Nur im Süden ausreichend Sonne

Super grauer Jahresstart: Der Januar war viel zu trist - Sonne, wo bist du?

von Oliver Scheel

Gefühlt gibt es in diesem Winter nur ein Wetter: Graue, trübe Hochnebel-Suppe. Kein Schnee im Flachland, keine winterlichen Temperaturen und vor allem keine Sonne. Aber stimmt das denn eigentlich? ist der Januar nicht vielleicht immer so grau? Nein, ist er nicht. Im Jahr 2022 schien die Sonne vor allem in der Mitte viel zu wenig durch die Wolken. Manche Orte schafften gerade einmal ein Viertel der üblichen Sonnenstunden. Zu allem Überfluss waren der November und Dezember auch schon zu grau. Aber es gibt Hoffnung.

Wie wird das Wetter in der nächsten Woche? Unser 7-Tage-Trend

Manche Orte bekamen nur 25 Prozent der ohnehin zurückhaltenden Januarsonne ab

14.01.2022, Belgien, Ghent: Zwei Personen spazieren in einem Innenhof, während sich Nebel vor der Abtei Saint-Pierre bildet. Foto: Virginia Mayo/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Nebel in Belgien

Im Januar schien in Bad Lippspringe laut der aktuellen Auswertungen des Meteorologen Bernd Hussing nur 13,1 Stunden die Sonne. Das sind nur 25 Prozent der üblichen Sonnenausbeute von gut 52 Stunden. 13 Stunden Sonne in 27 Tagen bedeuten im Schnitt nur 30 Minuten am Tag. Das ist bitter. Kaum besser sieht es für die Mitte, den gesamten Westen, aber auch den Südosten aus.

Halbwegs genug Sonne gab es im Januar lediglich an den Küsten und ganz unten an und in den Bergen. Zwischen Freiburg und Zugspitze ist alles gut, da hatten die Menschen genug Möglichkeiten, einen Spaziergang in der Sonne zu unternehmen. Insgesamt liegen wir bundesweit wenige Tage vor Ende des ersten Monats im Jahr etwa bei 66 Prozent der üblichen Sonne.

So sonnig wird es heute bei Ihnen: Unsere Sonnenstunden-Karte

November und Dezember auch grau - aber die Tage werden länger

DE Sonnenscheindauer 30 01 2022
DE Sonnenscheindauer 30 01 2022

Das ist besonders vor dem Hintergrund bitter, dass der November und Dezember schon sehr sonnenarm waren. Vor allem der November hatte es in sich, der brachte im Mittel nur 44 Stunden Sonne (etwa 75 Prozent des üblichen Sonnenscheins). Damals verteilte sich die wenige Sonne immerhin recht gleichmäßig, während es im Januar eindeutige Sieger und krachende Verlierer in Sachen Sonne gibt. Wie jetzt im Januar litt die Mitte auch im Dezember. Während Küste und Berge ganz ordentlich Sonne bekamen, gab es in Münster im gesamten Dezember nur 22 Stunden Sonne. Das geht aufs Gemüt.

Die Hoffnung besteht vor allem darin, dass die Tage derzeit wieder länger werden. Jeden Tag nimmt die Länge des Tages um 3 bis 5 Minuten zu. Ein Beispiel aus der ungefähren Mitte Deutschlands: Fulda. Sonnenaufgang ist heute (Donnerstag, 27.01.) um 8.03 Uhr, Sonnenuntergang um 17.04 Uhr, macht 9 Stunden, 1 Minute Tageslänge. Blicken wir nun einfach mal 14 Tage in die Zukunft, dann sieht das freudige Ereignis so aus: Sonnenaufgang um 7.41 Uhr, Sonnenuntergang um 17.29 Uhr, das heißt der Tag ist 9 Stunden und 47 Minuten lang. Na also.

Ach, und noch ein kleiner Hoffnungsschimmer: Am Sonntag könnte es verbreitet mal ein paar Stunden Sonne geben. Also bitte nutzen und unbedingt einen Ausflug in die Sonne planen.

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(osc)