Mittwoch fällt komplett ins Wasser
Darum freut uns die 50-Liter-Regen-Klatsche im Norden
Den Winter wünschen sich viele anders: Schnee oder Sonne statt Regen wären fein. Aber es sieht anders aus. Besonders der Norden bekommt jetzt wieder eine saftige Ladung Niederschlag ab. Aber das ist gar kein Grund, um niedergeschlagen zu sein. Im Gegenteil. Es gibt immer noch einige Regionen in Deutschland, die unter Wassermangel leiden.
Im Video: Der Regen- und Wolkenfilm für die kommenden 48 Stunden
Bis 50 Liter Regen an einem Tag

Die Aussichten hören sich erstmal ungünstig an. Nach einem mal ruhigeren und trockenen Dienstag ziehen mit dem Frontensystem von Tief AXEL schon in der Nacht im Nordwesten neue Regenwolken auf und der Wind frischt erneut stark auf. Die Niederschläge treffen am Mittwoch fast das ganze Land, aber im Norden fällt zunächst kräftiger Dauerregen. Innerhalb von 24 Stunden können 15 bis 25 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen. Manche Modelle berechnen sogar 30 bis 50 Liter pro Quadratmeter. Später mischen sich wie in den anderen Regionen immerhin mal trockene Pausen zwischen weitere Regenschauer. Nur an den Alpen ist es freundlich.
Immer wieder Regen - auch am Wochenende
Der Donnerstag geht in ganz Deutschland nicht trocken über die Bühne und am Freitag stellt sich im Norden wieder Dauerregen ein, der aber nicht ganz so ergiebig ausfällt. Auch das Wochenende wird oft nass, nur im Süden bleibt es meist trocken.
Was gibt es außer Regen? Nachlesen im 7-Tage-Wettertrend
Dürre in Deutschland - auch jetzt

Es sollte dem Norden mehr als recht sein, dass es so viel regnet. Die gesamte Nordhälfte Deutschlands hat immer noch einiges der Dürre der letzten Jahre wettzumachen. Auch das vergangene Jahr 2022 war wenig hilfreich, Wasserreserven aufzufüllen. In Hessen beispielsweise waren die vergangenen zwölf Monate mit 655 Litern pro Quadratmeter statt dem Durchschnitt von 793 Litern pro Quadratmeter deutlich zu trocken. In Niedersachsen fielen 635 Liter pro Quadratmeter, 746 Liter pro Quadratmeter sind das Soll. In Nordrhein-Westfalen fiel ein Jahresniederschlag von 737 Litern pro Quadratmeter, 875 hätten es sein müssen, um wenigstens den Schnitt zu bedienen..
Gefrierender Regen zum Schluss des Winter-Gastspiels

So zeigen die Karten des UFZ-Dürremonitors (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) es auch deutlich. In einer Tiefe von 1,8 Metern ist im Norden wenig von den letzten Niederschlägen angekommen. Es herrscht weiterhin außergewöhnliche Dürre. Besser sieht es im Oberboden bis zu einer Tiefe von 25 Zentimetern aus. Der Süden hat längst nicht die drastischen Probleme wie der Norden in Sachen Trockenheit.
Fazit: Über Regen einfach mal freuen
Klar, es ist hart. Die wenigen Stunden mit Tageslicht sind auch noch verregnet. Das ist nicht gerade gut für die Stimmung. Da müssen wir durch. Versuchen wir also das Positive zu sehen und freuen uns mit der Natur und der Landwirtschaft über Regennachschub und sich füllende Wasserspeicher. Trockenheit wird schon noch früh genug wieder zum Thema.
Wetter im Blick: Deutschland, Europa und weltweit
Unsere Wettertrends und Themenseiten
Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemen haben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legenkönnen wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.
Damit Sie auch unterwegs kein Wetter mehr verpassen, empfehlen wir unsere wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte.
Wüstenstaat Deutschland - Die Doku im Online Stream auf RTL+
(ctr ,ppa)



