Der Wetter-Tag bei wetter.de
Unwetter und tropische Nacht – Kräftige Gewitter ziehen über Deutschland

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:
In der Nacht zu Donnerstag ziehen kräftige Schauer und Gewitter über weite Teile Deutschlands. Besonders betroffen sind die Regionen vom Oberrhein bis nach Brandenburg. Rund um den Schwarzwald droht ergiebiger Dauerregen mit der Gefahr lokaler Überflutungen. Stellenweise kann sogar Starkregen mit bis zu 50 Litern pro Quadratmeter fallen. Am Oberrhein bleiben die Temperaturen mit mindestens 20 Grad ungewöhnlich hoch, sodass in einigen Orten eine tropische Nacht bevorsteht. In den übrigen Gebieten liegen die Tiefsttemperaturen zwischen 12 und 17 Grad.
Chinas Verkehrsinfrastruktur massiv geschädigt – Kosten in Milliardenhöhe
Extremer Regen hat seit Beginn der Flutsaison Straßen in 23 Provinzen Chinas beschädigt; der vorläufige Schaden wird auf mehr als 16 Milliarden Yuan geschätzt, rund 1,92 Milliarden Euro. Für Sofortreparaturen stellten Verkehrs- und Finanzministerium 540 Millionen Yuan bereit, etwa 64,7 Millionen Euro. Seit April flossen zusätzlich 5,8 Milliarden Yuan an Katastrophenhilfen, rund 695 Millionen Euro. Die Behörden verweisen auf außergewöhnlich starke Niederschläge in Nord- und Südchina.
Deutsche Feuerwehr beendet Einsatz in Spanien

Nach gut einer Woche haben deutsche Feuerwehrleute ihren Einsatz gegen die heftigen Waldbrände in Spanien beendet und die Rückreise angetreten. Besonders im Dorf La Baña im Nordwesten des Landes halfen sie, meterhohe Flammen zu stoppen. Beim Abschied hätten viele Bewohner Tränen in den Augen gehabt, berichtete Sprecher Frank Frenser. Insgesamt waren 67 Kräfte aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen mit 21 Fahrzeugen im Einsatz. Am Freitag sollen sie wieder an ihren Standorten in Bonn, Düsseldorf und Celle eintreffen.
Wechselhafte Aussichten mit Gewittern und Starkregenrisiko
Heute Nachmittag und am Abend drohen vor allem im Südwesten Schauer und teils kräftige Gewitter bei schwülwarmen bis heißen 25 bis 30 Grad. Dabei kann Starkregen fallen mit etwa 20 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde. Außerdem kann es Hagel und stürmische Böen geben.
In der Nacht breiten sich die Schauer und Gewitter in Richtung Nordosten aus. Vor allem im Südwesten ist teilweise auch kräftiger und eventuell unwetterartiger Dauerregen möglich. Innerhalb weniger Stunden können lokal 40 Liter Regen pro Quadratmeter zusammenkommen.
Versauerung der Ozeane: Haie könnten ihren Biss verlieren
Durch eine Versauerung der Ozeane infolge des Klimawandels könnten Haie ihren Biss verlieren. Ein sinkender pH-Wert des Meereswassers könnte die Zähne der Haie schwächen, so dass die Räuber an Bisskraft einbüßen, wie ein Biologenteam unter Leitung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf nach einer Mitteilung vom Mittwoch herausfand.
Je mehr Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) freigesetzt wird und in die Atmosphäre gelangt, desto mehr nehmen davon auch die Ozeane auf. Als Folge sinkt der pH-Wert des Meereswassers, es wird saurer. Die Säure hat den Experten zufolge das Potenzial, Mineralien anzugreifen und damit auch das Zahnmaterial von Meeresbewohnern.
Internationaler Klimaschutz künftig wieder Aufgabe des Umweltministeriums
Internationaler Klimaschutz ist innerhalb der Bundesregierung künftig wieder Aufgabe des Umweltministeriums. Das Haus übernimmt die Zuständigkeit vom Auswärtigen Amt, wie das Bundeskabinett am Mittwoch beschloss. „Die deutsche Klimapolitik auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene wird jetzt wieder aus einer Hand gesteuert”, erklärte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD). „Wir werden beim Klimaschutz nur erfolgreich sein, wenn wir weltweit gut zusammenarbeiten.”
