Die Statistik verrät es uns: Jetzt laufen die 6 wärmsten Wochen des Jahres

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Jetzt laufen die 6 wärmsten Wochen des Jahres. © dpa, Tobias Hase

Jetzt laufen die 6 wärmsten Wochen des Jahres

Was für ein Glück haben die 2,5 Millionen Schüler in Nordrhein-Westfalen: Denn ihre Sommerferien dauern in diesem Jahr vom 11. Juli bis zum 23. August. Und das sind laut Statistik genau die wärmsten sechs Wochen des Jahres. Interessant dabei ist, dass die wärmste Zeit demnach deutlich nach dem Sonnenhöchststand um den 21. Juni herum ist.

Vom 10. Juli bis zum 19. August liegt die deutschlandweite Tagesmitteltemperatur über 17 Grad. Die Hundstage, die üblicherweise als heißeste Tage bezeichnet werden, erstrecken sich allerdings vom 23. Juli bis 23. August.

Der Unterschied zu den sechs Wochen der Klimastatistik ist wenig verwunderlich. Schließlich leiten sich die Hundstage aus einer astronomischen Konstellation her, mit Temperaturen haben sie also wenig zu tun.

Auch die jemals an einer Station gemessenen heißesten Tage liegen meist innerhalb dieser sechs Wochen. Nur sechs Prozent unserer Stationen hatten den heißesten Tag außerhalb der wärmsten Wochen, die meisten davon Anfang Juni 1952, als es eine frühe Hitzewelle gab.

Mit deutschlandweiten Mittelwerten um 18 Grad sind die Tage des Monatswechsels von Juli zu August die absolut wärmsten Tage des Jahres. Sie liegen also ca. sechs Wochen nach dem Sonnenhöchststand am 21. Juni.

Was auf den ersten Blick wegen der abnehmenden Sonnenstrahlung unlogisch erscheint, lässt sich leicht erklären: 1. Unsere Temperaturen hängen, so die Luftmasse nicht aus dem Osten kommt, auch von der Meerestemperatur ab. Die Nordsee hat ihre höchsten Temperaturen Anfang August, das Mittelmeer Mitte August und die Ostsee zum Monatswechsel August/September.

2. In den ab Mitte Juli deutlich länger werdenden Nächten müsste es eigentlich stärker abkühlen. Demgegenüber steht das Maximum des Wasserdampfgehaltes im August. Dieser dämpft die Abkühlung, sodass wir vor allem im August laue Nächte haben. Die ab dem 21. Juni abnehmende Einstrahlung wird also zunächst durch die oben beschriebenen Phänomene überkompensiert und führt so zu den wärmsten Wochen deutlich nach Sonnenhöchststand.