Starkregen und Sturmböen im Focus

Gewitter- und Unwetter-Fahrplan für Deutschland bis zum Wochenende

von Carlo Pfaff und Oliver Hantke

Jetzt ist endgültig Schluss mit Sommer. In den nächsten Tagen präsentiert sich der Herbst von seiner schmuddeligen und ungemütlichen Art. Dauerregen gepaart mit kräftigen Gewittern samt Hagel und Sturmböen sorgen für Unwettergefahr. Hier der Fahrplan bis zum Wochenende:

Oben im Video: Der Wetter- und Wolkenfilm zeigt die Regenwolken über Deutschland

Die Wetterlage: Skandinavientief QUEENIE bringt Regen, Gewitter und Wind

Ein Randtief des Skandinavienhochs QUEENIE liegt mit seinem Frontensystem direkt über der Mitte Deutschlands und sorgt für unbeständiges Wetter, nur der Norden bleibt davon verschont. Am Donnerstag verlagert sich die Kaltfront mit den Schauern und Gewittern in den Süden, auch im Rest des Landes ist es unter Tiefdruckeinfluss wechselhaft. Zudem gehen mit westlicher bis nordwestlicher Strömung die Temperaturen deutlich zurück und ab Freitag verstärkt sich der Wind weiter.

Donnerstag: Starkregen und Gewitter im Süden

Die Grafik zeigt die Gewittergefahr für Donnerstag, 15. September 2022
Blitz und Donner treffen am Donnerstag vor allem den Süden

Im Norden ist von der extremen Wetterlage nichts zu spüren. Zwar ist es auch hier leicht wechselhaft und kühl, aber nur an der Küste ist es schon etwas windiger. Je weiter man aber nach Süden vorankommt, umso nasser, schwüler und gewittriger wird es. Dazu wetter.de-Meterologe Carlo Pfaff: „In der Nacht zu Donnerstag zieht der Dauerregen über die Mitte immer mehr in den Süden. Dabei kann es richtig schütten inklusive Hagel und Sturmböen. Örtlich besteht Unwettergfahr! Am Donnerstag ziehen sich die kräftigsten Schauer allmählich Richtung Alpen zurück.” In Summe seien bei diesem Wetterumschwung in der Mitte und im Süden verbreitet 20 bis 50, vereinzelt sogar bis an die 100 Liter Regen pro Quadratmeter möglich.

Hier geht es zur aktuellen Gewitterkarte

Freitag: Kaltes Herbstfeeling

Die Grafik zeigt die Niederschlage am Freitag, 16.09.2022
Ein Regenband zieht ab, ein neues Schauerband zieht rein.

Am Freitag nimmt die Gewittergefahr zwar etwas ab, aber es bleibt ungemütlich mit viel Regen, Kälte und immer mehr Wind. Wetterexperte Pfaff mit seiner Prognose: „Freitag wird es nicht nur kalt, sondern es erwartet uns richtiges Herbstfeeling mit kräftigen Schauern und stürmischen Böen, die alles noch viel kälter anfühlen lassen.” Im Osten bleibt es wohl mal am ehesten längere Zeit trocken.

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Samstag: Die Gewittertätigkeit lebt wieder auf

Die Grafik zeigt die Gewittergefahr für Samstag, 17. September 2022
Am Samstag gibt es wieder mehr Gewitter über ganz Deutschland verteilt

Am Samstag kommen wieder mehr Blitz und Donner mit ins Spiel. Und auch die Schauer werden wieder heftiger. Dazu weht ein böiger Wind, der zum Teil auch stürmisch daher kommt. „Das Wochenende bleibt einfach nur ungemütlich und sehr herbstlich und so kalt wie seit Monaten nicht mehr“, ergänzt Pfaff.

Sonntag: Es schüttet und brodelt weiter in der Atmosphäre

Die Grafik zeigt den Niederschlag für Sonntag, 18.09.2022
Auch am Sonntag kommen wir nicht trocken durch den Tag. Ganz im Gegenteil.

Der Sonntag bringt dann meist noch keine Entspannung. Die größte Gewittergefahr besteht noch östlich einer Linie vom Emsland bis zum Bayerischen Wald. Dazu fällt auch immer wieder zum Teil kräftiger Niederschlag. Etwas Ruhe bahnt sich dann vielleicht im äußersten Südwesten an. Aber es ist überall sehr kühl mit nur noch 10 bis 15 Grad, im Bergland sogar nur einstellige Werte. „In den höheren Mittelgebirgen wir auf dem Fichtelberg oder auf dem Brocken im Harz kann es auch die ersten Flocken oder Schneeregen geben“, meint Pfaff.

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Das Bild zeigt den RTL- und wetter.de-Meteorologen Carlo Pfaff in seiner Heimatstadt Innsbruck
RTL- und wetter.de-Meteorologe Carlo Pfaff

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(oha, apf)