Diese Meldung macht Hoffnung

Abholzung des Regenwaldes hat sich verlangsamt

Maßnahmen zum Schutz des Regenwaldes zeigen offenbar Wirkung: Die Geschwindigkeit der Rodungen scheint abzunehmen. Im Vergleich mit den dramatisch schlechten Klima-Nachrichten aus der Region in den letzten Jahren macht diese Meldung ein bisschen Hoffnung. In dieser Folge des Klima Updates erläutert Bernd Fuchs die aktuelle Entwicklung.

Amazonas-Regenwald ist in kritischem Zustand

Ein Teil des Amazonas-Regenwaldes gibt bereits mehr Kohlenstoffdioxid (CO2) ab, als er aufnimmt, wie eine Studie unter Beteiligung des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt. Die Widerstandsfähigkeit des Regenwaldes nimmt ab. Wenn die Brandrodungen weitergehen, können wir an einen Punkt kommen, an dem nach Ansicht von Wissenschaftlern der Regenwald austrocknen kann – ein Kipppunkt.

Verlangsamung der Rodungen nach Regierungswechsel

Inzwischen scheinen seine Maßnahmen Wirkung zu zeigen. Zwar wurden im Zeitraum August 2023 bis Juli 2024 6,288 Quatratkilometer Regenwald abgeholzt – aber das wären 30,63 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die brasilianische Regierung am 6. November bekanntgab.

Einstellung von 800 zusätzlichen Beamten zur Überwachung des Umweltschutzes

Bis 2030 will Brasilien die Abrodung des Regenwaldes stoppen. 800 neue Beamte sollen in Brasilien eingestellt werden, um den Schutz des Regenwaldes zu überwachen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet – demnach die höchste Einstellungsrate seit mehr als zehn Jahren.

Nächste Klimakonferenz findet im Regenwald statt

In diesem Jahr könnte Klimaschutz eine ganz besonders hohe Priorität in Brasilien bekommen: Die nächste UN-Klimakonferenz (COP30) soll im November in Brasilien stattfinden: In Belém, einer Stadt im Amazonas-Regenwald. Es bleibt zu hoffen, dass der Naturschutz in Brasilien bis dahin und auch danach weitere Erfolge erreicht. (cli)