Sternschnuppen zum Jahresbeginn

Quadrantiden und Wintersechseck: Die Stars am Sternenhimmel

Sternschnuppen-Alarm: Der Winter ist eine gute Zeit zum Sternegucken

Der Winterhimmel ist besonders reich an hellen Sternen und interessanten Himmelsobjekten. Im Januar lohnt also ein Blick nach oben. Neben den Planeten unseres Sonnensystems macht vor allem der Meteorstrom der Quadrantiden gleich Anfang Januar auf sich aufmerksam. Allerdings sind gerade im Winter weitere Sterne gut sichtbar.

Im Video: Polarlichter und Vollmond am Kieler Nachthimmel im Zeitraffer

Jupiter beherrscht den Sternenhimmel im Januar

This Aug 25, 2020 image captured by NASA's Hubble Space Telescope shows the planet Jupiter and one of its moons, Europa, at left, when the planet was 406 million miles from Earth. The new photo was released by the Space Telescope Science Institute in
Jupiter beherrscht den abendlichen Sternenhimmel im Januar.

Der glänzend helle Jupiter beherrscht den abendlichen Sternenhimmel im Januar. Mit Einbruch der Dunkelheit sieht man den Riesenplaneten am Westhimmel. Allerdings geht die Sichtbarkeitsdauer des Gasriesen erheblich zurück. Geht Jupiter zu Jahresbeginn kurz vor 21 Uhr unter, so verabschiedet er sich Ende Januar bereits um 19.30 Uhr. Zurzeit wandert der Riesenplanet durch das Sternbild Wassermann.

Der Zweite unserer beiden Riesenplaneten Saturn verabschiedet sich bis zur Monatsmitte vom Nachthimmel. Zum Januarbeginn ist er gegen 19 Uhr noch im Sternbild Steinbock zu sehen. Besser zu sehen ist unser Nachbarplanet Mars erst im Sternbild Schlangenträger und anschließend im Schützen, wenn er sich in Sachen Helligkeit auch etwas zurückhält. In den frühen Morgenstunden steigt der Rote Planet gegen 6.15 Uhr über dem Südosthorizont auf.

Venus wird vom Abend- zum Morgenstern

HANDOUT - 17.10.2019, ---: Dieses Bild von Merkur, der vor der Sonne vorbeizieht, wurde mit dem optischen Weltraumteleskop Hinode aufgenommen. Herausragendes astronomisches Ereignis ist in diesem Monat der Merkurtransit am 11. November 2019. Foto: Hi
Merkur vor der Sonne: Der kleinste Planet des Sonnensystems kann nur mit einer geringen Chance am Nachthimmel erblickt werden.

Die Venus wechselt im Januar vom Abend- auf den Morgenhimmel. Sie tauscht ihre Rolle als Abendstern mit der des Morgensterns. In den ersten Tagen des neuen Jahres ist es möglich unseren Schwesterplaneten während der Abenddämmerung am Südwesthimmel zu beobachten. Anders sieht es dann ab der Monatsmitte aus, wenn die Venus am Morgenhimmel auftaucht. Am Monatsende geht der Morgenstern gegen 5.45 auf. Mitte Februar wird sie im größten Glanz am Morgenhimmel strahlen und heller leuchten als alle anderen Sterne und Planeten.

Ein scharfes Auge und Glück benötigen Hobbyastronomen hingegen beim kleinsten Planeten des Sonnensystems. Der sonnennahe Merkur kann nur mit einer geringen Chance zu Jahresbeginn am Abendhimmel kurz nach 17 Uhr über dem Südwesthorizont erspäht werden. Am günstigsten sind die Tage vom 5. bis 10. Januar, um den Götterboten zu finden.

Quadrantiden kommen mit mehr als 100 Sternschnuppen pro Stunde

Quadrantiden Sternschnuppen am Nachthimmel
Bereits Anfang Januar erreicht der Meteorstrom Quadrantiden seinen Höhepunkt.

Bereits ab dem 28. Dezember beginnt der Meteorstrom der Quadrantiden. Sie sind in der zweiten Nachthälfte zu beobachten. Sie scheinen dem Sternbild Bootes oder Rinderhirt zu entströmen und ihr Ursprung wird auf den vor 18 Jahren entdeckten Asteroiden 2003EH1 vermutet. Die beste Sicht bei wolkenfreiem Himmel besteht nach Mitternacht. Zwar sind die Feuerbälle bereits vorher am Himmel zu sehen, allerdings sind sie dann noch zu nah am Horizont, um gut beobachtet werden zu können. Ihren Höhepunkt erreichen die Sternschnuppen in der Nacht vom 3. auf 4. Januar, wenn mehr als 100 Feuerbälle das Firmament in der Stunde erleuchten.