Das Anliegen der Bundesregierung sei, „ressortübergreifend zu denken und zu handeln, Dopplungen zu vermeiden, Synergien zu nutzen und Engagements zu bündeln”, teilte das Auswärtige Amt mit. Das Umweltministerium werde „die internationale Klimapolitik einschließlich der internationalen Klimaverhandlungen steuern und damit auch die Verhandlungsführung für die Weltklimakonferenzen übernehmen”. Das ermögliche eine engere Koordinierung zwischen internationaler, europäischer und nationaler Klima- und Umweltpolitik und bündele die entsprechende fachliche Expertise in einem Haus.
Nach Kritik an Trump-Politik: Mitarbeiter von US-Katastrophenschutzbehörde suspendiert
In den USA sind laut Medienberichten mehrere Mitarbeiter der bundesweiten Katastrophenschutzbehörde Fema suspendiert worden, nachdem sie einen Brief mit Kritik an der Regierung von Präsident Donald Trump unterzeichnet hatten. Die „New York Times” schrieb am Dienstagabend (Ortszeit) unter Berufung auf ihr vorliegende E-Mails von „etwa 30” Angestellten, die in Zwangsurlaub geschickt wurden .Der „Washington Post” zufolge wurde den betroffenen Fema-Angestellten in einer E-Mail mitgeteilt, sie würden freigestellt, erhielten aber weiterhin ihre Bezüge und Zusatzleistungen. Sie hatten mit ihrem Namen einen offenen Brief unterzeichnet, der am Montag anlässlich des 20. Jahrestages des verheerenden Hurrikans „Katrina” an den US-Kongress versandt worden war.
Darin stand unter anderem, die von der Trump-Regierung beschlossenen Kürzungen, Personalentscheidungen und weitere Reformen bei der Fema könnten im Fall einer schweren Naturkatastrophe erneut zu ähnlich gravierenden Mängeln bei der Notfallversorgung führen wie nach „Katrina” im Spätsommer 2005. Im Brief wurden Abgeordnete und Senatoren im Kongress in Washington dazu aufgefordert, die Fema von der US-Bundesregierung unabhängig zu machen und unter anderem „politisch begründete Entlassungen” zu verhindern. Seit Jahresbeginn hat laut den Angaben im offenen Brief bereits ein Drittel der Fema-Angestellten die Behörde verlassen. Grund hierfür seien hauptsächlich die Budgetkürzungen, welche die Effizienzbehörde Doge veranlasst hatte. Doge war bis Mai von US-Tech-Unternehmer Elon Musk geleitet worden.
Trump hat seit seinem Amtsantritt im Januar die Bundesbehörde Fema scharf kritisiert und ihre Abschaffung gefordert. Stattdessen sollten die einzelnen Bundesstaaten sich „um ihre Probleme kümmern”, sagte Trump unter anderem. Er wirft der Fema vor, ineffizient zu sein und politisch begründete Vorbehalte gegen republikanisch regierte Staaten zu hegen. Belege hierfür legte er nicht vor.
Bereits 28 Grad gemessen

Taifun Kajiki: Mehrere Tote in Vietnam und Thailand
Starkregen und Erdrutsche im Zuge des Taifuns Kajiki haben in Vietnam und Thailand mehrere Todesopfer gefordert und schwere Schäden hinterlassen. Allein in Vietnam kamen nach Regierungsangaben mindestens sieben Menschen ums Leben, nachdem der Sturm am Montagabend auf Land getroffen war. Eine weitere Person wird noch vermisst. Mehr als 30 Menschen wurden verletzt.
Heftiger Regen überflutete weite Landesteile, darunter auch die Hauptstadt Hanoi. Zahlreiche Straßen in der Metropole standen unter Wasser, Autos und Motorräder versanken in den Fluten. Anwohner berichteten von überschwemmten Häusern, in denen kleine Fische durch die Räume schwammen.
Insgesamt wurden der Regierung zufolge mehr als 8.000 Häuser beschädigt sowie Zehntausende Hektar Reisfelder überflutet. Mehr als 1,6 Millionen Menschen waren zeitweise ohne Strom.
