Erste Hilfe im Urlaub
Sonnenbrand noch am Strand lindern - mit diesen drei SOS-Tipps

Autsch, das tut weh! Einmal zu lange in der Sonne gelegen oder den Sonnenschutz nicht rechtzeitig erneuert und schon spannt die Haut an Schultern und Rücken. Wenn der Urlaub gerade erst begonnen hat, ist das doppelt nervig. Doch keine Sorge: Mit unseren drei SOS-Tipps könnt ihr noch am Strand eure Beschwerden lindern.
Woran erkenne ich einen Sonnenbrand überhaupt?
Bei einem Sonnenbrand – der Namen deutet es bereits an – verbrennt unsere Haut. Um das zu verhindern, sollten wir uns gerade in sonnenreichen Gebieten regelmäßig mit Sonnencreme eincremen, einen Hut tragen oder uns im Schatten aufhalten.
Wenn wir das Wetter jedoch unterschätzen oder die Sonnencreme doch mal vergessen, schädigt die UV-Strahlung der Sonne unsere Haut. Die Techniker Krankenkasse (TK) nennt folgende Symptome, an denen ihr einen Sonnenbrand erkennen könnt:
- gerötete Hautstellen
- heiße Hautstelle
- spannende Haut
- leicht geschwollene Haut
- die Haut juckt und brennt
- es können sich Bläschen bilden; später schält sich die Haut
Im schlimmsten Fall können nach einem Sonnenbrand auch Narben zurückbleiben. Umso wichtiger, dass ihr sofort handelt und erste Hilfe bei eurer Haut leistet, wenn eine der Beschwerden bei euch auftreten.
Tipp 1: Aus der Sonne gehen
Es klingt zu einfach, um wahr zu sein: Wenn ihr eine der obigen Symptome bemerkt, solltet ihr umgehend aus der Sonne raus. „Ab in den Schatten!“, heißt es auch deutlich bei der Stiftung Gesundheitswesen.
Bevor der Sonnenbrand nicht vollständig verheilt ist, solltet ihr jegliche Sonneneinstrahlung vermeiden. Das heißt zwar nicht, dass ihr euch im Urlaub im Hotelzimmer einsperren sollt, aber versucht bei euren Ausflügen so viel wie möglich im Schatten zu bleiben und einen Hut zu tragen.
Im Video: Schützt diese App wirklich vor einem Sonnenbrand?
Tipp 2: Nasses Handtuch über die Schultern legen
Wenn ihr in den Schatten geflüchtet seid, heißt es kühlen. Da man am Strand meist keine Kühlakkus zur Hand hat, könnt ihr euer T-Shirt oder Handtuch benutzen. Einfach nass machen und über die geröteten Hautstellen legen. Laut der AOK sei kühles, aber nicht eiskaltes Leitungswasser am besten. Wichtig: Das Wasser sollte sauber sein, damit keine Keime in euren Körper gelangen.
Alternativ könnt ihr am Strandkiosk oder der Bar auch nach ein paar Eiswürfeln fragen und die in euer Handtuch wickeln. Eiswürfel aber nie direkt auf den Sonnenbrand legen. Der Kälteschock reizt die Haut noch mehr und kann sogar zu Erfrierungen führen.
Seid ehrlich: Achtet ihr auf ausreichenden Sonnenschutz im Urlaub?
Tipp 3: Kühlende Lebensmittel im nächsten Supermarkt einkaufen
Wer gut vorbereitet an den Strand fährt, hat schon eine kleine Tube After-Sun-Lotion dabei und kann davon etwas auf den Sonnenbrand gebe. Wenn nicht: Keine Sorge, die rettende Kühlung ist nicht weit und wartet im nächstgelegenen Supermarkt.
Während ihr euch euren Sonnenbrand im Schatten kühlt, kann dort jemand aus eurer Familie oder von euren Freunden ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Rohe Kartoffeln, Honig oder auch Quark und Joghurt kühlen nicht nur eure Haut, sie lindern auch das Brennen und den Juckreiz.
Beim Honig solltet ihr laut der AOK jedoch darauf achten, hochwertigen, wenn möglich medizinischen Honig zu kaufen, weil der steril ist und keine Keime enthält, die durch die kaputte Haut in euren Körper eindringen können.
Gleiches gilt für Milchprodukte. Ist euer Sonnenbrand so schlimm, dass eure Haut offen und blutig ist, verzichtet auf Quark und Joghurt. Die Milchsäurebakterien können eure Haut weiter reizen.
Ansonsten heißt es: Viel, viel, viel trinken. Euer Körper braucht jetzt nämlich Flüssigkeit, um die Verbrennungen zu heilen. Sollte euer Sonnenbrand nicht besser werden und ihr zudem Symptome wie Übelkeit oder Schwindel entwickeln, die auf einen Sonnenstich hindeuten, sofort zum Arzt! (jbü)