Erhöhte Glättegefahr
Winter mit Extremwetter in Deutschland: Schnee, Eisregen und glatten Straßen
Die Grenzwetterlage mit eisig kalter Luft im Osten und Nordosten und milder Luft im Westen und Südwesten bleibt weiterhin bestehen und verstärkt sich in den kommenden Tagen sogar noch. Hier die Details:
Die Ausgangslage bleibt gleich: Skandinavien-Hoch gegen Atlantik-Tiefs
Wir liegen weiter zwischen zwei großen Wettersystemen. Auf der einen Seite ist es das Skandinavien-Hoch Daniel, der trockenkalte bis eisige Luft in den Norden und den Osten unseres Landes weht. Ein bitterkaltes Szenario mit gefühlten Temperaturen im zweistelligen Frostbereich. Auf der anderen Seite stehen die Atlantiktiefs, die feuchtere und sehr milde Luft in den Südwesten unseres Landes schicken. Dazwischen verläuft eine sogenannte Luftmassengrenze, an der es auch weiterhin Glätte durch etwas Schnee oder gefrierenden Regen geben kann.
Wetterlage bleibt: Eisiger Winter gegen Frühlingsluft

Seit Tagen zeigt sich das Wetter in Deutschland in etwa von der gleichen Seite. Extrem kalt im Nordosten und schon zweistellige Plusgrade im Südwesten. Und das bleibt auch so bis weit in die nächste Woche. An der Grenze zwischen warm und kalt droht immer wieder gefährliche Glätte durch Schnee und Eisregen.
Der Sonntag beginnt überwiegend bewölkt und in der Westhälfte kann stellenweise etwas Regen und im Bereich der kälteren Luft teils gefrierender Regen oder Schnee fallen. Mehr Sonne gibt es vor allem direkt an der Ostsee, später lockern die Wolken auch am Alpenrand und eventuell am Oberrhein und Rheinland häufiger auf. Die Temperaturen liegen dabei im Nordosten bei -7 bis 0 Grad. Sonst liegen sie zwischen 1 und 10 Grad mit den höchsten Werten am Oberrhein.
In der Nacht und am Montag kann in der Westhälfte stellenweise erneut teils gefrierender Regen oder Schnee fallen. Achtung Glätte! Meist bleibt es aber trocken und auch die Chancen auf Sonne steigen in vielen Regionen. Im Nordosten bleibt es aber eisig kalt mit -8 bis 0 Grad. Am wärmsten bleibt es weiterhin am Rhein mit knapp 9 Grad.
Und auch am Dienstag zieht von Südwesten neuer Regen heran, der beim Übergang zur kälteren Luft auch wieder gefrieren kann bzw. in Schnee übergeht. Dementsprechend regional große Glättegefahr! Im Nordosten bleibt es wahrscheinlich bis zum Abend trocken und nochmal eisig kalt mit -5 bis 0 Grad. Sonst 1 Grad in den Mittelgebirgen und bis 9 Grad am Rhein.
In der Nacht zum Mittwoch kommt der Schnee wahrscheinlich auch im Norden an. Auch am Mittwoch hier voraussichtlich noch weitere Schneeschauer und teils gefrierender Regen. Sonst vorübergehend trocken, bevor später von Süden neuer teils gefrierender Regen und Schnee kommen. Die Temperaturen dann bei -3 Grad im Nordosten und bis 10 Grad am Oberrhein.
Wind macht es im Nordosten noch eisiger
Beim Blick auf die gefühlten Temperaturen, den Windchill, wird nochmals deutlicher, wie unterschiedlich Deutschland friert. Denn bei gemessenen Werten im Nordosten mit -8 bis -3 Grad (Höchstwerte wohlgemerkt!) fühlen sich bei frischem Ostwind die Windchill-Werte oft wie -10 bis -17 Grad an, teilweise sogar noch kälter. Von Nordrhein-Westfalen bis herunter in südliche Baden-Württemberg bewegen sich die gefühlten Temperaturen oftmals bei 1 bis 4 Grad.
Wetterwissen: Was ist Windchill und wie können wir uns schützen?
Windchill beschreibt den Abtransport der wärmenden Luftschicht direkt an der Haut. Je stärker der Wind bläst, umso mehr Wärme muss der Körper nachschicken und umso stärker und schneller kühlen wir aus. Das Empfinden ist zwar bei jedem Menschen unterschiedlich. Dennoch sollten wir bei dieser eiskalten Kombination empfindliche Hautpartien durch entsprechende Fett- oder Wettercremes schützen. Das gilt natürlich insbesondere bei Kindern, die die Kälte oftmals ganz anders einschätzen.
Quellen: Eigene Recherche und wetter.de



