Weichenstellung für Dauerwinter läuft!

Sonniges Kälte-Comeback - und der Polarwirbel schwächelt

von Patrick Panke & Björn Alexander

An dieser Stelle heißt es: Winterfans dürfen lesen, für die anderen gilt wohl eher: „Augen zu und durch!”. Denn das, was die Wettercomputer jetzt in die Waagschale werfen, ist nicht weniger als ein Winter-Comeback, das bis weit in den Februar andauern könnte.

Sonnig-kaltes Winterwetter setzt sich durch

Tiefstwerte Deutschland
Das Wintercomeback der neuen Wetterwoche könnte uns noch locker bis zum Monatsende erhalten bleiben

Ein massives Hoch über Osteuropa lässt in der neuen Wetterwoche zuerst vor allem den Norden und Osten des Landes bibbern. Der Süden und Westen profitieren derweil noch von milderer Atlantikluft und hier entscheidet sich erst Ende der Woche, wohin die Winterreise geht. Grundsätzlich stehen aber auch hier die Zeichen eher auf Richtung Winter. Damit sind wir dann auch auf einem guten Weg zu einem klimatisch zu kalten Januar. Davon gab es in den letzten 15 Jahren genau einen: Der Januar 2017 brachte es auf eine Abweichung von −1,6 Grad gegenüber dem Mittelwert von 1961–1990. Aktuell liegen wir bei −0,1 Grad, und die Aussichten stehen klar auf Kälte.

Die Wetterwoche im Schnelldurchlauf

  • Von Montag bis Donnerstag dominiert abseits von Nebel oder Hochnebel oft die Sonne.
  • Dabei weht es zum Teil lebhafter bis stürmischer Wind aus östlichen Richtungen, der dafür sorgt, dass sich die Temperaturen von meist -2 bis 7 Grad spürbar kälter anfühlen können.
  • Zum Wochenende wird es nochmals kälter mit Spitzen zwischen -5 und +5 Grad; wobei es im Norden und Osten weiterhin am kältesten ist.
  • Nachts wird frostig bis eiskalt - zum Teil mit strengem Frost unter -10 Grad.
  • Ab Freitag mischen auch wieder Schnee oder Regen mit, so dass es vermehrt glatt werden kann.
  • Eine grundlegende Milderung ist aber auch über das Ende der Woche hinaus nicht in Sicht.

Polarwirbel schwächelt und der Winter groovt sich ein

Polarwirbel-Prognose
Im Februar verliert der Polarwirbel an Schwung.

Das, was sich derzeit entwickelt, ist ein waschechtes Wintercomeback - und es könnte sich sogar um eine sehr nachhaltige Entwicklung handeln. Die Wettercomputer spekulieren im Februar nämlich erneut auf einen sehr schwachen bis sogar kollabierenden Polarwirbel. Eine Entwicklung, die uns in Deutschland noch einen sehr kalten Februar bringen könnte. So oder so dürften Winterfans noch auf ihre Kosten kommen - und das vielleicht sogar noch deutlich länger als wir es aus den vergangen Jahren gewohnt sind.

Verwendete Quellen: wetter.de