmal. Drei Minuten duschen reichen zur Körperpflege völlig aus. Das spart neben Wasser ja auch bares Geld, denn das Wasser muss unter Aufwendung von Energie erhitzt werden. Und wer das kleine Geschäft unter der Dusche erledigt, spart noch eine Klospülung.

Klospülung hat großes Sparpotenzial

Die Klospülung ist vor allem in älteren Bädern oft ein Problem: Sparspüler in der Toilette können den Wasserverbrauch stark reduzieren. Zwei-Mengen-Spülkästen kommen mit drei bis sechs Litern pro Spülung aus. So können Sie bis zu 50 Prozent Wasser sparen.

Satte 700 Euro durch Umweltschutz im Badezimmer sparen

Und weiter geht es mit den Spartipps

ARCHIV - Der Garten- und Landschaftsbauer Salvatore gießt am 16.07.2010 in der Innenstadt von Mainz ein Blumenbeet.  Foto: Fredrik von Erichsen/dpa    (zu dpa-Umfrage "Städtische Grünanlagen in Rheinland-Pfalz) +++(c) dpa - Bildfunk+++
Den Garten wässern ist nicht so schlimm, vorausgesetzt die Kommunen können noch genug Wasser bereitstellen.

  • Beim Zähneputzen das Wasser abstellen
  • Obst und Gemüse nicht unter laufendem Wasser waschen, sondern in einer Schüssel
  • Spül- und Waschmaschinen nur nutzen, wenn sie wirklich voll sind
  • Auch Wasserhähne gibt es mit Sparvorrichtungen. Da läuft dann messbar weniger Wasser, aber immer noch absolut ausreichend
  • Tropfende Hähne reparieren
  • Kippen Sie Brauchwasser nicht immer weg – oft eignet es sich noch gut zum Blumengießen

Übrigens ist das Wässern der Pflanzen im Garten gar nicht so schlimm bei Wassermangel, da das Wasser dem Boden zugeführt wird und damit nicht nutzlos in der Kanalisation verschwindet. Es hilft, die Böden feucht zu halten und das Wasser wird ja von den Pflanzen aufgenommen, bzw. hilft dem Grundwasser. Wenn allerdings die Kommunen kaum mehr Wasser bereitstellen können, dann müssen auch die Pflanzen im Garten leider leiden.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemen haben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legenkönnen wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

Damit Sie auch unterwegs kein Wetter mehr verpassen, empfehlen wir unsere wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte.

Klima-Rekorde - Ist Deutschland noch zu retten? Die Doku im Online Stream auf RTL+

(osc)