Der Wetter-Tag bei wetter.de

Frost und Nebel machen das Wetter tückisch

von Oliver Hantke

Wetter in der Nacht
In der Nacht Minusgrade im Südosten

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter- und Klima-News des Tages:

Am Abend und in der Nacht breitet sich von Westen neuer Regen aus und erreicht zum Morgen ungefähr die Linie Schleswig-Holstein-Saarland. Sonst verläuft die Nacht weitgehend trocken und oft klar. Dabei gehen die Temperaturen im Südosten und Osten auf 0 bis -5 Grad zurück, am Alpenrand örtlich auch noch kälter und stellenweise droht Glätte durch gefrierende Nässe. Später bildet sich hier häufig Nebel. Im Westen und Nordwesten ist es milder mit Tiefstwerten zwischen 4 und 7 Grad.

Am Sonntagvormittag fällt Regen vor allem von der Ostsee bis zum Schwarzwald. Sonst ist es trocken und zumindest im Südosten scheint außerhalb von teils zähem Nebel auch mal länger die Sonne. Später kommen die dichten Wolken mit Regen auch hier an. Dafür lockern die Wolken im Nordwesten häufiger auf. Zumindest kurze Schauer sind aber auch hier am Nachmittag möglich. Dazu erreichen die Temperaturen recht milde 6 bis 10 Grad, im Südosten nur 3 bis 5 Grad, örtlich auch noch kälter. Im Nordwesten weht ein kräftiger, an der Nordsee teils stürmischer Wind.

Winter startet sehr unterschiedlich in Deutschland

Der Wettertrend von Montag bis Mittwoch
Dezember startet mit Gegensätzen

Der Winter steht vor der Tür. Und nach den zum Teil schon sehr winterlichen Verhältnissen, geht die Kälte auch in der ersten Dezemberwoche nicht ganz aus Deutschland verloren. Aber auf der anderen Seite ist es auch recht mild und windig.
Hier die Gegensätze zum Winterbeginn im Detail:

Hurrikansaison durchschnittlich, aber teils rekordverdächtig

Das nackte Ergebnis von 2025 ist: 13 benannte tropische Stürme, darunter 5 Hurrikane und davon wiederum ganze 4 schwere Hurrikane. Wenn sich ein Sturm also dazu „entschloss”, in die Hurrikan-Liga aufzusteigen, gab es meistens direkt den Durchmarsch in die Champions-League. Somit war die Saison also eher durchschnittlich. Trotzdem gab es durchaus den ein oder anderen bemerkenswerten oder gar rekordverdächtigen Moment.

Tropensturm Andrea eröffnete die Saison am 24.06., die damit zwar „erst” vier Tage hinter dem langjährigen Mittel loslegte, dafür aber direkt den ersten Rekord einheimste. Denn noch nie bildete sich im Juni ein tropischer Sturm weiter im Norden als Andrea - eine Folge des deutlich zu warmem Meerwasser.

Dass die Bedingungen für die Entstehung eines Wirbelsturms auch noch weiter nördlich gut genug sein können, zeigte Subtropensturm Karen am 10.10., der sich auf 44,5 Grad nördlicher Breite bildete. Noch nie seit Aufzeichnungsbeginn hat sich ein benannter (Sub-)Tropensturm über dem Atlantik weiter nördlich entwickelt.

Für Schlagzeilen sorgte auch der zweite Tropensturm Barry, allerdings leider sehr negativer Natur. Der Sturm löste sich zwar bereits am 30.06. auf, seine „Reste” kamen aber von Mexiko noch weiter Richtung Texas voran. Sie waren letztlich mitverantwortlich für die extreme Sturzflut am Guadalupe River Anfang Juli, die weit über 100 Menschen in den Tod riss.

2025 war außerdem eins von nur zwei Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen in den 1850er Jahren, in dem es mindestens drei Hurrikane der höchsten Kategorie 5 gab. Während es in diesem Jahr Erin (11.-22.08.), Humberto (24.09.-01.10.) und Melissa (21.-31.10.) auf den Spitzenplatz der Saffir-Simpson-Skala schafften, gab es nur 2005 noch einen mehr (Emily, Katrina, Rita und Wilma).

