Der Wetter-Tag bei wetter.de
Herbstgruß: Frische Nacht mit viel Regen im Süden

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:
In der Nacht ziehen sich die kräftigsten Regengüsse und Gewitter in die Alpen zurück. Im Norden fällt nur hier und da etwas Regen und in der Mitte klart es oft auf. Dabei kühlt die Luft bis 7 Grad ab.
Am Vormittag klingt der Regen an den Alpen ab. Im Norden regnet es bei wolkigem Himmel selten und nur wenig. Von der Mitte bis zur Donau setzt sich dagegen gut die Sonne durch. Dort bleibt es auch am Nachmittag am sonnigsten. Die Wolken mit dem spärlichen Regen breiten sich etwas weiter auf den Westen und Nordosten aus. Im Norden ist windig und kühl bei maximal 17 bis 19 Grad. Am wärmsten mit bis zu 24 Grad wird es in Richtung Pfalz.
Aus dem Messnetz: Höchste Regenmengen binnen einer Stunde

Heftige Niederschläge haben am Bodensee für Einsätze und Verkehrsbehinderungen gesorgt. Die Landstraße 220 in Böhringen bei Radolfzell (Landkreis Konstanz) musste wegen Überschwemmung am Vormittag in beide Richtungen gesperrt werden, wie die Polizei mitteilte.
Unweit davon musste auch ein Teil der Bahnstrecke zwischen Stockach und Radolfzell gesperrt werden. Die Bahn setzte den Zugverkehr ab der Haltestelle Stahringen bis Radolfzell wegen Hochwassers aus, wie sie mitteilte. Es sei ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet worden. Die Sperrung werde voraussichtlich den Tag über andauern, sagte eine Bahnsprecherin. Auch in Freiburg und dem Landkreis Emmendingen sorgten die Wassermassen für Einsätze.
Erst kühl, ab Sonntag wieder wärmer

Am Samstag bleibt es in der Nordhälfte wechselhaft und windig, im Nordosten können auch Gewitter auftreten. Im Süden gibt es einen Sonne-Wolken-Mix mit leichter Schauerneigung an den Alpen. Die Temperaturen erreichen 16 bis 23 Grad.
Der Sonntag bringt wieder mehr Sonnenschein und weitgehend trockenes Wetter, nur ganz im Norden sind einzelne Schauer möglich. Die Höchstwerte steigen auf 18 bis 25 Grad. Am Montag wird es verbreitet sonnig und mit 22 bis 27 Grad spätsommerlich warm, lediglich an den Küsten und im Nordosten ist es wolkiger und etwas kühler, in Vorpommern mit leichter Schauerneigung.
Dauerregen trifft Alpenraum und Südwestdeutschland
Im Alpenraum von Mailand und Bergamo über die Schweiz bis in die Vogesen und den Südschwarzwald sind in den vergangenen 24 Stunden stellenweise 70 bis 110 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Bis Freitagmorgen werden örtlich weitere 30 bis 100 Liter erwartet, teils begleitet von Gewittern. Für den Süden Baden-Württembergs gilt eine Warnung vor Dauerregen und lokal heftigem Starkregen. Die Behörden rechnen mit schnellen Wasserstandsanstiegen in Bächen und kleinen Flüssen sowie mit möglichen Überflutungen von Straßen, Tiefgaragen und Unterführungen.
Popocatépetl zeigt weiterhin deutlich vulkanische Aktivität

