Herbst-Prognose aktuell

Hitziger Start, goldener Oktober und ein Gruß vom Winter

von Björn Alexander & Martin Pscherer

Mit dem August endet meteorologisch gesehen der Sommer und der Herbst 2024 beginnt. Ein Wechsel, der zunächst noch mit reichlich Hitze einhergeht, aber anschließend auch deutlich ruhigere Fahrwasser zu bieten hat. Hier die taufrischen Trends.
Oben im Video: Wann bleibt normalerweise der erste Schnee liegen?

Sommer reloaded - September legt hitzig los

Geht es nach den aktuellen Prognosen der experimentellen Langfrist für den September 2024, dann hallt der Hochsommer noch locker bis ins zweite Monatsdrittel nach. Zwar ebbt die große Hitze am ersten Septemberwochenende ab.

Es bleibt aber zunächst noch warm, bevor die Talfahrt dramatischer wird. Unterm Strich dürfte der erste Herbstmonat aber dennoch zu warm bis deutlich zu warm verlaufen. Beim Regen zeigen sowohl die Trends der NOAA (Amerikanischer Wetterdienst) als auch der wetter.de, die auf dem europäischen Wettermodell fußen, einen durchschnittlichen bis leicht unterdurchschnittlichen Verlauf. Das entspräche am Ende rund 60 Litern Regen je Quadratmeter.

Oktober 2024 bringt uns warmen Altweibersommer

Sollte es so kommen, wie es die Langfristmodelle derzeit zeigen, dann wird der Oktober nicht nur sehr golden, er hat auch jede Menge Altweibersommer im Programm. Dass am Ende dann doch noch eine ausgeglichene Niederschlagsbilanz herauskommt, liegt am Absturzpotenzial, dass das letzte Monatsdrittel ins Spiel bringt. Denn dann sollen den Berechnungen nach die Tiefdruckgebiete wieder deftig mit am Start sein. Übrigens bewerten beide Langfristberechnungen den Oktober 2024 zu warm bis viel zu warm. Das hat zumindest den Vorteil, dass die Heizkosten unten bleiben. Ob der November unseren Geldbeuteln diesen Gefallen ebenfalls tut?

November 2024 zeigt frühe Gehversuche des Winters

Die letzten, deutlich zu kalten Monate in Deutschland sind lange her. Gemessen an den langjährigen Mittelwerten gelang das zuletzt dem April 2023, dem April 2022 sowie dem August 2021. Insofern überrascht die aktuelle wetter.de-Prognose für den kommenden November schon ein wenig.

Denn dieses Szenario würde uns sehr frühe Wintergrüße bescheren. Vielleicht sogar eine kleine Analogie zum frühen und teils sehr intensiven Wintereinbruch im Dezember 2023. Wir dürfen somit gespannt sein und halten euch über die Tendenzen bei den Langfristberechnungen natürlich immer auf dem Laufenden.

Vorsicht bei der Langfrist

Langfristberechnungen sind mit entsprechender Vorsicht zu genießen. Denn mit den Computertrends über fünf bis zehn Tage im Voraus oder gar mit Blick auf ganze Monate oder Jahreszeiten hinaus verlassen wir die klassischen Wetterprognosen und wechseln in den experimentellen Bereich. Das sind eigentlich eher Hilfsmittel, die unter anderem der Energiewirtschaft dienen können.