1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt

James-Webb-Teleskop ist unbeschadet am Zielorbit angekommen

von Karim Belbachir

Das James-Webb-Teleskop ist an seinem Zielorbit am Lagrange-Punkt L2 angekommen. Es bedeutet einen Meilenstein für die Wissenschaft, zumal bisher alles ohne Komplikationen funktioniert hat. Bevor es losgehen kann, fehlt jedoch noch etwas.

James Webb Space Telescope 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt

HANDOUT - 08.01.2022, ---: Die künstlerische Darstellung des James Webb Weltraumteleskops im All, zur Verfügung gestellt am 08.01.2022, zeigt alle Hauptelemente vollständig entfaltet. Der über sechs Meter große Hauptspiegel des Weltraumteleskops wurde vollständig ausgefahren, wie die  US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Damit ist nach Nasa-Angaben der letzte Schritt zur Vorbereitung der Inbetriebnahme des Weltraumteleskops «James Webb» erfolgreich ausgeführt worden. (zu dpa "Meilenstein: Riesiger Spiegel von Weltraumteleskop ausgefahren") Foto: Adriana Manrique Gutierrez/NASA GSFC/CIL//dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
Weltraumteleskop James Webb

„Webb, willkommen zu Hause!“ sagte NASA-Administrator Bill Nelson. „Herzlichen Glückwunsch an das Team für all seine harte Arbeit, die Webbs sichere Ankunft in L2 gewährleistet hat. Wir sind der Enthüllung der Geheimnisse des Universums einen Schritt näher gekommen. Und ich kann es kaum erwarten, diesen Sommer Webbs erste neue Ansichten des Universums zu sehen!“

Das James Webb Space Telescope (JWST) hat seinen Orbit um die Sonne erreicht. Dieser Orbit liegt auf der Höhe des Lagrange-Punktes L2. Der Lagrange-Punkt liegt rund 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Die Wissenschaftler waren dementsprechend glücklich, dass sich das Teleskop problemlos entfaltet hatte. Sicher waren sie sich zum Zeitpunkt des mehrfach verschobenen Starts der Ariane-5-Rakete nicht.

Blick in die Vergangenheit des Weltalls

Image #: 16674145    Hubble Serves Up a Holiday Snow Angel The bipolar star-forming region, called Sharpless 2-106, looks like a soaring, celestial snow angel. The outstretched "wings" of the nebula record the contrasting imprint of heat and motion against the backdrop of a colder medium. Twin lobes of super-hot gas, glowing blue in this image, stretch outward from the central star. This hot gas creates the "wings" of our angel. A ring of dust and gas orbiting the star acts like a belt, cinching the expanding nebula into an "hourglass" shape.  MAI/NASA /Landov Keine Weitergabe an Drittverwerter.
Hubble beobachtet kosmischen Engel Sharpless 2-106

Bei einer Entfernung von 1,5 Millionen Kilometern Entfernung wird es in in den kommenden 20 Jahren nicht möglich sein, Reparaturen an dem Teleskop durchzuführen. 20 Jahre ist die Zeit für die der Treibstoff des Teleskops reicht. Dieser wird für leichte Kurskorrekturen gebraucht, die beispielsweise durch die auf den Sonnenschirm einwirkenden Solarstrahlungsdruck nötig werden. Termine für die Nutzung des Teleskops durch Wissenschaftler weltweit innerhalb der „Lebenszeit“ sind bereits ausgebucht. Kein Wunder, immerhin wird erwartet, dass das Teleskop einen Blick in der Vergangenheit des Weltalls werfen kann. Licht bereits verblichener Sterne, das bereits 13 Milliarden Jahre unterwegs ist, wird vom Spiegel des Teleskops eingefangen werden können. Außerdem erhoffen sich die Weltraumbehörden einen besseren Blick auf Exoplaneten anderer Sonnensysteme.

Bis es jedoch soweit ist, wird es noch ein halbes Jahr dauern. Soviel Zeit braucht die NASA, um alle Geräte zu kalibrieren und das Teleskop richtig auszurichten. Bill Ochs, Webb-Projektmanager am Goddard Space Flight Center der NASA: „Wir stehen jetzt kurz vor der Ausrichtung der Spiegel, der Aktivierung und Inbetriebnahme der Instrumente und dem Beginn wundersamer und erstaunlicher Entdeckungen.“

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(kfb)