Winter Halbzeitbilanz und Ausblick
Eisige Kälte und Schnee: Ist der Höhepunkt des Hochwinters erreicht?
Halbzeit beim Winter 2024/2025: Die Bilanz steht im Zeichen des Klimawandels. Und was kommt da noch nach? Die Prognose für die zweite Januar-Hälfte und den letzten Wintermonat Februar strotzt nicht vor Winterwetter, aber ausgeschlossen sind Kälteeinbrüche und Schneelagen auch nicht.
Winter halb rum: Wo ist er denn geblieben?

Es ist Mitte Januar und der Winter schon halb rum. Letzteres überrascht? Könnte sein, denn zu fühlen und zu sehen war nicht so richtig viel Winterliches. Da können auch die jüngsten Eisnächte und Schnee mit Sonnenschein hier und da nicht drüber hinwegtäuschen. Nur die Alpen können recht lückenlos mit Schneelandschaften glänzen.
So richtig was los war bisher nur im Januar, als beispielsweise die niedrigste Temperatur am 4.1.2025 mit -17,6 Grad in Meßstetten gemessen wurde und die höchste am 6.1.2025 mit 17,7 Grad in Ohlsbach. Da war ordentlich Bewegung in der Wetterküche. Und es gab dazu auch reichlich Niederschlag.
Winter mit Hochdruck, Nebel und Hochnebel
Insgesamt war der Winter 2024/2025 aber bisher zu warm – mit einem Temperaturmittel von 2,55 Grad bisher mal wieder über 2 Grad zu warm im Vergleich zu 1961 bis 1990. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 sind’s immer noch rund 1 Grad.
Ein Winter im Zeichen der Erderwärmung eben, in den meisten Regionen gab es höchstens mal einen Tag mit Schnee. Der Sonnenschein fiel abgesehen von den Berggipfeln zu gering aus, da sind wir nur bei gut einem Drittel der durchschnittlichen Gesamtsumme.
Gleichzeitig sind im bundesweiten Durchschnitt bisher gut 105 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen. Das entspricht schon über fast 60 Prozent des Solls. Trotzdem überwogen langweilige Hochdrucklagen mit Nebel und Hochnebel.
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So geht der Januar 2025 weiter: Keine eisige Kälte, kein Neuschnee, kein Regen

Wie geht das weiter? Ist der Höhepunkt des Hochwinters schon erreicht? Die kleine Eiszeit, die Tiefsttemperaturen von bis zu -20 Grad brachte, ist jetzt jedenfalls vorbei. Die Warmfront von Skandinavientief Damian zieht über Deutschland und macht Schluss mit der Eiseskälte und wird auch die Schneedecke gehörig schrumpfen lassen. Der Bergwinter hält sich, aber ansonsten tischt das anschließende Hochdruckwetter den üblichen Kampf zwischen Nebelsuppe und Sonnenschein auf bei Temperaturen meist zwischen 0 und 6 Grad.
Die Temperaturen sollten sich danach wenigstens am langjährigen Mittel orientieren, wenn die wetter.de-Monatsprognose für den Januar Recht behält. Mit Schneenachschub sieht es mau aus. Niederschlag ist erst wieder mit der nächsten Milderung berechnet. Im Durchschnitt wäre der Januar dann am Ende tatsächlich durchschnittlich.
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Februar 2025: Ein eisiger Wintermonat mit Schnee?

Kann der Februar denn in Sachen Winter mit Eis und Schnee noch was rausreißen? Eher nicht. Nach der Langfristprognose der NOAA, der US-amerikanische Wetter- und Ozeanografie-Behörde, würde der Februar in Deutschland um 2 Grad zu warm ausfallen und die Niederschlagsmengen sich im Rahmen eines Durchschnittsfebruars befinden. Das sieht nicht nach Schnee- und Kälte-Wiedergutmachung aus.
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Der letzte Wintermonat kann auch überraschen

Kurzfristige Schwankungen – wie oben beschrieben – sind aber natürlich bei solchen Mittelwerten nicht ausgeschlossen. So könnte es trotzdem auch mal zu kalten, brenzligen Schneelagen bis ins Flachland kommen. Insgesamt sieht die Prognose aber nach einer Westwetterlage aus, die besonders für Nordeuropa sehr viel Niederschlag bringt. Im Süden Europas und vor allem in Südwesteuropa würde es mit überwiegenden Hochdruckeinfluss wieder zu trocken, viel zu trocken, werden – das sieht nicht gut aus. Für Deutschland wären demnach eher keine Extreme zu erwarten.
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Die NOAA-Prognose für Februar 2025 in Sachen Niederschlag: normal nass.
(ctr)



