Zwischen Eiswinter und milder Sause

Grenzwetterlage verschärft sich weiter

von Björn Alexander

Während der Südwesten am Wochenende bis zu 10 Grad bekommt, weht im Norden und Osten ein eiskalter Wind. So kontrastreich geht unser Winterwetter jetzt weiter!

Die Ausgangslage: Gefangen zwischen den Wettersystemen

Wir liegen zwischen zwei großen Wettersystemen. Auf der einen Seite ist es Skandinavienhoch Daniel, an dessen Flanke trockenkalte bis eisige Luft in den Norden und den Osten unseres Landes weht. Ein bitterkaltes Szenario mit gefühlten Temperaturen im zweistelligen Frostbereich. Auf der anderen Seite stehen die Atlantiktiefs, die feuchtere und sehr milde Luft in den Südwesten unseres Landes schicken. Dazwischen verläuft eine sogenannte Luftmassengrenze, an der es auch weiterhin Glätte durch etwas Schnee oder gefrierenden Regen geben kann.

Kontraste verschärfen sich weiter

3-Tage-Trend
Zwischen den Temperaturextremen kann es zum Teil auch wieder glatt werden.

Deutschland zeigt sich damit weiterhin als Schmelztiegel der Jahreszeiten - zumal sich die Unterschiede am Wochenende und zu Beginn der nächsten Woche nochmals vergrößern. So bringen es die Temperaturunterschiede am Sonntag und zu Beginn der nächsten Wetterwoche zwischen der Uckermark und dem Oberrhein auf fast 20 Grad. Im Nordosten werden es nämlich zum Teil kaum mehr als -7 oder -8 Grad, während im Südwesten bei +10 Grad fast schon ein Hauch vom Lenz daher weht.

Gefühlt sind die Unterschiede noch krasser

Beim Blick auf die gefühlten Temperaturen, den Windchill, wird nochmals deutlicher, wie unterschiedlich Deutschland am Wochenende wettertechnisch tickt. Beispielsweise mit den Windchill-Werten am Sonntag in der Früh. Von Nordrhein-Westfalen bis herunter in südliche Baden-Württemberg bewegen sich die gefühlten Temperaturen oftmals bei 1 bis 4 Grad. Ganz anders im Norden und Osten. Hier weht ein zapfiger Bibberwind, der für gefühlte Temperaturen bis an die -20 Grad sorgt.

Wetterwissen: Was ist Windchill und wie können wir uns schützen?

Windchill beschreibt den Abtransport der wärmenden Luftschicht direkt an der Haut. Je stärker der Wind bläst, umso mehr Wärme muss der Körper nachschicken und umso stärker und schneller kühlen wir aus. Das Empfinden ist zwar bei jedem Menschen unterschiedlich. Dennoch sollten wir bei dieser eiskalten Kombination empfindliche Hautpartien durch entsprechende Fett- oder Wettercremes schützen. Das gilt natürlich insbesondere bei Kindern, die die Kälte oftmals ganz anders einschätzen.

Quellen: Eigene Recherche und wetter.de