Bis 100 Liter pro Quadratmeter

Tiefdruckschelle - so viel Regen fällt jetzt in Deutschland

von Bjorn Alexander und Carlo Pfaff

Nach dem Dürre-Sommer will der Regen-September es anders machen. Mit Tief QUEENIE naht der nächste Regen-Reigen. Zum Teil fällt der komplette Monatsniederschlag binnen zwei Tagen.

Oben im Video: Wetter- und Wolkenfilm zeigt die Regenwolken über Deutschland

Die Ausgangslage: Skandinavientief QUEENIE übernimmt

Auf der Vorderseite von ex-Hurrikan DANIELLE weht nochmals warme Sommerluft mit Spitzen bis knapp 30 Grad nach Deutschland. Gleichzeitig bringt sich Tief QUEENIE über Skandinavien in Position. Eine Lage, die es in sich hat. Denn die Wetterfront von QUEENIE schleift mit kühlerer Luft aus Norden genau über Deutschland und trifft auf das letzte Aufbäumen des Sommers. Reichlich Regen und teils unwetterartige Gewitter sind die Folge.

Welche Gefahren drohen Deutschland jetzt?

Wetter.de-Meteorologe Carlo Pfaff blickt insbesondere auf die möglichen Regenmengen: „Vor allem in der Mitte und im Süden Deutschlands sind mit der schleifenden Fronten- und Tiefdruckkette zum Teil Regenmengen von 20 bis 50 Liter pro Quadratmeter möglich. In Kombination mit Gewittern sogar noch mehr. Selbst Regenmengen bis zu 100 Liter pro Quadratmeter tauchen in den Berechnungen der verschiedenen Wettercomputer auf.” Das gelte am Mittwoch und Donnerstag - also „innerhalb von nur zwei Tagen, an denen teilweise mehr als ein Monatsniederschlag runter kommen kann”.

Immer aktuell: Regenradar für Deutschland

Hagel und Sturmböen sind ebenfalls nicht auszuschließen

Gewittergefahr - Prognose für Donnerstag, 15. September 2022
Blitz und Donner treffen am Donnerstag bevorzugt den Süden

Auch wenn Pfaff den mitunter ergiebigen und intensiven Starkregen als Hauptgefahr ausmacht, so sieht es ebenso noch andere Gefahren: „Hagel und Sturmböen sind bei dieser Gemengelage auch nicht auszuschließen. Das gilt bevorzugt im Süden, wo sich die Reste der Sommerluft noch am längsten halten.”

Regenklatsche bringt uns den Herbst

Der intensive Regen beendet die letzten Zuckungen des Sommers und bringt uns in den Herbst, was unser Wetterexperte so zusammenfasst: „Freitag ereilt uns dann ein richtiger Kaltlufteinbruch. Am Wochenende mit Höchstwerten kaum noch über 15 Grad. Nachts erwarten uns 6 bis 10, im höheren Bergland um 4 Grad - mit der Gefahr von Bodenfrost.”

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Das Bild zeigt den RTL- und wetter.de-Meteorologen Carlo Pfaff in seiner Heimatstadt Innsbruck
RTL- und wetter.de-Meteorologe Carlo Pfaff

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(bal, apf)