Der Wetter-Tag bei wetter.de
Schneechancen: Wo wird es auch im Flachland weiß?

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter- und Klima-News des Tages:
Die Wettercomputer spekulieren zum Mittwoch auf den ersten Schnee der Saison bis herunter ins Flachland. Dabei steht vor allem der Norden im Fokus - beispielsweise mit ein paar Zentimetern in Hamburg. Deutlich spendabler wird Frau Holle im Bergland zur Sache gehen. Hier sind zum Teil markante Neuschneemengen drin.
Die Nacht wird auch tückisch - kalt und glatt
Die Nacht dürfte die vorerst kälteste des anstehenden Winters werden. Bei klarem Himmel gehen die Temperaturen auf 0 bis -5 Grad zurück, örtlich sind sogar um -10 Grad möglich. Im Norden und Westen fällt bei leichten Plusgraden Regen und im Bergland Schnee mit Gefahr von Glätte.
Am Mittwoch breiten sich die Schauer weiter aus und besonders rund um die Nordsee muss auch in tieferen Lagen mit Schnee und Glätte gerechnet werden. Vom Oberrhein bis nach Brandenburg beginnt der Tag freundlich und trocken. Später steigt hier ebenfalls das Schauerrisiko. Dazu erreichen die Temperaturen kalte 0 Grad im Erzgebirge und bis 7 Grad am Oberrhein.
Im nachfolgenden Video: Neuschnee sorgt für Chaos auf den Straßen - Meteorologe Paul Heger schaut auf die Entwicklung der Glättelage am Mittwoch
Video: Aus dem Regen wird immer mehr Schnee
Glätte-Falle lauert vor allem nachts
Neben neuem Schnee droht jetzt auch verstärkt gefährliche Glätte. Nachts wird es überall frostig, und gefrierende Nässe oder Reif sorgen vielerorts für spiegelglatte Straßen – oft ohne Vorwarnung. Das macht die Lage besonders tückisch.
Deutschland rutscht beim Klimaschutz-Ranking deutlich ab
Deutschland fällt beim Klimaschutz im internationalen Vergleich weiter zurück. Im neuen Klimaschutz-Index ging es auf Platz 22 runter - sechs Plätze tiefer als zuvor. Der Index bewertet die Bemühungen von 63 Ländern und der EU, die zusammen für mehr als 90 Prozent aller klimaschädlichen Treibhausgasemissionen stehen. Der Report wurde von den Organisationen Germanwatch und Climate Action Network sowie dem NewClimate Institute erstellt und auf dem Weltklimagipfel im brasilianischen Belém präsentiert. Zehn EU-Staaten stehen bei den Bemühungen im Kampf gegen die Erderwärmung besser da als Deutschland. Am besten schnitt im Klimaschutz-Index erneut Dänemark ab, unter anderem wegen des Ausbaus erneuerbarer Energien. Es folgen Großbritannien und Marokko.
Höchstwerte am Dienstag bis 13 Uhr
Es ist teilweise ein frühwinterlich nasskalter Novembertag, wobei es im Süden auch viel Sonne gibt. Die höchsten Werte liegen bis zum Mittag aber nicht unter dem blauen Himmel, sondern eher an der wechselhaften Küste. Doch auch hier sind die Temperaturen einstellig. Mehr als 8 oder 9 Grad wurden bisher nicht gemessen.

Weihnachtsbäume im Norden etwas teurer
Wer sich in den nächsten Wochen einen Weihnachtsbaum in Schleswig-Holstein kaufen möchte, muss sich auf leicht höhere Preise als 2024 einstellen. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holsteinischer Weihnachtsbaumproduzenten, Wolf-Oliver Graf von Baudissin, rechnet mit einem Mehrpreis von ein bis zwei Euro pro Meter. „Unsere Produktionskosten sind höher geworden.” Baudissin verweist auf Energiepreise und Löhne, auf Kosten für Dünger, Maschinen und Hilfsmittel. Im Direktverkauf bei den Produzenten, etwa auf Gutshöfen, dürfte ein Meter Nordmanntanne zwischen 23 und 26 Euro kosten. In den großen Städten wie Hamburg könnten die Preise auch bis zu 30 Euro je Meter betragen.
Erdrutsche in Indonesien: 18 Tote und Dutzende Vermisste

