Der Wetter-Tag bei wetter.de
Die Nacht: immer wieder Regen im Westen, sonst trocken und sternenklar

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:
In der Nacht zum Montag fällt vom Oberrhein bis zur Nordsee zeitweise Regen. Vor allem im Westen sind auch kräftigere Schauer sowie einzelne Gewitter möglich. Sonst bleibt es trocken und oft sternenklar. Dabei kühlt die Luft auf 13 bis 8 Grad ab. Später bildet sich stellenweise Nebel. Unterhalb der Wolkendecke und an der Küste ist es milder mit 14 bis 17 Grad.
Über 30 Tote bei Überschwemmungen in Pakistan

Bei schweren Überschwemmungen in der pakistanischen Provinz Punjab sind inzwischen über 30 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als zwei Millionen Menschen sind betroffen, für rund 750.000 von ihnen musste eine groß angelegte Evakuierung organisiert werden. 115.000 Menschen wurden per Boot gerettet. Die Monsunregenfälle ließen drei große Flüsse über die Ufer treten und fluteten auch Teile von Lahore. Viele Menschen verharren in Notunterkünften. Die Provinzregierung spricht von der größten Rettungsaktion ihrer Geschichte. Wissenschaftler machen den Klimawandel für die immer heftigeren und kaum vorhersehbaren Regenfälle verantwortlich.
Rhein fließt plötzlich zweifarbig
Ein Phänomen, das zum Staunen anregt: Nach starken und anhaltenden Regenfällen erscheint der Rhein und einer seiner Nebenflüsse in zwei Farben. Drohnen filmen die besondere Färbung an der Flussmündung zwischen dem Glenner und dem Vorderrhein in der Schweiz.
Klimaaktivisten verunstalten Sagrada Familia in Barcelona mit Farbe

Die berühmte Sagrada Familia in Barcelona wurde am Sonntag von Klimaaktivisten der Gruppe Futuro Vegetal mit roter und schwarzer Farbe besprüht. Die Aktivisten riefen „Klimagerechtigkeit” und wurden sofort festgenommen. Mit ihrer Aktion kritisieren sie das ihrer Meinung nach unzureichende Handeln der Regierung angesichts der Klimakrise und der verheerenden Waldbrände, die Spanien in den letzten Monaten schwer getroffen haben. Die Gruppe hat bereits zuvor mit ähnlichen Aktionen für Aufsehen gesorgt, u.a. gegen das Anwesen von Lionel Messi und die Yacht der Walmart-Erbin Nancy Walton Lauri. Zur Tat soll angeblich ein Video der Tat und Festnahme kursieren, allerdings lässt es sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht offiziell bestätigen und liegt uns somit noch nicht vor.
Gewaltiger Erdrutsch reißt Fernstraße weg

Ein gewaltiger Erdrutsch hat am Samstag bei Levanger im Norden Norwegens die Fernstraße E6 und eine parallel verlaufende Bahnstrecke aufgerissen – beide versanken im Erdloch und sind schwer beschädigt. Ein dänischer Arbeiter wird seit dem Unglück vermisst und ist laut Polizei vermutlich ums Leben gekommen. Während entlang der Strecke an der Stabilisierung des Bodens gearbeitet wird, ist noch unklar, ob die laufenden Bauarbeiten zum Unglück beigetragen haben. Die wichtige Nord-Süd-Verbindung bleibt an der Unglücksstelle für mehrere Tage gesperrt.
Pollenflug heute: Obacht für Ambrosia-Allergiker im Osten

Auch heute fliegen einige Pollen durch die Luft, auf die Allergiker reagieren können. Insbesondere die Ambrosia fliegt im östlichen Teil von Deutschland. Wer darauf reagiert, sollte seine Allergietabletten griffbereit haben.

