Der Wetter-Tag bei wetter.de
Nach einer völlig harmlosen Nacht wartet ein Traumtag auf uns

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:
Für alle, deren Urlaub bereits beendet ist oder bei denen er dieses Jahr ausfällt, kein Problem: Der Montag wird ein Traumtag mit nur harmlosen Wolken im Norden und sonst Sonne satt. In der Nacht lösen sich auch im Norden die meisten Wolken auf, dazu wird es nochmal überall schlaftauglich kühl. Unbedingt nochmal lüften am Montagmorgen, denn es wird bald unerträglich heiß.
Das Wetter am Montag ist schnell erzählt, ein paar Wolkenschleier im Norden, im Süden erreichen wir das Maximum von knapp 15 Stunden, abends wird es vor allem an der Nordsee etwas milchiger - sonst ein Traumtag mit Temperaturen von 21 Grad an der See bis 33 Grad an der Grenze zu Frankreich.
Hitze in Frankreich schon angekommen - bei uns noch angenehm
In Frankreich hat eine neue Hitzewelle begonnen: Dutzende Départements im Süden des Landes wurden in Alarmbereitschaft versetzt, die 40 Grad sollten das Land schon am Sonntag erreichen. Der Höhepunkt der Hitzewelle wird nach Angaben des Wetterdienstes Anfang kommender Woche in weiten Teilen des Landes erwartet. Der Wetterdienst warnte zudem vor einer hohen Waldbrandgefahr im Mittelmeerraum.

Bei uns sind die Temperaturen heute noch angenehm. Wir knacken gerade in Süddeutschland die 30-Grad-Marke. Der Sonntag ist sowieso überall in Deutschland sehr angenehm, die Hitze aber kommt ab Montag dann aus Frankreich zu uns. Es wird hart, 38 Grad sind einfach nur brutal und kaum zu ertragen. Hier der Fahrplan:
Edersee-Atlantis taucht auf - Stausee läuft bedenklich leer - Weser bekommt kaum mehr Wasser
Schwimmen, segeln, surfen: Der Edersee mit seinen Wasseraktivitäten ist im Sommer ein Touristenmagnet. Derzeit ist das Gewässer im Landkreis Waldeck-Frankenberg allerdings nur noch zu einem Fünftel gefüllt. Wer ein Bad nehmen möchte, der muss zunächst eine Sand- und Steinwüste überqueren, bevor er das kühle Nass erreicht. Manche Freizeitaktivitäten sind aktuell nicht mehr möglich.

„Die Wassersportbetriebe wie Surf- und Segelschulen können zum Teil gar nicht mehr arbeiten”, sagt Thomas Hennig vom Regionalverband Eder-Diemel (RVED). Viele Boote hätten den See schon verlassen müssen, weil die Steganlagen trockengefallen seien. Das sei für Gastro und Servicegeschäfte existenzbedrohend.
Infolge des niedrigen Wasserstands tauchen die Überreste der Siedlungen in diesem Jahr früher als gewöhnlich auf - das sogenannte Edersee-Atlantis. Die Reste dreier aufgegebener Dörfer auf dem Seegrund sind eine Attraktion und locken alljährlich Tausende Besucher an. 1913 wurden wegen des Baus der Sperrmauer am Edersee die drei im Edertal liegenden Dörfer Asel, Berich und Bringhausen überflutet, die Bewohner wurden umgesiedelt.
Der Edersee hilft aber auch der Weser mit Wasser. Und da der Füllstand nun unter 20 Prozent liegt, kommt nicht mehr viel Wasser für die Weser aus dem Stausee. Eine gewerbsmäßige Schifffahrt sei bald auf der Weser kaum noch oder gar nicht möglich, da die Schiffe einen zu hohen Tiefgang hätten. Und Regen ist nicht in Sicht....
Viel Regen: Deutlich weniger Blitze erfasst
Es hat zwar viel geregnet, aber es gab relativ wenige Gewitter: In den vergangenen Sommerwochen sind in Deutschland so wenige Blitze registriert worden wie lange nicht mehr. Vom 1. Juni bis 31. Juli seien 394.000 Entladungen erfasst worden, teilte das Münchner Blitzortungsunternehmen Nowcast mit. Dies sei der niedrigste Wert seit mindestens 15 Jahren. In die Zählung fließen alle Blitze ein - also die, die auf dem Boden eingeschlagen sind, und diejenigen, die die Erde nicht berührten.
Gewöhnlich dauert die Gewitter-Saison in Deutschland von Mai bis August. Nowcast zufolge ist dabei der Juni der blitzreichste Monat des Jahres, gefolgt vom Juli. Im Mai registrierte das Unternehmen nach eigenen Angaben 118.000 Blitz-Entladungen – etwa 45 Prozent weniger als im Mittel der vergangenen 15 Jahre. Der Juni sei mit 212.000 Entladungen deutlich unter dem Durchschnitt geblieben – ein Minus von 61 Prozent. Für Juli bilanzierte Nowcast: „Mit 182.000 Entladungen lag die Blitzanzahl um 63 Prozent unter dem Mittelwert.”
„In diesem Sommer gab es bislang kaum großräumige Gewittersysteme, die in unseren Breiten normalerweise viele Blitze erzeugen”, sagte Meteorologe Nikolas Zimmermann vom Wetterdienst UBIMET über die Gründe der geringen Zahl an Blitzen.
Ein astreiner Sonntag - genießen, bevor die Hitze kommt
Der Sonntag wird einfach nur klasse, nicht zu heiß, super sonnig, kaum Wind. Ein traumhafter Wochenend-Ausklang. Nur am Vormittag gibt es ganz im Osten dichtere Quellwolken und ganz vereinzelt kann mal ein Tröpfchen fallen, das wird aber nicht der Rede wert sein. Sonst wird es strahlend sonnig, im Süden ist der Himmel oft wolkenlos bei 20 Grad an der Nordsee, 24 bis 29 in der Mitte und um 30 Grad im Süden. Was für ein herrlicher Sonntag.

