Frühlingssternschnuppen unterwegs

Lyriden legen richtig los - Höhepunkt des Meteorschauers naht

von Karim Belbachir

Nach zwei Monaten Pause sind wieder Feuerbälle am Firmament zu sehen. Die Lyriden erleuchten jetzt unseren Sternenhimmel. Wir erklären, wo und wann der Meteorschauer am Nachthimmel zu sehen sein wird.

Oben im Video: Ist der Himmel klar oder bedeckt – so entwickelt sich unser Wetter

Lyriden neben dem Vollmond das Highlight

Pink Moon leuchtet am Nachthimmel: Vollmond
Der Vollmond im April wird auch Pink Moon genannt. Das liegt allerdings nicht daran, dass er pinkfarben leuchtet. Vielmehr ist die im April blühende Flammenblume der Grund dafür.

Gleich zwei Highlights brachte und bringt uns der Sternenhimmel im April. Einerseits den Pink Moon, der uns am Karsamstag den Himmel erleuchtete. Andererseits die Lyriden, die pünktlich zu Ostern losgelegt haben und sich nun ihrem Höhepunkt nähern. Günstigerweise nimmt die Helligkeit und die Dauer des Mondscheins hierbei sukzessive ab, so dass die kleinen Feuerbälle immer besser zu sehen sind. Ob auch das Wetter dazu passt, das sehen Sie auf unserer Wolkenbedeckungskarte.

Bereits einige Hundert Jahre vor Christus beobachtet

Sternschnuppe am Himmel. Foto: Hendrik Schmidt/Archiv
Der Meteorschauer der Lyriden besteht aus Bruchstücken des Kometen C/1861 G1 (Thatcher).

Die Frühjahsmeteore werden bereits seit mehr als 2.700 Jahre beobachtet. Bereits die Chinesen haben die Lyriden in ihrer Überlieferungsschrift Zuozhuan über die Frühlings- und Herbstperioden erwähnt. Dort heißt es, der Himmel sei im Jahr 687 vor Christus wegen des Meteorschauers so hell gewesen, dass die Fixsterne unsichtbar waren. In dem Jahr gab es ein verstärktes Aufkommen der Feuerbälle am Himmel. Das gibt es alle 60 Jahre und war zuletzt 1982 der Fall. Rund 90 Meteore innerhalb einer Stunde erhellten zu der Zeit den Nachthimmel.

Davon sind wir 2022 aber weit ab, denn zum Höhepunkt des Meteorschauers am 22. April sind 18 bis 20 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen. Ausgangspunkt der rund 50 Kilometer pro Stunde schnellen Kometenbruchstücke ist C/1861 G1 (Thatcher). Der Komet umrundet innerhalb von 415 Jahren die Sonne. Sobald sich die Erde durch die von ihm hinterlassene Spur aus Staub- und Bruchstücken bewegt, sehen wir die Meteore in unserer Atmosphäre verglühen. Mit den Lyriden erwachen die Meteorschauer nach zwei Monaten Pause auch wieder aus ihrem Winterschlaf. Bis zum 25. April können die Sternschnuppen der Lyriden noch beobachtet werden.

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(kfb)