Nordsee, Alpen und Mittelmeer
Pfingsten und Fronleichnam: Wo habe ich für die Mai-Feiertage gutes Reisewetter?
Der Mai ist dieses Jahr voller Feiertage: Da bietet sich ein langes Wochenende für einen Kurztrip an. Wie wird es denn über Pfingsten und Fronleichnam in den Bergen, an der Nordsee und am Mittelmeer? Wir sagen, wie die Prognosen stehen und wo die Sonne derzeit regiert.
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So wird das Wetter an Pfingsten

Pfingsten ist nur noch wenige Tage hin, dennoch gestaltet sich eine zuverlässige Prognose derzeit schwierig, da wir dann in einer gewittrigen Lage stecken. Mitte der Woche kommt aus Frankreich ein Gewittertief rein, das uns Pfingsten in eine eher wechselhafte Wetterlage schickt. Das sieht unsere aktuelle Monatsprognose für den Mai leider ganz genau so. Besonders im Alpenraum kann es dann ordentlich krachen. Für Freitag und das lange Wochenende erwarten wir einen Mix aus Sonne und teils gewittrigen Regenschauern.
Am besten kommen die Küsten weg, hier gibt es mehr Sonne und nur selten Schauer. In den Alpen besteht ein höheres Risiko von Gewittern und Unwettern. Immerhin bleibt es warm – die Höchstwerte erreichen 17 bis 23 Grad. Für Pfingsten 2024 in Deutschland empfehlen wir also eher den Norden als die Alpen.
Also doch ins Ausland über Pfingsten?

In Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern sind Pfingstferien. Da geht es auch mal gerne etwas länger weg – und dann lohnt es sich auch, ans Mittelmeer zu fahren. Auf jeden Fall eher als zum Beispiel nach Holland ans Meer. Da ist über Pfingsten sehr wechselhaftes Wetter prognostiziert und sonderlich warm wird es auch nicht.
Für Barcelona sieht es schon ziemlich gut aus. Ab dem Wochenende ist es sonnig und angenehm warm, nicht zu heiß, eigentlich ideal. Ähnlich sieht es auch für den östlichen Mittelmeerraum aus. An Pfingsten selbst ist noch etwas labile Luft unterwegs und es kann mal schauern oder gewittern, aber in den Tagen nach Pfingsten wird es dann immer schöner und stabiler. Allerdings bleiben die Temperaturen eher bei 20 bis 24 Grad hängen. Das ist nett, aber für ein Bad im noch recht kühlen Meer durchaus anspruchsvoll.
Und wie sieht es Fronleichnam aus?

Und wie endet der Mai? Schließlich wartet mit Fronleichnam ein letztes Highlight auf uns, zumindest in den tendenziell katholischen Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Für Deutschland sieht es derzeit gut aus, wie ja auch schon aus unserer Mai-Prognose weiter oben hervorgeht. Das Wetter scheint sich zu stabilisieren, die brodelige Gewitterluft weicht einer etwas trockeneren Luft, die sich fast schon nach Sommer anfühlt.
Von den naheliegenden Zielen sollte die deutsche Küste eine gute Wahl sein, wie unser Beispiel Norderney zeigt. Zumindest der Mai ist gnädig, meist trocken und kommt mit angenehmen Temperaturen daher. Der Juni allerdings wird dann wieder feuchter und Schauer spielen zunehmend eine Rolle. So richtig stabil kriegen wir es also auch im offiziell ersten Sommermonat nicht hin.
Wetter an Pfingsten: Lauwarme Gewitterluft macht Küsten zum Sonnensieger
Im Alpenraum bleibt der Regen dominant

Zeeland als Beispiel für unsere Holland-Freunde ist beim Wetter so ein Mittelding. Die Region im Süden der Niederlande mit den Touristenzentren Renesse, Middelburg, Domburg und Cadzand ist ja besonders bei den Menschen aus NRW beliebt. Die kommenden Tage sind dort reichlich unterkühlt und immer wieder nass. Nach Pfingsten wird es trockener, aber nicht wärmer. Rund um Fronleichnam wird es dann wohl wärmer, aber nicht stabil schön. Es ist an der See halt wie es ist. Der Wetterwechsel ist ein steter Begleiter.
Und die deutschen Alpen? Da sieht es wirklich richtig nass aus, wie unsere Prognose eindrucksvoll belegt. Das muss aber nicht heißen, dass es dort Dauerregen gibt. Einzelne Gewitter können eben große Regenmengen bringen. Es besteht also trotzdem die Chance auf 9 oder 10 Stunden Sonne vor dem Gewitter. Und in den Alpen sollte man ja ohnehin auf Wetterwechsel eingestellt sein.
Fazit: Den stabilen Sommer finden wir derzeit in Deutschland nicht dauerhaft – am Mittelmeer schon eher, zumindest Richtung Iberische Halbinsel.
Vorsicht bei der Langfrist
Langfristberechnungen sind mit entsprechender Vorsicht zu genießen. Denn mit den Computertrends über fünf bis zehn Tage im Voraus oder gar mit Blick auf ganze Monate oder Jahreszeiten hinaus verlassen wir die klassischen Wetterprognosen und wechseln in den experimentellen Bereich. Das sind eigentlich eher Hilfsmittel, die unter anderem der Energiewirtschaft dienen können.
(osc)