Der Wetter-Tag bei wetter.de

Gewitter an den Alpen, sonst oft klar

Vorhersage für die Nacht zu Sonntag
An den Alpen sind noch ein paar Gewitter möglich.

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:

In der Nacht zum Sonntag halten sich an den Alpen und im südlichen Alpenvorland zunächst weitere Schauer und Gewitter, lokal mit Unwetterpotenzial und Regenmengen bis 40 Liter pro Quadratmeter. Im Verlauf der Nacht ziehen sich die Gewitter an den östlichen Alpenrand zurück; südlich der Donau lassen sie nach, später lockert es auf und örtlich bildet sich Nebel. Abseits davon ist es vielfach gering bewölkt oder klar, im Westen zeitweise mehr Wolken. Gegen Morgen breiten sich von der Nordsee her erneut hochnebelartige Wolkenfelder aus. Die Tiefstwerte liegen zwischen 18 und 9 Grad.

Waldbrände in Spanien weiter außer Kontrolle

Zum Beginn der dritten Woche mit Hitzealarm kämpfen Einsatzkräfte in Spanien weiter gegen massive Waldbrände. Besonders betroffen sind Galicien, Kastilien und León, Asturien und Extremadura. Regierungschef Pedro Sánchez kündigte an, die Brände „mit allen Mitteln“ zu bekämpfen, auch die Armee ist im Einsatz. Nach Angaben der Behörden verbrannten in Ourense bereits 16.000 Hektar, in León laut EU-Daten fast 38.000 Hektar. Zahlreiche Straßen und die Bahnlinie Madrid–Galicien bleiben gesperrt.

Nordeuropa: Klimawandel macht Juli-Hitzewelle zehnmal wahrscheinlicher

Schöner See an einem Sommertag und ein altes rustikales Pier in Finnland
Sonnenschein an einem finiischen See: Laut einer Studie sind Hitzewellen im Juli auf den menschengemachten Klimawandel zurückzuführen.

Eine neue Untersuchung von Klimaforschern zeigt, dass die Hitzewelle im Juli in Norwegen, Schweden und Finnland ohne den menschengemachten Klimawandel in dieser Form kaum möglich gewesen wäre. Demnach lagen die Temperaturen im Schnitt rund zwei Grad höher, als sie es in einer Welt ohne zusätzlichen Treibhauseffekt gewesen wären. Zudem sei die Wahrscheinlichkeit für derartige Extremtemperaturen inzwischen etwa zehnmal so hoch wie noch vor wenigen Jahrzehnten. Die Forscher betonen, dass die anhaltende Hitze nicht nur die Stromnetze belastete, sondern auch die Landwirtschaft und die Gesundheit vieler Menschen in den betroffenen Regionen.

Australien: Starkes Erdbeben erschüttert Region nahe Brisbane

In Queensland hat ein Erdbeben der Stärke 5,6 die Gegend um Kilkivan erschüttert – die stärkste Onshore-Bebenserie seit 50 Jahren. Mehr als 16.000 Menschen nahmen die Erschütterung wahr, etwa 13.000 Haushalte waren kurzzeitig ohne Strom. Es wurden Nachbeben erwartet, es gab aber keine Berichte über Verletzte.

Sommer verabschiedet sich mit kühlem Wetter

Nach sonnigen Tagen zum Wochenbeginn mit bis zu 31 Grad im Südwesten zeigt sich der Sommer in Deutschland ab Mittwoch deutlich schwächer. Während es im Osten noch bis zu 29 Grad geben kann, bringt die zweite Wochenhälfte Regen, Wolken und Abkühlung. Am Donnerstag liegen die Höchstwerte nur noch bei 18 bis 22 Grad, am Freitag teils sogar nur bei 16 Grad. Zum Wochenende beruhigt sich das Wetter zwar etwas, die Nächte bleiben aber ungewöhnlich kühl mit 7 bis 13 Grad.

Versorger warnen vor mehr Engpässen bei Wasser

Kommunale Wasserversorger in Deutschland rechnen wegen zunehmender Hitze und Trockenheit mit steigenden Problemen bei der Versorgung. Laut einer Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen berichtete fast die Hälfte der 127 befragten Versorger von wachsender Nachfrage in Hitzeperioden, gut ein Viertel hatte bereits zeitweise Engpässe. Zwei Drittel der Befragten erwarten künftig eine Zunahme solcher Probleme. Der Verband fordert politische Unterstützung und einen gesetzlichen Vorrang für die Trinkwasserversorgung.

Stockholm ruft zum Wassersparen auf

Auch in anderen Ländern ist die Trinkwasserversorgung im Fokus. So hat die schwedische Hauptstadt Stockholm ihre rund 1,5 Millionen Einwohner und Unternehmen aufgefordert, in den kommenden Wochen Trinkwasser zu sparen. Grund ist ungewöhnlich warmes Wasser im See Mälaren, aus dem Stockholm versorgt wird – dadurch kann weniger Trinkwasser aufbereitet werden. Die Behörden empfehlen, Rasen nicht zu sprengen, Pools nicht zu befüllen und Waschmaschinen nur voll beladen zu nutzen. Hintergrund ist eine ungewöhnlich starke Hitzewelle in Skandinavien mit Temperaturen um 30 Grad.

