Wir frieren uns einen ab

Winter-Wochenende: Schnee ist das eine, die Ost-Kälte das andere

von Claudia Träger und Martin Pscherer

Gerade noch war Sommer auf‘m Balkon, jetzt heißt es aber ganz flugs: Blumen nach drinnen holen. Wenn es nicht schon zu spät ist. Die Nächte sind so was von kalt! Das machen unsere wärme- und sonnenverwöhnten Pflanzen nicht mit. Und wir Menschen frieren uns auch einen ab.

Bis minus 12 Grad über Schnee

Die Tiefstwerte in der Nacht: Bis -12 Grad.
Die Kälte dieses Wintereinbruchs kam aus dem Osten und bleibt dort auch am längsten.

Die Nacht zu Sonntag ist schon extrem. In der Mitte und im Norden rauschen die Temperaturen in den Keller und stoppen im schlimmsten Fall erst bei -12 Grad. Die tiefsten Temperaturen stellen sich voraussichtlich im Hessischen Bergland und im Erzgebirge bei Aufklaren über Schnee ein.

Aber auch in Nordrhein-Westfalen, z.B. im Sauerland oder in Ostwestfalen, geht’s runter auf -7 Grad, im Münsterland und am Rande des Ruhrgebiets auf -6. Die Null-Grad-Grenze verläuft ungefähr auf einer Linie Aachen – Passau. Südlich davon gibt’s mildere 3 bis 6 Grad. Plus.

Zu der Kälte gesellen sich die Gefahren im Straßenverkehr: Schnee oder gefrierender Regen sorgt v.a. rund um die Ostsee sowie von Nordbayern bis Hessen für winterliche Glättegefahr.

Kälte schafft es nicht in den Südwesten

Die Minimaltemperaturen in Deutschland sind gerade im Keller.
Knackig kalt wird auch noch die Nacht auf Montag.

In der Nacht zu Montag muss vor allem am Alpenrand, rund um die östlichen Mittelgebirge sowie an der Ostsee mit Schnee, Schneeregen und gefrierendem Regen und glatten Straßen, womöglich auch noch zum Berufsverkehr gerechnet werden. Am Alpenrand und in der gesamten Nordhälfte wird es zudem nochmal frostig kalt. -7 Grad gibt’s dann noch auf dem Brocken oder auf dem Nebelhorn. Meistens bleibt es bei leichtem Frost. Und in der Südhälfte liegen die Tiefstwerte bei teilweise kräftigem Wind zwischen 2 und 6 Grad.

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Warm anziehen und vorsichtig fahren!

Die Grafik zeigt die Tiefsttemperaturen am Dienstag in Deutschland.
Die mildere Luft aus West leistet ganze Arbeit und drängt die Kälte immer weiter nordöstlich zurück.

In der Nacht zu Dienstag weicht die frostige Kälte immer weiter nordöstlich zurück. Sie bleibt nördlich einer Linie Büsum – Cottbus. Außerdem sind am Alpenrand, im Bayerischen Wald und im Erzgebirge noch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zu finden. Deswegen heißt es hier immer noch vorsichtig fahren wegen Glättegefahr durch Schnee oder gefrierenden Regen. Am mildesten bleibt die Nacht im Südwesten mit +7 Grad.

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(ctr)