In den vergangenen Tagen verzeichnete der Popocatépetl unweit von Mexiko-Stadt mehr als 20 kleinere Ausbrüche wie das Nationale Zentrum zur Katastrophenvorsorge (CENAPRED) in Zusammenarbeit mit der UNAM meldet. Der Vulkan befindet sich weiterhin unter gelber Warnstufe, Phase 2, was eine erhöhte Überwachung signalisiert.
Der Washington Volcanic Ash Advisory Center (VAAC) hat ebenfalls feine Vulkanasche festgestellt. Die Aschewolken stiegen auf rund 6 000 Meter Höhe (Flughöhe FL200) und bewegten sich nordwestwärts, wie aktuelle VAAC-Meldungen zeigen.
Auch im wöchentlichen Vulkanbericht des Global Volcanism Program (Smithsonian Institution) wurde festgehalten, dass der Popocatépetl zwischen dem 12. und 19. August nahezu tägliche Dampf- und Gasemissionen mit gelegentlichem Ascheanteil produziert hat. Die Alarmstufe blieb konstant auf Yellow Phase 2, und es wurde weiterhin zur Distanzierung von mindestens 12 Kilometern vom Krater geraten
Regen bringt Entspannung bei Bränden in Picos de Europa
In der Region León im Norden Spaniens hat Regen die Lage im Nationalpark Picos de Europa merklich entspannt. Besonders der Brand bei Caín ist unter Kontrolle: Die einsetzende Feuchtigkeit und kühlere Temperaturen haben die Feuergefahr dort auf “Null” gesenkt. Bewohner, die am Sonntag evakuiert wurden, können allerdings erst allmählich in ihre Häuser zurückkehren, da weiterhin Vorsicht geboten ist. Insgesamt bleiben trotz der Verbesserung fast 2.000 Menschen in 31 Gemeinden evakuiert.
Suche nach Opfern nach Sturzflut in Nordchina

In Urad Rear Banner in der Inneren Mongolei, Nordchina, hat eine Sturzflut ein wildes Campinggebiet überschwemmt. Laut offiziellen Angaben sind mindestens 10 Menschen ums Leben gekommen, zwei weitere gelten weiterhin als vermisst. Bereits 13 Camper waren zunächst unauffindbar. Die Rettungskräfte konnten eine Person retten, weitere acht Leichen fanden sie bis Sonntagmorgen. Mehr als 700 Einsatzkräfte sind vor Ort, um die Suche nach den beiden Vermissten fortzusetzen.
Greenpeace sieht Fliegen oft günstiger als Bahn
Nach einer neuen Studie von Greenpeace soll Fliegen in Europa auf den meisten grenzüberschreitenden Strecken günstiger sein als Bahnfahren. Nur auf 46 Prozent der 142 untersuchten Routen in 31 Ländern sei die Bahn preiswerter. Für Reisen von und nach Deutschland hätten die Forschenden festgestellt, dass Verbindungen nach Polen, Tschechien, Österreich und Belgien oft günstiger mit der Bahn zu erreichen seien. Dabei seien Tickets nach Frankreich, Spanien, Großbritannien und Italien in vielen Fällen teurer als Flüge. Den größten Unterschied nennt Greenpeace auf der Strecke Köln–Manchester: Kurzfristig zahlten Bahnreisende hier rund 300 Euro, Fluggäste 20 Euro.
Forscher warnen vor Kipppunkten in der Antarktis

Klimaforscher sehen in der Antarktis Hinweise auf abrupte Umweltveränderungen. Eine am Mittwoch in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie nennt den Rückgang des Packeises, das Abschmelzen des Eisschilds und eine Verlangsamung der Meeresströmungen als zentrale Faktoren. Laut Hauptautorin Nerilie Abram von der Australian National University drohen Meeresspiegelanstiege von mindestens drei Metern, die Küstenregionen mit hunderten Millionen Bewohnern gefährden würden. Zudem seien auch Tierarten wie Kaiserpinguine stark betroffen. Die Forscher fordern schnelle und tiefgreifende CO2-Reduktionen, um das Risiko unumkehrbarer Veränderungen zu verringern.
Tropensturm trifft Kyushu – Regenmassen und Erdrutschgefahr
Der Tropensturm (JTWC: 18W, in Japan Taifun Nr. 12) erreicht am Donnerstag den Westen der Hauptinsel Kyushu mit Starkregen und Sturmböen. Die japanische Wetterbehörde warnt besonders in der Präfektur Kagoshima vor linearen Regenbändern bis Freitag, lokal sind mehr als 400 Millimeter möglich; Überflutungen und Erdrutsche gelten als wahrscheinlich. Auf Shikoku verschärfen Gewitter, Böen und kräftige Schauer die Lage, auch ohne direkten Landfall.
Spanien und Portugal kämpfen weiter gegen Rekord-Waldbrände