Ölschlieren auf der Elbe – Verursacher ist unbekannt

Die Polizei hat am Mittag am Hamburger Hafen auf der Elbe Ölschlieren festgestellt. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, wurde die Umweltbehörde informiert und der Ölfilm mit einer Drohne gescannt. Die Ölschlieren ziehen sich demnach von der Überseebrücke bis in den Strandhafen hinein.

Die Umweltbehörde stuft sie nach Informationen der Polizei als nicht reinigungsfähig ein. Sie werden sich demnach von allein verflüchtigen. Zum Verursacher des Ölfilms gibt es noch keine Informationen. Aufgrund der Gezeiten sei es schwierig, eine Spur zu verfolgen.

Sri Lanka: Mehr als 130 Tote und knapp 180 Vermisste infolge von Zyklon Ditwah

Nach Überschwemmungen und Erdrutschen infolge des Zyklons Ditwah ist die Zahl der Todesopfer in Sri Lanka auf mehr als 130 gestiegen. Bislang seien 132 Todesopfer gezählt worden, 176 Menschen würden noch vermisst, teilte der Leiter des srilankischen Katastrophenschutzzentrums, Sampath Kotuwegoda, am Samstag mit. Das Land rief den Katastrophenfall aus. Soldaten konnten am Samstag aber auch 69 Insassen eines Busses retten, darunter einen deutschen Touristen.

Video: Wichtige Brücke auf Sumatra einfach weggeschwemmt

Mehr als 300 Tote bei Überschwemmungen in Indonesien

In Indonesien sind bei verheerenden Überschwemmungen und Erdrutschen nach Behördenangaben mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen. Wie der Leiter der indonesischen Katastrophenschutzbehörde Suharyanto am Samstag mitteilte, starben in der Provinz Nordsumatra mindestens 166 Menschen, in Westsumatra 90 und 47 in Aceh. Mehr als 270 Menschen wurden demnach landesweit vermisst, zehntausende mussten ihre Wohnungen verlassen.

Auch in Thailand und Malaysia richteten Überschwemmungen verheerende Schäden an. In der südlichen Provinz Songhkla in Thailand stieg die Zahl der bestätigten Todesopfer auf 162. Mehr als 40.000 Menschen wurden nach Angaben der zuständigen Behörde in Notunterkünften untergebracht.

Glättewarnungen im Südosten - Vorsicht beim Verlassen des Hauses!

Wetter in Baden-Württemberg
Morgens kann es vor allem im Südosten noch sehr glatt sein

Heute zeigen sich viele Wolken, teils bleibt es trüb, teils zeigt sich etwas die Sonne. Dazu ist es verbreitet trocken, nur im Südosten fällt noch Regen. Dabei besteht noch Glatteisgefahr in Bayern und Sachsen, an den Alpen fällt Schnee, der später abzieht. Bis in den Vormittag wird aber noch gefrierender Regen vom Erzgebirge bis in die Alpen berechnet. Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt, dass die Menschen heute Morgen beim Verlassen des Hauses vorsichtig sein müssen! Die Höchstwerte liegen bei 1 bis 11 Grad, mit den höchsten Werten im Westen. Dazu weht ein schwacher bis mäßiger, an der Nordsee mäßiger bis frischer, teils stark böiger Wind aus südlichen bis südwestlichen Richtungen.

Video: Regen, Schnee und Wolken für die nächsten 48 Stunden

Die Wetterlage: Hoch hält nicht durch

In der Nacht zu Samstag ziehen die Regenwolken dann in den Osten und Südosten und dahinter setzt sich Zwischenhocheinfluss durch. Daneben kann die Warmfront von Tief Zenobio den äußersten Norden Deutschlands streifen. Am Sonntag sorgt die Kaltfront des Tiefs für wechselhafte und teilweise windige Verhältnisse. Am Montag nähert sich im Nordwesten ein neues Tief, während sich sonst hoher Luftdruck durchsetzt.

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Verwendete Quellen: eigene wetter.de-Recherche mit dpa, Reuters, AFP, DWD.de