Apropos Sternschnuppen: Die Ursiden sind bereits seit dem 17. Dezember zu sehen und haben in den frühen Mittwoch-Morgenstunden, 22. Dezember, ihr Maximum erreicht. Wer es sehen möchte, muss sich beeilen, da sie nur für ganz kurze Zeit zu sehen sein werden – nämlich kurz vor dem Sonnenaufgang. Ansonsten fliegen etwa 10 Ursiden-Feuerbälle pro Stunde über den Nachthimmel. Bis zum zweiten Weihnachtstag kann der Meteorstrom noch beobachtet werden. Bei den Ursiden handelt es sich um Bruchstücke des Kometen 8P/Tuttle.

Hier können Sie die Bewölkung am Nachthimmel nachgucken.

Vollmond am 18. Januar 2022 heißt Wolfsmond

Silhouette of dog stand against moonlight on rock. Halloween concept Wolfsmond Vollmond
Der Vollmond im Januar wird auch Wolfsmond genannt, da die Tiere das Mondlicht nutzen, um auf die Jagd zu gehen.

Nicht ganz unwichtig ist auch unser Erdtrabant Mond am Nachthimmel. Beim Neumond am 2. Januar gegen 19.33 Uhr ist er uns besonders nah, denn er ist nn der Nacht vom 1. auf 2. „nur“ 358.900 Kilometer von uns entfernt. Der Vollmond scheint am 18. Januar um 0.48 Uhr. Es ist der sogenannte Wolfsmond. Schon am 14. hält sich der Mond an seinem erdfernsten Punkt im Januar in 405.740 Kilometern Entfernung auf. Anders als in Januar 2021 bekommen wir also keinen Supermond. Am 30. kommt er kurz vor Neumond mit 362.310 Kilometern abermals in Erdnähe. Einen Tag vorher begegnet die schmale Sichel des abnehmenden Mondes dem roten Mars – ein hübscher Anblick am Morgenhimmel vor Sonnenaufgang.

Sonnenlicht braucht 8 Minuten zur Erde

Die Sonne wandert am aufsteigenden Ast ihrer Jahresbahn. Sie läuft durch das Sternbild Schütze und wechselt am 20. um 3 Uhr morgens in das Sternbild Steinbock. Die Tageslänge nimmt um eineinviertel Stunden zu. In den Morgenstunden des 4. Januar passiert die Erde ihren sonnennächsten Bahnpunkt, das Perihel. Ihre geringste Entfernung von der Sonne beträgt diesmal 147.105.000 Kilometer. Diese Strecke legt das Sonnenlicht in acht Minuten und zehn Sekunden zurück. Anfang Juli ist das Sonnenlicht 17 Sekunden länger zu uns unterwegs, da sich dann die Erde in Sonnenferne aufhält.

Kapella ist als Kopf des Wintersechsecks gut zu sehen

Bei klaren Verhältnissen am Nachthimmel sind aber noch mehr Sterne gut zu beobachten. Bei einem Blick senkrecht nach oben kann der gelbliche Stern Kapella des Sternbildes Fuhrmann entdeckt werden. Er bildet die Spitze des Wintersechsecks. Hoch im Süden nimmt der Stier seinen Platz ein. Auffällig leuchtet sein hellster Stern, der rötliche Aldebaran. Er steht mitten in dem eindrucksvollen Sternhaufen der Hyaden, dem Regengestirn. Noch einen weiteren, fast noch beeindruckenderen Sternhaufen, beherbergt der Stier: das Siebengestirn oder die Plejaden. Besonders im Fernglas sind die blauweißen Plejadensterne beeindruckend.

Halbhoch im Süden fällt das bekannteste Wintersternbild, der Himmelsjäger Orion, auf. Er ist das Leitsternbild des Winterhimmels. Die beiden hellsten Sterne im Orion sind der rötliche Schulterstern Beteigeuze und der blau-weiße Fußstern Rigel. Dazwischen markieren drei Sterne in einer geraden Linie den Gürtel des Himmelsjägers.

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(kfb mit dpa)