175 Kreise gelten als FSME-Risikogebiete

Gefahr vor Zecken: RKI weist mehr Zeckenrisikogebiete in Deutschland aus

Das Risiko an durch Zecken übertragene Hirnhautentzündungen zu erkranken, ist deutschlandweit erneut angestiegen. Nach aktuellen Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind in diesem Jahr sechs neue Risikogebiete für die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) hinzugekommen.

Erstmals auch ein Risikogebiet in NRW

In Deutschland besteht ein Risiko für eine FSME-Infektion vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen, im südöstlichen Thüringen und in Sachsen. Einzelne Risikogebiete befinden sich zudem in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Niedersachsen. Nun sind sechs neue Risikogebiete dazu gekommen, von denen vier an bekannte Risikogebiete grenzen.

Erstmalig sind in Brandenburg drei Kreise Risikogebiet (LK Oberspreewald-Lausitz, LK Oder-Spree und LK Spree-Neiße). Auch in Nordrhein-Westfalen wird der Stadtkreis Solingen als Risikogebiet ausgewiesen und in Sachsen kommen zwei Kreise hinzu (SK Chemnitz und LK Görlitz). Somit sind aktuell 175 Kreise in Deutschland FSME-Risikogebiete. Das sind knapp 44 Prozent aller Landkreise und kreisfreier Städte in Deutschland.

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Zecken-Impfung wird empfohlen

Im Jahr 2021 wurden laut RKI insgesamt 390 FSME-Erkrankungen gemeldet. Das waren 45 Prozent weniger als 2020, als es mit 712 Erkrankungen einen Rekordwert gegeben hatte. Drei Menschen starben im vergangenen Jahr an einer FSME-Erkrankung.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine FSME-Impfung für Personen, die in FSME-Risikogebieten leben, arbeiten oder Urlaub machen. Auch in Risikogebieten sind die Impfquoten weiterhin auf niedrigem Niveau, insbesondere bei Personen im Alter über 60 Jahren, bei denen das Risiko einer schweren Erkrankung deutlich erhöht ist.

Was ist die Krankheit FSME?

FSME ist eine durch Viren hervorgerufene Gehirn-, Hirnhaut- oder Rückenmarkentzündung, die durch Zecken übertragen wird. Jeder Dritte erkrankt nach einem Zeckenstich, nach dem grippeähnliche Symptome auftreten können. Meist verschwinden diese wieder nach ein paar Tagen. Bei jedem Zehnten kommt es allerdings zu einer schwerwiegenden Entzündung. Das Risiko einer Erkrankung steigt vor allem bei über 40-Jährigen deutlich an.

Wo kommen Zecken besonders häufig vor?

Zecken lauern nicht nur in Wäldern und auf Wiesen auf Wirte. Auch Gärten sind Zeckengebiet, selbst wenn diese mehrere hundert Meter vom Wald entfernt liegen. Übertragungen sind ebenso durch den Verzehr von Rohmilchprodukten möglich, aber selten.

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(oha)