Heftige Regenfälle haben in Indonesien Überschwemmungen und schwere Erdrutsche mit zahlreichen Toten und Vermissten ausgelöst. Die meisten Opfer gab es in Zentraljava, wo in zwei Distrikten mindestens 18 Menschen unter den Erdmassen ums Leben kamen. Nach Dutzenden weiteren Verschütteten wird laut Katastrophenschutz (BNBP) noch gesucht.
Am schwersten betroffen war die Bergregion rund um Banjarnegara, wo tagelanger Starkregen instabile Hänge ins Rutschen gebracht hatte. Auch im Bezirk Cilacap suchten Teams nach Verschütteten.
Unter -20 Grad - Winter lässt Europa bibbern

Eiskalt geht es auch heute in Skandinavien zur Sache. Zum Start in den Tag gebietsweise mit Tiefstwerten zwischen -10 und -20 Grad. In Teilen Lapplands bewegen sich die Frühwerte sogar bei unter -20 Grad.
Kaltstart und Schneeglätte in Teilen Deutschlands

Nach frostigem Beginn mit Glättegefahr schaut Meteorologe Joshua Pillar auf die weitere Entwicklung: „In der Nordhälfte bleibt es oft dicht bewölkt, häufig fällt Regen, in den höheren Lagen geht dieser in Schnee über. Im Süden bleibt es meist trocken, vor allem im Südwesten zeigt sich nach Auflösung von lokalem Frühnebel häufig die Sonne. Der Wind weht im Norden mäßig bis frisch aus westlichen Richtungen, die Höchstwerte liegen zwischen 0 und 8 Grad.”
Zuckersüßer Lichterglanz: Oberhausener Weihnachtshaus öffnet
„Weihnachtsmann” Dirk van Acken kommt aus dem dunkelroten Kostüm mit langem Bart kaum noch heraus. Der Altenpfleger öffnet zusammen mit seiner Partnerin Nicole Tratz nach monatelanger Deko- und Vorbereitungsarbeit bis zum 26. Dezember wieder das „Oberhausener Weihnachtshaus”.
Über 70.000 Lichter, Glühwein und Grillwürstchen für alle und Weihnachtsmusik aus zahlreichen Lautsprechern in Dauerschleife – ein zuckersüßes Festangebot für Tausende Besucher. Das Weihnachtshaus hat sogar schon einen Eintrag bei Google Maps.
Zwei Tote bei Unwettern in Italien - auch ein Deutscher