Heftige Regenmengen am Morgen in Bayern

Top-10 regenreichste Orte
Das sind die 10 Orte an denen in den vergangenen Stunden der meiste Niederschlag herunterkam.

Am Samstagmorgen sind in Teilen Bayerns innerhalb einer Stunde außergewöhnlich hohe Regenmengen gefallen. Spitzenreiter war Vilsbiburg mit 28 Litern pro Quadratmeter. Auch in Scheidegg im Allgäu und in Oberstaufen kamen mit jeweils gut 23 Litern große Mengen vom Himmel. Solche Niederschläge können lokal schnell zu Überflutungen führen, blieben aber auf kleinere Regionen begrenzt.

Regen im Juli füllt Böden auf – aber nicht überall

Der nasse Juli hat in vielen Regionen Deutschlands für eine deutliche Entspannung bei Pflanzen und Böden gesorgt. Laut dem Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums sind in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Teilen Süddeutschlands die oberen Bodenschichten ungewöhnlich nass, teils mit doppelter Regenmenge. Im Ruhrgebiet, in Thüringen und im Norden Bayerns bleibt die Lage dagegen kritisch, besonders für Landwirte. Langfristige Dürreschäden und Defizite im Grundwasser sind durch den Regen nicht behoben.

Über 320 Tote durch Sturzfluten in Pakistan

Pakistan Flash Floods
Die Opferzahl durch die Sturzfluten in Pakistan steigt weiter an.

Heftige Regenfälle haben in Pakistan innerhalb von 48 Stunden mehr als 320 Menschenleben gefordert wie lokale Medien berichten. Besonders hart getroffen wurde die Provinz Khyber Pakhtunkhwa, wo im Distrikt Buner allein 157 Tote gemeldet wurden. Ein Rettungshubschrauber stürzte dort während eines Einsatzes ab. Seit Anfang Juni starben landesweit bereits über 540 Menschen durch Überschwemmungen und Erdrutsche. Meteorologen warnen vor weiterem Regen.

Überschwemmungen zerstören Häuser im Norden Nigerias

Schwere Regenfälle haben im Norden Nigerias hunderte Häuser beschädigt. Nach Angaben der Notfallbehörde im Bundesstaat Yobe wurden mehr als 200 Häuser zerstört, in der Stadt Potiskum seien es rund 500. Todesopfer wurden nicht gemeldet, mehrere Gebäude gelten jedoch als unbewohnbar. Etwa 600 Menschen sind betroffen. Die Behörden hatten bereits vergangene Woche vor Überschwemmungen in 21 Bundesstaaten gewarnt.

Sonne muss sich heute erst gegen die Wolken behaupten

Nachdem der Tag mit trübem Wetter begonnen hat, dauert es einige Stunden, bis der Hochnebel verschwunden ist. Im Süden ziehen weiterhin Gewitter auf, die örtlich zu Unwettern führen können. Sonst bleibt es bei einem trockenen Sonne-Wolken-Mix mit maximal 32 Grad. Am heißesten wird es in der Rhein-Neckar-Region rund um Mannheim. An der Nordsee frischt der Wind auf und bringt stark böigen Nord- bis Nordwestwind.

Im Video: Die Prognosen zeigen, dass die Wolken am Nachmittag verschwinden.

Trend: Sommer pendelt sich kurz ein

Mit dem Ende der Woche endet auch die Hitzewelle. Am Sonntag sinken die Temperaturen auf angenehme 28 Grad. An den Alpen sind noch vereinzelte Gewitter möglich. Montag und Dienstag können wir uns auf viel Sonnenschein freuen, es bleibt meist trocken. Die Temperaturen steigen wieder leicht auf maximal 31 Grad. Ab Mittwoch könnte das Wetter wieder unbeständiger werden. Insbesondere im Süden und Südwesten sind teils gewittrige Schauer möglich.

Wetterlage: Deutschland unter Hochdruckeinfluss

Die Wetterlage am Samstag, den 16.08.: Deutschland unter Hochdruckeinfluss
Hoch Kyra dominiert über Deutschland.

Zwischen den Hochs Kyra im Nordwesten und Julia im Südosten befindet sich über Deutschland die Kaltfront des Tiefs Quill. Sie bringt vom Nordosten bis in den Süden wechselhaftes Wetter mit sich. So wird es heute besonders im Süden eher unbeständig und die Temperaturen gehen deutschlandweit etwas zurück. Am Sonntag bleibt es um die Alpen und im Norden wechselhaft, bevor die neue Woche wieder unter vollem Hochdruckeinfluss startet und uns Wohlfühlwetter beschert.

(mit dpa)