Fokus im Süden und Westen
Starkregen und Sturm - Unwetterschwerpunkte Europa aktuell

Während hierzulande Hoch Christian die Fäden in der Hand hält, sorgen vom Atlantik her teilweise intensive Tiefdruckgebiete für zum Teil brisante bis gefährliche Wetterkapriolen.
Die Ausgangslage: Rund um Christian regieren die Tiefdruckgebiete
Rund um Hoch Christian hat sich eine umfangreiche Hochdruckzone mit mehreren Zentren entwickelt. Diese reichen vom von der Türkei und dem Balkan bis nach Mitteleuropa und herauf nach Zentralskandinavien. Rund herum drehen sich derweil die Tiefs: über dem Atlantik sind es Jaqueline und Kirstin sowie ein Unwettertief (internationaler Name ist Harry) mit Kern am zentralen Mittelmeer.
Lese-Tipp: Nachhaltige Rückkehr des Winters möglich - erst eiskalte Luft, dann schwächelt der Polarwirbel
Bereits enorme Wassermassen und heftige Prognosen
Im südlichen Mittelmeerraum fallen teils enorme Wassermassen. Auf Sizilien kamen in der im Osten gelegenen Bergstation Citelli auf rund 1900 Metern Höhe bereits rund 350 Liter pro Quadratmeter. Und mindestens bis Mittwoch oder Donnerstag bleibt die Lage mit dem Blick auf die Prognosen zum Teil sehr angespannt. Einige Vorhersagen spekulieren teilweise erneut auf über 400 Liter je Quadratmeter und es drohen verheerende Überschwemmungen und Erdrutsche. Betroffen sind demnach ebenfalls Sardinien, Malta und der Südwesten Italiens.
Sturm-, Orkanböen und haushohe Wellenberge
Gleichzeit peitscht Unwettertief Harry das Mittelmeer lebensbedrohlich auf - mit schweren Sturmböen bis über 100 km/h. Auf den Bergen drohen Orkanböen. Die Folge für die betroffenen Seeregionen sind meterhohe Wellen, die mitunter über 8 Metern Höhe erreichen können.
Auf dem Atlantik herrschen ebenfalls extreme Bedingungen
Auch der Atlantik erhebt sich in den Hauptsturmfeldern der Tiefdruckgebiete bis zu 10 Meter in die Höhe. Das gilt beispielsweise zur Wochenmitte für die Seeregionen südwestlich der Britischen Inseln bis an die Küsten der Iberischen Halbinsel und bis in die Biskaya. Zudem regnet es mitunter heftig mit Regensummen von über 60 Litern - beispielsweise im Norden Portugals oder im weiteren Verlauf auch an der französischen Atlantikküste oder im Süden Englands.
Verwendete Quellen: wetter.de