Bei schweren Unwettern im Norden Italiens sind zwei Menschen ums Leben gekommen, darunter ein 32 Jahre alter Deutscher. In der Gemeinde Brazzano di Cormons wurde am Morgen die Leiche einer 83-jährigen Frau aus einem Haus gezogen, das von einer Schlammlawine verschüttet worden war. Zuvor hatten die Rettungskräfte bereits die Leiche des Deutschen entdeckt, der seit einigen Monaten in dem Dorf lebte.
In der Region hatte es in den vergangenen Tagen heftig geregnet. Zahlreiche Straßen sind überschwemmt. Viele Keller stehen unter Wasser. In der besonders schlimm betroffenen Gemeinde Brazzano wurden drei Häuser von den Schlammmassen verschüttet. Nach den bisherigen Ermittlungen hatte sich der Deutsche schon in Sicherheit bringen können. Offensichtlich kehrte er jedoch nochmals um, um seine 83 Jahre alte Nachbarin zu warnen. Dabei sei er von einer neuen Schlammlawine erfasst worden.
Füllstand der Gasspeicher zu Beginn der Heizsaison sehr niedrig
Der Füllstand der deutschen Gasspeicher ist zu Beginn der Heizsaison sehr niedrig. Deutschland starte „mit einem unerwartet niedrigen Speicherfüllstand von nur 75 Prozent in die Heizperiode”, erklärte die Initiative Energien Speichern (INES) am Dienstag. Im Falle eine sehr kalten Winters könnte es demnach bereits im Januar zu Versorgungsengpässen kommen.
Zwar seien die Speicher über den Sommer kontinuierlich befüllt worden, aber weniger schnell als im Vorjahr und auch weniger als im europäischen Vergleich, führte INES aus. Im September waren die Experten davon ausgegangen, dass bis November ein Füllstand von 81 Prozent erreicht werden könne. Bereits in diesem Fall würde das Gas bei extrem kalten Temperaturen über den Winter aber nicht ausreichen.
Landstraße bei Marsberg wegen gefrorener Gülle gesperrt
Auch das kann passieren: Eine Landstraße bei Marsberg im Hochsauerlandkreis ist seit Montagabend gesperrt, da ein Landwirt beim Befahren der Landstraße 636 Gülle verloren hat. Aufgrund der niedrigen Temperaturen ist die Gülle gefroren und schwer zu entfernen. Eine Spezialfirma wurde zur Reinigung beauftragt, die ursprünglich zwei Stunden für die Arbeiten eingeplant hatte. Am Morgen war die Strecke jedoch weiterhin nicht passierbar.
Tornado-Jahr 2025: Mindestens 16 bestätigte Fälle im Norden Deutschlands mit geringen Schäden
In diesem Jahr wurden im Norden Deutschlands mindestens 16 Tornados bestätigt, mit den meisten Fällen in Niedersachsen (7), gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern (5) und Schleswig-Holstein (4). Die Tornados verursachten glücklicherweise nur geringe Schäden.
Insgesamt wurden in Deutschland 42 Tornadofälle registriert, was ein durchschnittliches Jahr darstellt. Tornadoexperten analysieren Fotos und Videos, um Verdachtsfälle zu bestätigen, da die Erkennung von Tornados oft eine Herausforderung darstellt. Vorhersagen sind schwierig, und frühzeitige Warnungen sind maximal 18 Stunden im Voraus möglich.
Frost bringt Glättegefahr am Morgen
Nach Frost und Glättegefahr am Morgen wird es heute in der Nordhälfte oft grau und nass. Im Bergland ist es winterlich und es fällt teils Schnee. Im Süden bleibt es meist trocken und vor allem an den Alpen und im Schwarzwald gibt es viel Sonne bei Temperaturen zwischen 1 und 8 Grad.
Wintereinbruch in Deutschland - der Kurzüberblick
In Teilen Deutschlands, einschließlich der Alpen, des Alpenvorlands und einiger Mittelgebirge, fiel am Montag und in der Nacht zu Dienstag Schnee. Der Kahler Asten im Sauerland erhielt eine dünne Schneedecke, während in den Alpen bis zu 20 Zentimeter Neuschnee verzeichnet wurden. Im Allgäu fielen etwa fünf Zentimeter. Der Winterdienst war im Erzgebirge aktiv, um die Straßen oberhalb von 600 Metern vom Schneematsch zu befreien, und der Deutsche Wetterdienst warnte und warnt auch aktuell vor Glätte durch Neuschnee bei Temperaturen um den Gefrierpunkt.
Entscheidung über Lückenschluss der A1 in der Eifel steht bevor
Heute um 15:00 Uhr wird das Bundesverwaltungsgericht über den umstrittenen Lückenschluss der Autobahn 1 in der Eifel entscheiden. Der BUND Rheinland-Pfalz hat gegen die Planungen des Landesbetriebs Mobilität geklagt, da sie Verstöße gegen den Gebiets- und Artenschutz sowie Mängel in der Entwässerungs- und Klimaschutzplanung anprangern. Die A1, eine der längsten Autobahnen Deutschlands, weist eine etwa 25 Kilometer lange Lücke zwischen Blankenheim und Kelberg auf. Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal wurden die Entwässerungspläne überarbeitet, um höhere Niederschlagswerte und größere Regenrückhaltebecken zu berücksichtigen.