Nachdem Kajiki nach Laos und Thailand weitergezogen war, schwächte er sich zu einem tropischen Tiefdruckgebiet ab. In der nordthailändischen Provinz Chiang Mai, die auch bei Touristen beliebt ist, starben zwei Menschen bei einem Erdrutsch in einem Dorf, wie die Zeitung Bangkok Post unter Berufung auf die Behörden berichtete. Ein zwölfjähriges Mädchen wird noch vermisst.
Rekordhitze in Japan: Zehn Tage über 35 Grad in Tokio
Japan schwitzt in einer Rekordhitzewelle: In der Hauptstadt Tokio sind an zehn aufeinander folgenden Tagen mehr als 35 Grad Celsius gemessen worden. Dies sei der längste Zeitraum seit Beginn der Messungen vor 150 Jahren, teilte die japanische Meteorologiebehörde am Mittwoch mit. Bereits die Monate Juni und Juli waren die heißesten in Japan seit Beginn der Messungen.
Die Stadt Isesaki nordwestlich von Tokio verzeichnete im August mit 41,8 Grad Celsius die höchste je in Japan gemessene Temperatur. Die Behörden rufen die Bevölkerung auf, sich tagsüber möglichst in Räumen mit einer Klimaanlage aufzuhalten.
Alte Menschen leiden besonders unter der Hitze - und Japan hat nach Monaco die zweitälteste Bevölkerung der Welt. In der vergangenen Woche wurden nach Angaben der Behörde für Feuer- und Katastrophenmanagement mehr als 8400 Menschen ins Krankenhaus eingeliefert, zwölf von ihnen starben an den Folgen der Hitze.
Auf der Insel Hokkaido im Norden Japans gingen am Dienstag derweil massive Regenfälle nieder. Im Bezirk Toyomoti an der Nordspitze des Landes regnete es in nur zwölf Stunden so viel wie sonst durchschnittlich im gesamten Monat August, wie der japanische Fernsehsender NHK berichtete. In der Stadt Hagi im Südwesten des Landes wurden demnach fast 400 Leute wegen möglicher Erdrutsche evakuiert.
Wetteraussichten für heute, Mittwoch, den 27. August
Im Süden gehen am Vormittag noch einige gewittrige Schauer nieder, sonst halten sich oft viele Wolken. Später bilden sich von Südwesten her erneut Schauer und Gewitter, lokal fallen diese mit Starkregen und stürmischen Böen auch kräftig aus. Die Temperaturen erreichen 21 bis 29 Grad.
Auch der Donnerstag bringt verbreitet teils kräftige Schauer und Gewitter. Stellenweise fällt ergiebiger Dauerregen. Auch danach bleibt das Wetter wechselhaft und teils gewittrig. Es wird zudem windig und schrittweise kühler.
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Mindestens 30 Tote bei Erdrutsch in Indien
In Indien sind bei einem durch starke Regenfälle ausgelösten Erdrutsch einem Medienbericht zufolge mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich am Dienstag auf einer Pilgerroute von Hindus in der Nähe des Schreins Vaishno Devi in der nordindischen Himalaya-Region Jammu und Kaschmir, wie die Nachrichtenagentur ANI am Mittwoch meldete. Die Telekommunikationsverbindungen in dem betroffenen Berggebiet seien fast vollständig zusammengebrochen, sagte der Regierungschef der Region, Omar Abdullah. Flüsse seien über die Ufer getreten und hätten tiefer gelegene Gebiete überflutet, teilten die Behörden mit. Straßen und Brücken wurden beschädigt.
Unwetter in Teilen Europas
In Westeuropa gehen heute kräftige Schauer und Gewitter nieder. Die intensivsten Niederschläge inklusive Hagel, Starkregen und starken Windböen sind im Nordosten Spaniens, Süden Frankreichs und im Nordwesten Italiens zu erwarten. Auf der Balkanhalbinsel liegen die Temperaturen meist zwischen 26 und 30 Grad, im Westen der Türkei und auf Zypern sind bis zu 34 Grad möglich; auch auf Sardinien sind 30 bis 35 Grad zu erwarten. Auf den Britischen Inseln ist es oft kühl bei 14 bis 20 Grad, nur im Südosten Englands ist es mit 23 Grad milder.
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Der ehemalige Hurrikan Erin kreist derzeit als Tiefdruckkomplex nordwestlich von Irland und verursacht mit seinen Fronten zunehmend unbeständiges, schauer- und gewitteranfälliges Wetter.