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Die 10 besten Tipps zum Strom sparen und Klima retten

von Letizia Vecchio und Bernd Fuchs

Die Energiekrise ist längst zum Dauer(angst-)thema geworden: Weil die Energiepreise steigen, werden wir uns im Winter wohl nicht nur an deutlich kühlere Raumtemperaturen gewöhnen müssen, sondern auch an dünnere Geldbörsen. Da auch die Stromversorgung davon betroffen ist, kann es nicht schaden, auch an dieser Stelle zu sparen – denn das tut nicht nur dem Geldbeutel gut, sondern auch dem Klima (laut Bundesumweltamt werden bei der Erzeugung von einer Kilowattstunde Strom 420 Gramm CO2 emittiert).

Im Klima Update erklärt Moderator Bernd (Spar-)Fuchs wie viel Strom der Standbymodus verbraucht

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Stromfresser Nummer 1: Fernseher und PC

ARCHIV - 02.12.2020, Nordrhein-Westfalen, Köln: ILLUSTRATION - Ein Mann hält eine Fernbedienung vor einen Fernseher, auf dem die Tagesschau läuft. Trotz scharfer Kritik von Kommunen und Teilen der Wirtschaft will die Bundesregierung eine Regelung zur
Heimkino kann so schön sein: Doch wer einen Riesen-Screen besitzt, zahlt ordentlich drauf.

Wer einsparen möchte, muss erst einmal wissen, wo die Kosten – in unserem Fall der Verbrauch – am höchsten ist. Im eigenen Haushalt sind das ganz eindeutig Computer und TV. Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sind sie in privaten Haushalten für 28 Prozent des Stromverbrauchs zuständig! Erst danach folgen weit abgeschlagen Waschmaschine und Trockner mit 14 Prozent, Kühlgeräte bringen es gerade mal auf 11 Prozent. Daher lohnt es sich, bei PC und Fernseher genauer hinzuschauen:

  1. TV – Je größer desto teuer: Verdoppelt sich die Bildschirmdiagonale, vervierfacht sich der Stromverbrauch. Muss es also wirklich der Riesen-Screen mit Homekino-Feeling sein?
  2. Laptop statt Desktop: Laptops verbrauchen deutlich weniger Strom als Desktop-PC’s. Und wer eh nur surfen möchte, ist mit einem Tablet noch besser bedient
  3. WLAN-Router aus, Smartphone auf Flugmodus: Weder das Handy noch das Internet sollten Sie nachts wirklich brauchen. Ihrem Schlaf wird es ebenfalls gut tun!

Stromfresser Nummer 2: Waschmaschine und Trockner

Seit der Erfindung von Waschmaschine und Trockner ist das Waschen so einfach wie noch nie – damit sind aber auch unsere Ansprüche an Sauberkeit deutlich gestiegen: Laut einer Umfrage von Stiftung Warentest waschen die Deutschen ein bis zwei mal pro Woche mehrere Maschinen, In Zeiten von Bottich und Waschbrett kam man gerade mal auf einmal im Monat! Damit steigt aber auch der Stromverbrauch...

  1. Maschine voll machen: Klingt trivial, ist aber logisch. So müssen Sie insgesamt weniger Maschinen waschen
  2. An der Luft trocknen: Viele werden jetzt aufschreien, tatsächlich ist der Trockner aber ein wahrer Strom- und damit Geldfresser. Bis zu 250 Euro on top kostet die Nutzung im Jahr
  3. 30 °C bis 40 °C: … sind beim Waschen besser als 60 °C. Ihre Kleidung hält so auch länger!

Stromfresser Nummer 3: Kühlgeräte

Essen vor dem Kühlschrank.
Weder gemütlich noch energieeffizient: Das Essen am geöffneten Kühlschrank

Kühlschrank, Gefrierschrank und Co. müssen im Gegensatz zu anderen Elektrogeräten permanent laufen, um verderbliche Lebensmittel zu konservieren. Daher lohnt es hier genau, auf den Verbrauch der Geräte zu schauen.

  1. Sieben Grad für den Kühlschrank, -18 Grad für den Gefrierschrank: Pro Grad Reduzierung der Temperatur steigt der Stromverbrauch bereits um 6 Prozent!
  2. Speisen vorher abkühlen lassen bevor sie in den Kühlschrank wandern: Ansonsten erhöht sich der Verbrauch – und die Lebensmittel werden schneller schlecht
  3. Reduzieren: Brauchen Sie den Party-Kühlschrank wirklich das ganze Jahr? Ansonsten lohnt sich das Abtauen.

Selbst messen, was am meisten verbraucht

Zu guter Letzt lohnt sich unser Tipp Nummer 10: Falls Sie ein Gefühl dafür bekommen möchten, wie viel Ihre Elektrogeräte tatsächlich verbrauchen, lohnt sich der Einsatz eines Strommessgeräts. Das können Sie in vielen Bundesländern kostenlos bei der Verbraucherzentrale ausleihen. Dann können sie heimliche Stromfresser ganz leicht identifizieren. Viel Spaß beim Sparen!

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