Großer Hagel und Tornado-Risiko
Warnlage Europa aktuell - sehr brisante bis gefährliche Entwicklung
Während das Mittelmeer glüht, dominieren in Mittel- und Nordeuropa die Tiefs mit kühler Luft. Zwischendrin verläuft weiterhin eine Luftmassengrenze mit enormem Unwetterpotenzial!
Die Ausgangslage: Tief im Norden, Hochs im Süden
Auslöser der krassen europäischen Wetterkontraste, die ja zum Teil schon extrem gefährliche Unwetter gebracht haben, sind die konträren Wettersysteme. Denn während sich im Süden schon seit geraumer Zeit Hochdruckeinfluss samt Wüstenluft aus den Tiefen der Sahara hält, hat sich über Skandinavien tiefer Luftdruck niedergelassen. Aktuell mit Tief Unai, das Teilen Nordeuropas jetzt mitunter intensiven Dauerregen bringt. Doch das ist bei weitem nicht das Schlimmste beim Blick auf die aktuellen Berechnungen der Wettercomputer.
Wetter im Überblick: Prognosen Deutschland, Europa und weltweit
Gefährliche Entwicklung entlang der Luftmassengrenze

Am brisantesten ist die Unwetterlage vom gesamten Alpenraum und Norditalien über Slowenien, Kroatien, Ungarn und weiter ostwärts. Erst Richtung Schwarzes Meer stemmt sich Hoch Hermiona gegen die herannahenden Unwettersysteme. Und die können es sich in sich haben! Teilweise kommen sie mit lebensbedrohlichen Wettererscheinungen daher, die erneut beliebte Urlaubsregionen bedrohen. Hier gilt es, die aktuelle Entwicklungen und Warnungen im Fokus zu haben.
Welche Gefahren sind zu erwarten?
Wir rechnen mit organisierten und blitzintensiven Schwergewittern, die mit Starkregen und Sturm- bis Orkanböen mit hohem Schadenpotenzial einhergehen können. Außerdem ist großer bis sehr großer Hagel möglich. Und nicht nur das. Im Umfeld der Gewitterzellen ist außerdem das Risiko für einzelne Tornados deutlich erhöht!
Wetterwissen: Wie entsteht ein Tornado?
Zur Entstehung von Tornados braucht es in der Regel zwei Komponenten. Das eine ist die sogenannte Windscherung: In unterschiedlichen Höhen muss der Wind dabei entweder aus verschiedenen Richtungen kommen und/oder die Windgeschwindigkeiten fallen sehr unterschiedlich aus. Dann können sich rotierende Windkörper bilden. Diese rotieren zunächst einmal in horizontaler Richtung. Bildet sich nun in diesem Umfeld eine Gewitterzelle, dann kann sich der Rotationskörper aufrichten.
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(bal, phe)