Der Eis-Speicher: Mit Eis heizen
Kennt ihr die Eis-Wärmepumpe? Diese Wärmepumpen gibt es
Ohne die Wärmepumpe werden wir die Wärmewende kaum schaffen. Sie glt als effizient, günstig und zukunftstauglich. In Neubauten wird sie schon überwiegend verwendet. Welche Pumpen gibt es überhaupt und wie kann ich mit Eis heizen? Der Eis-Speicher ist eine besondere Art zu heizen. Und ihr könnt damit im Sommer auch kühlen.
Welche Heizung lohnt sich bei steigenden Energiepreisen?
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So funktioniert eine Wärmepumpe
Im Jahr 2023 wurde bei zwei Dritteln aller Neubauten eine Wärmepumpe eingebaut. Bei den 2023 geplanten und genehmigten Gebäuden waren es sogar 76,3 Prozent.
Eine Wärmepumpe hat eigentlich jeder schon jetzt im Haus. Eine Wärmepumpe ist wie ein Kühlschrank, der umgekehrt funktioniert. Ein Kühlschrank leitet die Wärme nach außen, während sich die Wärmepumpe die Energie von außen holt und nach innen leitet. Diese Energie kommt aus dem Erdreich, der Luft oder dem Grundwasser. Oder eben aus dem Eis.
Zum Betrieb der Pumpe benötigt sie Strom. Dieser Strom sollte Ökostrom sein, nur dann ist die Wärmepumpe wirklich nachhaltig. Am besten wird eine Wärmepumpe daher mit Fotovoltaik vom Dach kombiniert.
So funktioniert der Eis-Speicher
Das Tolle ist, dass der Eis-Speicher beliebig skalierbar ist und daher interessant für Häuser, aber auch für größere Gewerbegebäude ist. Wie aber kann man mit Eis heizen? Zunächst mal ist der Eis-Speicher keine klassische Wärmepumpe, sondern arbeitet in Kombination mit einer Wärmepumpe und einem Luftabsorber auf dem Dach, der Wärme aus der Umgebungsluft sammelt und dem Speicher zuführt.
Der Eisspeicher selbst ist eine mit Trinkwasser gefüllte Zisterne, die unter der Erde vergraben wird. Das Wasser der Zisterne kann dann sozusagen als Verstärker genutzt werden. Wenn nämlich die Energie über den Luftabsorber nicht mehr ausreicht, entzieht die Wärmepumpe dem Eisspeicher Energie.
Was passiert? Das Wasser verwandelt sich in Eis – es entsteht Kristallisationsenergie. Und die ist enorm: Mit ihr könnte man dieselbe Menge Wasser von 0 auf 80 Grad erhitzen. So steht am Ende der Heizperiode das Eis für den Sommer zur Kühlung bereit. Mit einem Eispeichersystem kann also im Winter geheizt und im Sommer gekühlt werden. Diese Kälte kann in den Sommermonaten über die Fußbodenheizung zur Kühlung der Wohnung genutzt werden.
Pro und Kontra des Eis-Speichers
Mit dem Eisspeicher können mehrere Wärmequellen genutzt werden: Außenluft, Geothermie und Sonnen-Energie. Außerdem dient der Eisspeicher im Sommer auch der Kühlung. Die Installation ist einfach, aber man braucht natürlich viel Platz, also ein großes Grundstück, und muss das Loch für die Zisterne graben. Dafür sind in der Regel aber keine Genehmigungen erforderlich.
Die Anschaffungskosten und der Planungsaufwand sind hoch.
Diese Wärmepumpen gibt es noch

Es gibt drei Arten von Wärmepumpen-Heizungen: Zum einen die Luftwärmepumpe, die Grundwasserwärmepumpe und die Erdwärmepumpe, auch Solewärmepumpe genannt. Die effizienteste dieser drei ist die Grundwasserwärmepumpe. Sie liefert am meisten Wärme pro Kilowattstunde Strom.
Eine Erdwärmepumpe lässt sich sowohl bei Neubauten als auch bei Modernisierungen nutzen. Für eine Erd- oder auch Sole-Wärmepumpe muss das Grundstück recht groß sein, denn es muss tief genug gebohrt werden. Das Erdreich ist dann eine optimale Wärmequelle, wenn die Wärme aus 80 und 100 Meter Tiefe kommt, denn da herrschen konstante Temperaturen von 5 bis 7 Grad.
Luftwärmepumpen können eigentlich überall eingesetzt werden und schaffen es auch aus der kalten Winterluft noch Wärme zu ziehen. Allerdings sind sie dann auch weniger effizient, da im Winter die Temperatur der Außenluft geringer ist als die Temperatur im Erdboden oder im Grundwasser. Sie benötigt dann mehr Strom und muss große Luftmengen zum Wärmetauscher bringen. Sie ist also auch nicht die leiseste Pumpe.
Die Grundwasserpumpe bedient sich am immer etwa 10 Grad warmen Grundwasser. Deshalb ist sie effizient. Es müssen aber zwei Brunnen gebaut werden. Einen, der das Wasser holt und einen, der es wieder ins Erdreich führt.
Darüberhinaus gibt es noch Großwärmepumpen, die zum Beispiel an Flüssen, im Meer oder in Seen gebaut werden können. Die können dann ganze Wohnviertel mit Strom versorgen. Auch hybride Anwendungen sind möglich. Billiger ist es immer, wenn zusätzlich vom eigenen Dach Sonnenenergie genutzt wird, das mindert den Strompreis.
Energiekrise und Nachhaltigkeit: Für wen eignet sich eine Wärmepumpe?
Wissenswertes zur Wärmepumpe
Wärmepumpen sind dann ein Gewinn, wenn sie effizient laufen. Sie muss also mit möglichst wenig Einsatz von Strom viel Wärme generieren. Das geht am besten in einem sehr gut gedämmten Haus. Die Dämmung ist der wichtigste Faktor beim Einbau einer Wärmepumpe.
Und je größer die Heizkörper sind, umso besser können Sie Ihr Haus heizen. Sprich: Am besten ist eine Fußbodenheizung. Denn dann reichen geringe Heizwasser-Temperaturen, um eine wohlige Wärme zu erzeugen.
Der Wechsel zu einer Wärmepumpe ist auch im Altbau möglich. Aber nicht alle Wärmepumpenarten können einfach so überall eingesetzt werden. Ein Energieberater sagt euch, welche Art der Pumpe die beste ist.
(osc)