Was jetzt, Frühling oder Winter?

Trends machen die Grätsche - Weichenstellung naht

von Carlo Pfaff & Henning Liss

Was wäre uns lieber: Ein „weiter so“ in Richtung Frühling, oder einen Schritt zurück zu Kälte und Schnee im Flachland? Beides kann in der nächsten Woche passieren – Meteorologen halten beide Varianten für möglich. Wer sich schon darauf freut, den Heizregler ein bisschen zuzudrehen, könnte herbe enttäuscht werden.

Ungewöhnlich: Die Wetteraussichten für nächste Woche sind extrem ungewiss

Normalerweise können wir für den Zeitraum für eine Woche mindestens einen grundsätzlichen Trend vorhersagen. Wir können natürlich immer um ein paar Grad daneben liegen, Regenfälle und Gewitter können ein bisschen anders verlaufen als gedacht – aber wohin die Reise grundsätzlich geht, kann man in der Regel doch recht verlässlich sagen. Doch die Prognose für die nächste Woche ist ungewöhnlich schwierig:

  • Es könnte entweder mild bleiben in Deutschland, oder deutlich kälter werden mit Chancen auf Schnee.
  • Ein Mittelweg aus beiden Varianten ist ebenfalls möglich, aber nicht unbedingt wahrscheinlich.

Winterwetter mit Schnee oder Frühlingstemperaturen?

Meteorologen schauen nicht nur zum Himmel, sondern vor allem auf ihre Computerbildschirme. Sie analysieren die Berechnungen von Wettercomputern und leiten daraus ihre Vorhersagen ab. Doch diesmal gibt es ein Problem. Die Berechnungen dieser Prognose-Computersysteme, die wir Modelle nennen, kommen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen:

  • Das Europäische Modell sieht einen Kaltluftausbruch, der über die Britischen Inseln Richtung Biscaya und Iberische Halbinsel erfolgen würde. Mitteleuropa würde dagegen in eine sehr milde Südströmung gelangen, die für frühlingshafte Temperaturen bei uns sorgen würde.

  • Völlig anders verläuft die Entwicklung nach dem Amerikanischen Modell: Da könnte ein Tief über Skandinavien mit einer kräftigen Nordströmung feuchtkalte Polarluft direkt nach Deutschland schicken und die Schneefallgrenze würde bis in tiefe Lagen sinken.

Fazit: Wer beim Heizen sparen will, sollte die Wetterberichte verfolgen

Frühling oder Spätwinter: So könnte das Fazit einer Langfristprognose aussehen. Denn für längere Zeiträume sind solche Spannweiten in den Prognosen normal. Doch in diesem Fall geht es um die nächste Woche, und wir können nichts konkretes sagen – zumindest nicht für die zweite Wochenhälfte. In unserem Video oben können Sie sehen, wie Meteorologe Paul Heger sich abmüht, die schwierige Prognose zu erklären. Klar ist nur, dass es spannend wird. Bevor Sie die Heizung allzu leichtfertig runter regeln, könnte sich ein Blick auf unsere nächsten Wetterberichte oder unsere App lohnen. In den kommenden Tagen werden die Prognosen vermutlich klarer.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemen haben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legenkönnen wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

Damit Sie auch unterwegs kein Wetter mehr verpassen, empfehlen wir unsere wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte.

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(cli, apf)