Heftige Winde haben am Mittwoch in Spanien die Löscharbeiten erschwert. Nach Angaben der Zivilschutzchefin Virginia Barcones loderten im Westen des Landes noch 21 Brände, die eine Gefahr für Ortschaften darstellen. Mehrere Dörfer mussten evakuiert werden, in Spanien starben bisher vier Menschen, in Portugal drei weitere. Dort kam ein Mann bei Löscharbeiten im Norden ums Leben, sein Alter ist noch unklar. Seit Jahresbeginn verbrannten in Spanien rund 400.000 Hektar Land – mehr als je zuvor.
Sommer muss kühlerer Luft aus Norden weichen
Heute gibt es im Süden bei vielen Wolken schauerartigen, teils gewittrigen Regen mit Unwettergefahr durch Starkregen. Auch im Nordwesten sind einzelne Schauer möglich. Sonst bleibt es meist trocken und freundlich mit längerem Sonnenschein. Die Höchstwerte liegen bei 17 Grad an den Alpen bis 28 Grad in Frankfurt am Main. Dazu weht schwacher bis mäßiger, im Nordwesten teils frischer und mitunter stark böiger Wind aus nördlicher bis nordwestlicher Richtung.
Septemberprognose lässt dem Spätsommer viel Platz

Die aktuelle wetter.de Septemberprognose weicht zumindest in Sachen Temperaturen deutlich von den vorangegangenen Berechnungen ab. Basierend auf dem Europäischen Wettermodell ist der Wärmeüberschuss von rund 5 Grad auf 2,6 Grad herunter berechnet worden.
Beim Niederschlag spekuliert die Prognose nach wie vor auf Hochdruckwetterlagen und es soll dementsprechend trocken bleiben. Schauen wir hingegen auf die NOAA-Vorhersage (Amerikanischer Wetterdienst), dann soll der September zum Teil sogar zu nass ausfallen.
Es kühlt schrittweise ab - so sind die Temperaturen in Deutschland
Vogelzug: Störche und Schwalben sammeln sich
In ganz Deutschland hat der Vogelzug begonnen. Erste Arten wie Schwarzmilane, Grünschenkel und Bekassinen sind bereits aufgebrochen. Weißstörche und Schwalben sammeln sich an bekannten Hotspots, um ihre Reise in den Süden vorzubereiten. Am Abend lassen sich Schwalben in Schilfgebieten zu Hunderten beobachten, während Störche in großen Gruppen auf Feldern und Feuchtwiesen rasten.
Die ersten Jungstörche sind im August bereits Richtung Frankreich, Spanien und Marokko geflogen, die Altvögel folgen später, nachdem sie sich Fettreserven angelegt haben. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 1.500 Weißstorch-Brutpaare. Ab September und Oktober ziehen dann auch Schwalben, Kraniche und Gänse los – oft gut sichtbar in V-Formationen am Himmel. Studien zeigen zudem, dass besonders junge Störche stark auf Sammelplätze angewiesen sind, während ältere Tiere häufiger eigene Routen wählen.
Wetterlage: Lukas im Süden, Roger im Norden

Da ist ganz schön was los in der Wetterküche. Denn während Skandinavientief Roger uns von Norden kalte Luft schickt und den Sommer ins Abseits drängt, zieht ein intensives Unwettertief entlang der Alpen. International hat es den Namen Lukas bekommen - und es ist durchaus schlagkräftig. Sowohl im Süden Deutschlands, als auch im Alpenraum, Norditalien, Slowenien und Kroatien.
(mit dpa)