Doch nicht nur die Ambrosia fliegt heute. Auch Gräser und Beifuß können in geringen Mengen deutschlandweit in der Luft sein. Für Rogge, Haselnuss, Erle, Esche oder Birke gibt es heute grünes Licht. Allergiker dürften heute keinerlei Probleme mit diesen Pollen haben.
Bushcrafting - wenn Naturliebe zum Problem wird
Ein Mitarbeiter des Forstamts hat im dichten Wald zwischen Kaufungen und Nieste in Nordhessen einen liebevoll gebauten, jedoch illegalen Holzunterschlupf entdeckt. Er war ausgestattet mit einer gemütlichen Pritsche aus Fichtenzweigen und sogar einem Ofen. Vermutlich stammt die Hütte von einem Bushcrafter, einem Naturliebhaber, der das Abenteuer und die Einfachheit einer Nacht unter freiem Himmel schätzt. Der Trend zum Bushcrafting boomt und wird durch Social Media und Outdoor-Trends befeuert. Immer mehr Menschen zieht es in die Wälder Hessens, um dort auf eigene Faust zu übernachten und die Natur hautnah zu erleben.
Doch dieses Naturerleben hat seine Schattenseiten. „Solche Verletzungen sind nicht nur ein unnötiger und klar rechtswidriger Eingriff, sondern können auch Brutraum für forstschädliche Insekten schaffen“, warnt Forstsprecher Moritz Frey eindringlich. Häufig wird beim Bau der Unterstände nicht nur Totholz verwendet, sondern es werden auch lebende Bäume beschädigt oder gefällt. Selbst sorgsam gehegte „Zukunftsbäume” fallen dem Wunsch nach einem Nachtlager zum Opfer – mit Folgen für den gesamten Wald.
Die meisten Bushcrafter wissen, dass sie sich in einer Grauzone bewegen, und schlagen ihre Lager daher oft erst im Schutz der Dämmerung auf, um am nächsten Morgen unbemerkt weiterzuziehen. Förster finden oftmals nur die Reste dieser Nachtlager und stoßen bei Begegnungen meist auf kooperative Abenteuerlustige, denen die genauen Regeln nicht immer bekannt sind, die aber für Hinweise offen sind. Wer legal draußen übernachten möchte, kann dafür ausgewiesene Trekkingplätze und Kursangebote in Naturparks nutzen. Im Fall des Unterschlupfs bei Kaufungen hat das Forstamt das Bauwerk inzwischen entfernt.
Krachende Temperatur-Talfahrt voraus
Morgen ist meteorologischer Herbstanfang - in unserer Vorstellung wird es da schlagartig kalt, golden und kuschelig. Ganz falsch liegen wir damit nicht, denn die Langfristprognosen zeichnen ein klares Bild ab. Der Sommer 2025 kommt krachend zu seinem gebührenden Ende. Wann ist es so weit? Und ab wann sollte der Regenschirm fester Bestandteil unseres Handgepäcks sein? Wir zeigen es euch, in unserem 42-Tage-Trend.
Störche auf dem Weg ins Winterquartier
Der Herbstzug der Störche hat begonnen! Rund 85 Prozent von ihnen sind bereits auf dem Weg in ihr Winterquartier. Auffällig hierbei sind die Altstörche, die zwei Wochen zu früh losgezogen sind. Jessica Lehmann vom Storchenzentrum in Bornheim nennt die andauernde Trockenheit der vergangenen Wochen als Ursache. Diese habe die Nahrungssituation vielerorts verschlechtert. „Störche reagieren flexibel auf Umweltbedingungen. Bei Futterknappheit entscheiden sie sich häufig für einen frühen Abflug, statt auf bessere Bedingungen zu warten.” Dafür war die Brut in diesem Jahr sehr erfolgreich, denn zum Saisonstart gab es genug Beute für die Vögel. Mit zunehmender Trockenheit wurde das Futter jedoch rar, sodass viele Altstörche auf bewässerte Agrarflächen oder Deponien auswichen. Hinzu kamen Todesfälle bei den Jungtieren durch Schimmelpilze, die sich bei dem feuchten Wetter gut bilden konnten.
Die Energiewende: starker Wirtschaftsfaktor und noch gut fürs Klima
Die Energiewende wird in Rheinland-Pfalz immer stärker zum Wirtschaftsfaktor: Laut einer Studie steigt die regionale Wertschöpfung durch erneuerbare Energien bis 2030 auf mindestens eine Milliarde Euro, wovon ein Großteil an Bürger und Kommunen fließt. Vor allem kleine PV-Anlagen und Wärmepumpen fördern das lokale Einkommen und schaffen Aufträge für Handwerker. Auch Einnahmen aus Windkraft-Pacht und kommunale Steuern nehmen deutlich zu. Arbeitsplätze in der Region werden gesichert, und durch einen schnelleren Ausbau – besonders der Windenergie – sind noch höhere Gewinne möglich. Die Voraussetzungen dafür seien geschaffen – etwa durch zentralisierte Genehmigungsverfahren, betont die Klimaschutzministerin Katrin Eder. „Die Energiewende ist nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch ein immer wichtiger werdender Wirtschaftsfaktor”, sagt Eder.
Alles rund ums Klima gibt es hier.
Letzter Sommertag mit viel Sonne im Osten
Es ist der letzte Tag im meteorologischen Sommer - nicht alle merken das heute schon. Denn es breiten sich dichte Wolken mit Regen von Westen her weiter aus und erreichen bis zum Abend ungefähr eine Linie Schleswig-Holstein – Oberrhein. Sonst verläuft der Tag meist trocken und vor allem von den Alpen bis zur Ostsee scheint häufig die Sonne. Hier sowie am Oberrhein wird es zudem oft nochmal sommerlich warm mit 23 bis 26 Grad. Unter den Regenwolken sind es meist zwischen 20 und 24 Grad.
Wetterlage: Tiefdruck hier, Hochdruck dort

Tief Ulrich vermasselt so ein bisschen das Sonntagswetter in Deutschland. Unbeeindruckt bleibt davon aber die Osthälfte, die von einer Hochdruckbrücke, die sich von Italien bis nach Skandinavien erstreckt, profitiert. Hier bleiben die Wolken fern und es bleibt trocken.
(mit dpa)