Auch der Montag bringt nochmal tolles Hochsommerwetter, ab Dienstag nimmt die Hitzebelastung deutlich zu, Mittwoch und Donnerstag haben wir es dann wahrscheinlich mit bis zu 38 Grad zu tun. Ob dann kräftige Gewitter Abkühlung bringen, das schauen wir in den kommenden Tagen.
Klimawandel macht Haselnüsse teurer
Die Entwicklung betrifft Schokolade, Aufstriche und Müsli. Die Haselnusspreise sind seit Jahresbeginn bis nun zur Erntezeit um mehr als ein Drittel gestiegen, was in Deutschland Unternehmen wie Ritter Sport, Seeberger oder Zentis trifft.
Die hohen Preise hängen mit der Besonderheit des Haselnussmarkts zusammen. Denn mit der Türkei gibt es ein Erzeugerland, das den Weltmarkt dominiert. Rund 60 Prozent der Haselnüsse wachsen vor allem an den grünen Berghängen entlang der Schwarzmeerküste, wo die Nuss wegen ihrer Bedeutung auch «grünes Gold» genannt wird.
Im April schädigte ein Kälteeinbruch dort Blüten und Triebe - wonach Preise bereits vor Erntebeginn kletterten. Von einem der ärgsten Agrarfröste in der Geschichte der Türkei sprach Landwirtschaftsminister Ibrahim Yumakli. Experten führten als Grund den Klimawandel an, der Extremwetter häufiger werden lässt.
36 Grad: München war der Hotspot in Deutschland am Samstag
- München-Bildungszentrum BY | 539 m 36 Grad
- Ihringen BW | 195 m 36
- Breisach am Rhein BW | 190 m 36
- Heitersheim BW | 215 m 36
- Freiburg i.Br.-Munzingen BW | 263 m 36
- Esslingen am Neckar BW | 234 m 35
- Neuenburg am Rhein BW | 222 m 35
- Müllheim BW | 273 m 35
- Lörrach BW | 286 m 35
- Rust Europapark BW | 168 m 35
- Waldshut-Tiengen BW | 336 m 35
Waldbrandgefahr wird nächste Woche wieder sehr hoch sein

Wegen der Hitze und der Trockenheit steigt die Waldbrandgefahr nun wieder an. Schon am Mittwoch erwarten die Experten vom Deutschen Wetterdienst (DWD) schon wieder Stufe 4 von 5 in vielen Teilen Deutschlands, allen voran in der südlichen Mitte, wo es am heißesten wird und im stets trockenen Osten.
Wo ist der Regen? In Norwegen
Während es bei uns sonnig und trocken ist und Südeuropa unter übler Hitze und Wadbränden ächzt, regnet es im Norden. An der Westküste von Norwegen kommen bis Montagabend ca. 100 l/m² runter, am Dienstag wird es dort kurz etwas ruhiger, ehe am Mittwoch nochmal 50 l/m² fallen.
Wetterlage: Hoch Ines hält sich wacker und bekommt Unterstützung von Julia

Die Tiefs machen im wahrsten Sinne des Wortes einen Bogen um Mitteleuropa. Ihr Einfluss macht sich in Skandinavien geltend, bei uns dominieren die Hochdruckgebiete Ines und Julia. Es wird jetzt immer wärmer.
(mit dpa)