Wieso kann man Regen eigentlich riechen?

Phänomen Regengeruch

von Janique Johnson

Roberto Pfeil
Regentropfen liegen auf Blättern einer Pflanze. Foto: Roberto Pfeil/dpa/Archivbild

Der Duft des Regens liegt in der Luft. Viele kennen dieses Aroma an verregneten Tagen oder nach einem Schauer, aber wie kann das sein? Wasser ist doch eigentlich geruchslos. Woher kommt also diese spezielle, nasse Duftnote? Und wonach riecht Regen eigentlich genau?

Was riechen wir im Regen?

Regentropfen hängen am 20.11.2013 an einem Ast vor dem der Brandenburger Landtag in Potsdam (Brandenburg). Der Brandenburger Landtag tagt von Mittwoch bis Freitag zum letzen Mal auf dem Brauhausberg. Im neuen Jahr diskutieren die Abgeordneten im wiederaufgebauten Stadtschloss. Die Eröffnung ist nach dem Umzug für Mitte Januar geplant. Gut 20 Jahre saßen die Parlamentarier in der früheren SED-Bezirksleitung. Die Umzugskisten sollen zwischen dem 13. bis 17. Dezember in das neue Domizil gebracht werden. Foto: Patrick Pleul
Regentropfen hängen an einem Ast.

Es gibt tatsächlich einen Namen für den Geruch von Regen: Petrichor. Der erste Teil dieses altgriechischen Begriffs bedeutet übersetzt etwa „Stein“ und der zweite Teil „Blut der Götter.“ 1964 wurde dieses Wort von australischen Forschern entwickelt, um den Geruch zu beschreiben der entsteht, wenn Regentropfen auf die trockene Erde prasseln.

Die Hauptbestandteile vom Regenaroma sind: Geosmin, ein Alkohol der von Bakterien im Boden produziert wird, ein gelbes Öl, das Pflanzen freisetzen und Ozon. Letzteres entsteht durch Gewitterblitze.

Wie kann der Duft des Regens entstehen?

mineralwasser sprudel wasser glas
Mineralwasser mit Sprudel im Glas

Forscher aus den USA glauben eine Antwort darauf gefunden zu haben, warum Regen riecht und warum jeder Regen anders riecht. Mit einem Experiment, bei dem Regentropfen in Zeitlupe gefilmt wurden. Die Aufnahmen zeigen, was passiert, wenn Regentropfen auf den Erdboden prasseln und sollen beweisen wie Petrichor entsteht.

Beim Experiment ließen die Forscher Wasser in verschiedenen Geschwindigkeiten auf 28 verschiedene Bodenarten tropfen und stellten fest, dass der Aufprall des Regens Blasen erzeugt. In einigen davon sammeln sich kleinste Partikel aus dem Boden, welche das Erdaroma enthalten. Das Ganze kann man sich ähnlich wie bei Sprudelgetränken vorstellen, bei denen sich das Aroma durch platzende Bläschen entfaltet.

Hier riecht man den Regen am besten

20.09.2022, Berlin: Ein Passant geht im strömenden Regen durch den Rudolph-Wilde-Park. Sonne und Regen wechseln sich zur Zeit in der Hauptstadt ab. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Strömender Regen in Berlin

Poröser Boden, den man zum Beispiel im Wald findet, ist eine gute Quelle für starken Regenduft. Wenn mehr Hohlräume im Boden vorliegen, können mehr Luftblasen heraussteigen. Der kräftigste Geruch wird bei leichtem Regen entfaltet. Forscher stellten fest, dass stärkerer Niederschlag dagegen den Boden durchnässt. Durch die dickere Wasserschicht kann weniger Erdgeruch dringen.

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(jjo)