Mittwoch fällt komplett ins Wasser

Darum freut uns die 50-Liter-Regen-Klatsche im Norden

von Claudia Träger

Den Winter wünschen sich viele anders: Schnee oder Sonne statt Regen wären fein. Aber es sieht anders aus. Besonders der Norden bekommt jetzt wieder eine saftige Ladung Niederschlag ab. Aber das ist gar kein Grund, um niedergeschlagen zu sein. Im Gegenteil. Es gibt immer noch einige Regionen in Deutschland, die unter Wassermangel leiden.
Im Video: Der Regen- und Wolkenfilm für die kommenden 48 Stunden

Bis 50 Liter Regen an einem Tag

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Niederschlagssummen innerhalb von 24 Stunden für Mittwoch, 18 Uhr. Nur der Süden bleibt trocken. Den Norden erwischt Tief AXEL dagegen mit voller Wucht.

Die Aussichten hören sich erstmal ungünstig an. Nach einem mal ruhigeren und trockenen Dienstag ziehen mit dem Frontensystem von Tief AXEL schon in der Nacht im Nordwesten neue Regenwolken auf und der Wind frischt erneut stark auf. Die Niederschläge treffen am Mittwoch fast das ganze Land, aber im Norden fällt zunächst kräftiger Dauerregen. Innerhalb von 24 Stunden können 15 bis 25 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen. Manche Modelle berechnen sogar 30 bis 50 Liter pro Quadratmeter. Später mischen sich wie in den anderen Regionen immerhin mal trockene Pausen zwischen weitere Regenschauer. Nur an den Alpen ist es freundlich.

Immer wieder Regen - auch am Wochenende

Der Donnerstag geht in ganz Deutschland nicht trocken über die Bühne und am Freitag stellt sich im Norden wieder Dauerregen ein, der aber nicht ganz so ergiebig ausfällt. Auch das Wochenende wird oft nass, nur im Süden bleibt es meist trocken.

Was gibt es außer Regen? Nachlesen im 7-Tage-Wettertrend

Dürre in Deutschland - auch jetzt

Wanderer gehen im Nationalpark Harz an abgestorbenen Fichten vorbei. Die Nadelbäume vielen dem Borkenkäfer zum Opfer. Bei warmer Witterung mit wenig Regen kann sich der Borkenkäfer stark ausbreiten. Die Larven nisten unter der Rinde wodurch kranke und geschwächte Bäume absterben. Im Kerngebiet des Nationalparks wird der Schädling nicht bekämpft sondern der Wald wird weitestgehend sich selbst überlassen. Dadurch soll wird natürliche Kreislauf der Natur nicht unterbrochen werden denn der Borkenkäfer stirbt im Totholz von selbst ab, der Wald allerdings wächst von neuem mit gesunden und jungen Bäumen nach.
Nationalpark Harz: Wenn die Bäume wegen Dürre geschwächt sind, hat der Borkenkäfer leichtes Spiel und ist ihr Tod.

Es sollte dem Norden mehr als recht sein, dass es so viel regnet. Die gesamte Nordhälfte Deutschlands hat immer noch einiges der Dürre der letzten Jahre wettzumachen. Auch das vergangene Jahr 2022 war wenig hilfreich, Wasserreserven aufzufüllen. In Hessen beispielsweise waren die vergangenen zwölf Monate mit 655 Litern pro Quadratmeter statt dem Durchschnitt von 793 Litern pro Quadratmeter deutlich zu trocken. In Niedersachsen fielen 635 Liter pro Quadratmeter, 746 Liter pro Quadratmeter sind das Soll. In Nordrhein-Westfalen fiel ein Jahresniederschlag von 737 Litern pro Quadratmeter, 875 hätten es sein müssen, um wenigstens den Schnitt zu bedienen..

Gefrierender Regen zum Schluss des Winter-Gastspiels

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Vom Niederrhein bis nach Rügen: Die Böden sind außergewöhnlich trocken.

So zeigen die Karten des UFZ-Dürremonitors (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) es auch deutlich. In einer Tiefe von 1,8 Metern ist im Norden wenig von den letzten Niederschlägen angekommen. Es herrscht weiterhin außergewöhnliche Dürre. Besser sieht es im Oberboden bis zu einer Tiefe von 25 Zentimetern aus. Der Süden hat längst nicht die drastischen Probleme wie der Norden in Sachen Trockenheit.

Fazit: Über Regen einfach mal freuen

Klar, es ist hart. Die wenigen Stunden mit Tageslicht sind auch noch verregnet. Das ist nicht gerade gut für die Stimmung. Da müssen wir durch. Versuchen wir also das Positive zu sehen und freuen uns mit der Natur und der Landwirtschaft über Regennachschub und sich füllende Wasserspeicher. Trockenheit wird schon noch früh genug wieder zum Thema.

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