Papst Leo XIV. ruft zu mehr Engagement im Klimaschutz auf
Die Klimakonferenz in Brasilien tritt in die entscheidende Phase, während der Papst den mangelnden politischen Willen einiger Staaten bei der Bekämpfung der Klimakrise kritisiert. In seiner Botschaft betont Papst Leo XIV., dass nicht das Pariser Klimaabkommen, sondern die Reaktion darauf versagt habe. Er weist auf die bereits spürbaren Klimafolgen hin, wie Überschwemmungen und Dürren, und fordert mehr Ehrgeiz von den fast 200 Staaten, um den Anstieg der globalen Temperatur unter 1,5 Grad zu halten. Der Papst appelliert an die Menschheit, als Verwalter der Schöpfung Gottes mit Weitsicht zu handeln.
Obacht im Norden - am Mittwoch Schnee bis ganz runter
Im Norden Deutschlands könnte es zur Wochenmitte übelst glatt auf den Straßen werden. Denn hier spekulieren die Wettercomputer auf Schneefälle mit der Option auf eine geschlossene Schneedecke.
Wintertipps für Haustiere
Mit sinkenden Temperaturen und kürzeren Tagen müssen sich auch unsere Haustiere auf den Winter einstellen. Der ZZF ( Zentralverband der Heimtierbranche e.V.) gibt wichtige Tipps, um sicherzustellen, dass Hunde, Katzen und Kleinsäuger gesund durch die kalte Jahreszeit kommen.
Hunde benötigen bei Kälte mehr Energie, daher sollte ihr Futter hochwertige Fette und gut verdauliche Proteine enthalten. Halter sollten die Futtermenge an die Aktivität anpassen und darauf achten, dass die Tiere ausreichend trinken. Empfindliche Hunde profitieren von kürzeren Gassirunden und wetterfesten Mänteln.
Katzen entwickeln ein Winterfell, das sie schützt, während Freigänger auch bei Kälte draußen bleiben können. Stubentiger sollten Zugang zu einem warmen Unterschlupf haben. Halter sollten das Gewicht ihrer Katzen im Auge behalten und die Futtermenge anpassen.
Kaninchen brauchen auch im Winter eine ausgewogene Ernährung mit viel Heu und frischem Gemüse. Bei kalten Temperaturen ist es wichtig, das Trinkwasser regelmäßig zu kontrollieren, um Frostschäden zu vermeiden. Offene Näpfe sind hier besser geeignet als Nippeltränken.
So bleiben unsere tierischen Begleiter gesund und glücklich, während der Winter Einzug hält.
Seit Monaten kein Regen Iran lässt Wolken gegen Dürre „impfen”
So trocken wie in diesem Jahr war es im Iran lange nicht. Der größte See ist ausgetrocknet, der Präsident bringt sogar die Evakuierung Teherans ins Spiel. Die Regierung versucht, Regen künstlich herbeizuführen - mittels Cloud Seeding, einer umstrittenen Methode, die auch in Deutschland eingesetzt wird.
Der Iran leidet derzeit unter der schlimmsten Dürre seit 50 Jahren - nun sollen Cloud-Seeding-Flüge helfen, also das „Impfen” von Wolken. Ein entsprechender Flug sei am Samstag über dem Urmia-See im Nordwesten des Landes absolviert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Irna. Der Urmia ist der größte See Irans, wegen der anhaltenden Dürre ist er aber weitgehend ausgetrocknet und hat sich in eine riesige Salzwüste verwandelt, was auch die Landwirtschaft der umliegenden Regionen massiv belastet
.Beim Cloud Seeding werden gewöhnliches Salz oder eine Mischung aus verschiedenen Salzen von einem Flugzeug aus in Wolken versprüht. Die Salzkristalle fördern die Kondensation und auf diese Weise die Entstehung von Regen. Die Technik wird bereits von Dutzenden Ländern genutzt, darunter die USA, China und Indien. In Deutschland wird Cloud Seeding gelegentlich zur Hagelabwehr eingesetzt. Der Iran hatte im vergangenen Jahr verkündet, seine eigene „Wolkenimpfungs”-Methode entwickelt zu haben.
Die Wetterlage: Kaltluft kommt um zu bleiben

Über Europa tummeln sich zahlreiche Tiefdruckgebiete, flankiert von einem Hoch über dem Ostatlantik. Damit liegt Deutschland in einer überwiegend nördlichen Anströmung und es kommt Meeresluft polaren Ursprungs bei uns an. Auch und in den darauffolgenden Tagen ändert sich am Wettercharakter nichts Grundlegendes. Weiterhin strömt Kaltluft aus polaren Breiten nach Mitteleuropa. Durch anhaltenden schwachen Tiefdruckeinfluss bleibt es dabei unbeständig.
Videos auf wetter.de
Auf der Videoübersichtsseite von wetter.de findet ihr Prognosen und andere Videos zu den Themen Wetter und Klima.
Aktuelle News, Unwetter und Nachrichten rund um Wetter und Klima
Verwendete Quellen: eigene wetter.de-Recherche mit dpa, Reuters, AFP