Nachhaltige Rückkehr des Winters möglich

Erst eiskalte Luft, dann schwächelt der Polarwirbel

von Björn Alexander

Der Winter ist in diesen Tagen nicht klein zu kriegen und beschert uns am Ende einen zu kalten Januar - das geschah in den letzten 15 Jahren tatsächlich nur einmal. Und auch die Staffelübergabe an den Februar könnte bitterkalt ausfallen.

Die Ausgangslage: Nachtfrost und sonnige Tage - Christian sei Dank

Auch wenn ein mitunter bitterkalter Wind weht und es nachts überall frostig kalt ist, so können wir uns tagsüber doch endlich mal wieder über ein paar sonnige und weitgehend entspannte Wettertage freuen. Verantwortlich hierfür ist Christian - ein sehr kräftiges Hoch über Russland und Osteuropa, das uns trocken-kalte Winterluft schickt. Ein Trend, der gleichzeitig dazu führt, dass uns schlussendlich ein zu kalter Januarverlauf erwartet. Das gab es zuletzt im Jahr 2017 - und damit binnen 15 Jahren tatsächlich nur einmal!

Wie kalt wird es jetzt?

42-Tage-Wettertrend für Berlin
Winter groovt sich ein: Wenn es tatsächlich so kommt, dann bibbert der Osten noch bis mindestens Mitte Februar.

Im Westen und Südwesten bringen es die Temperaturen bis zum Wochenende tagsüber gerne mal bis auf 4 bis 8 Grad. Ganz anders im Osten, Nordosten sowie auf den Bergen, wo sich ab der Wochenmitte vermehrt der Dauerfrost zurückmeldet. Nachts ist es dabei aber überall frostig und streckenweise droht Glätte. Zunächst bevorzugt durch Reif oder gefrierende Nässe, bevor ab dem Wochenende zum Teil noch Niederschläge dazu kommen können.

Winterwetter bis in den Februar

Tiefstwerte für die Nacht zum 1. Februar 2026
Bis unter -20 Grad - das Staffelholz für die Übergabe an den Februar könnte heuer eiskalt sein.

Beim Blick auf die längerfristigen Prognosen fällt auf: Der Winter könnte in dieser Phase erneut einen langen Atem haben. Einige Wettercomputer spekulieren sogar erneut auf eine biberkalte Phase, die nachts strengen, teilweise sogar extremen Frost bis um oder unter -20 Grad bringen könnte.

Polarwirbel-Vorhersage zeigt längerfristige Chancen für den Winter

Der Polarwirbel ist einer der maßgeblichen Faktoren für unseren Winter. Ist er stark und stabil, dann ist es häufig mild. Ist er hingegen gestört, schwach oder geteilt, dann haben kalte Luftmassen aus östlichen bis nördlichen Richtungen hierzulande mehr Chancen, zu uns zu gelangen. Und letztere Situation zeichnet sich nach wie vor in den Prognosen für den Polarwirbel im zweiten Februardrittel ab. Kurzum: Der Winter kehrt zurück und könnte sich möglicherweise bis weit in den Februar halten.

Verwendete Quellen: wetter.de