Der Wetter-Tag bei wetter.de
Erst teils kräftige Gewitter, dann ruhiger
Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:
Nach mitunter kräftigen Gewittern, die auch den Osten unseres Landes erreichen und Unwetterpotenzial haben können, wird es im Laufe der Nacht anschließend wieder ruhiger. Dabei bilden sich zum Teil Dunst- oder Nebelfelder. Die Tiefstwerte bewegen sich bei 16 bis 5 Grad:

Die ersten Gewitter ziehen bereits über den Westen und Norden von Deutschland. Bisher sind allerdings nur wenige Regionen im Süden Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens betroffen. Jetzt werden sie aber immer zahlreicher und es bilden sich teils kräftige Gewitter, die sich am Abend schwerpunktmäßig in den Osten verlagern. Wie sich die Unwetterlage weiter entwickelt, könnt Ihr hier lesen.
Video: Gewitterregen sorgt für Temperatursturz
Verliebt in versteckte Städte

Amsterdam? Brüssel? Brügge? Klar, kennt man. Doch zwischen Pommes, Käse und Fahrrädern verstecken sich Städte, die mindestens genauso charmant sind – nur eben ohne die Touri-Massen und mit deutlich mehr Überraschungspotenzial. Hier kommen fünf unterschätzte Perlen, die mehr Aufmerksamkeit verdienen als das letzte Selfie vorm Manneken Pis:
Klimaschutz versus Wohnungsbau: Niederländische Kommunen in der Zwickmühle

In den Niederlanden geraten zahlreiche Kommunen bei der Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen in Konflikt mit ihren Wohnungsbauplänen. Laut einer Untersuchung von RTL Nieuws berichten 130 von 342 befragten Gemeinden, dass sie Schwierigkeiten haben, den Anforderungen des Klimaschutzes gerecht zu werden, ohne dabei ihre Wohnungsbauziele zu gefährden.
Die Herausforderungen sind vielfältig: Um sich gegen die Folgen des Klimawandels wie extreme Trockenheit oder Starkregen zu wappnen, planen Kommunen Maßnahmen wie die Schaffung von Grünflächen zur Hitzeminderung oder die Einrichtung von Wasserspeichern zur Regenwasserrückhaltung. Diese benötigen jedoch zusätzlichen Raum, der in dicht besiedelten Gebieten oft nicht verfügbar ist. Zudem ist der Untergrund häufig durch bestehende Infrastruktur wie Kabel und Rohrleitungen belegt, was die Umsetzung weiter erschwert.
Ein Beispiel ist die Gemeinde Enschede, die in der Vergangenheit natürliche Bäche zugeschüttet hat. Nun versucht sie, diese wiederherzustellen, um die Wasserableitung bei Starkregen zu verbessern. Im vergangenen Sommer führte eine heftige Regenperiode dazu, dass ein ganzes Wohnviertel überflutet und unbewohnbar wurde.
Die Untersuchung zeigt, dass viele Gemeinden zwischen der Notwendigkeit, neuen Wohnraum zu schaffen, und den Anforderungen des Klimaschutzes abwägen müssen. Die begrenzte Verfügbarkeit von Flächen und finanziellen Mitteln verschärft dieses Dilemma zusätzlich.
Sonne, Regen, Temperatursturz: Das Wetter kippt

Am Samstag zeigt sich das Wetter in Deutschland noch von seiner wechselhaften Seite. Während es in der Landesmitte teils kräftige Regengüsse und Gewitter gibt, bleibt es im Süden zumindest zeitweise sonnig – allerdings nicht überall trocken. Der freundlichste Abschnitt reicht vom Emsland bis ins nördliche Brandenburg, ehe von Dänemark her neue Schauer nach Schleswig-Holstein ziehen. Die Temperaturen schwanken stark: Im Norden liegen die Höchstwerte bei 13 bis 19 Grad, im Süden sind lokal über 27 Grad möglich.
Am Sonntag wird es deutlich kühler. Vor allem im Süden dominieren dichte Wolken, von der Pfalz bis nach Franken fällt immer wieder Regen. Weiter südlich ist auch gewittriger Regen möglich. In der Nordhälfte bleibt es meist trocken, nur von Schleswig-Holstein bis in die Uckermark ziehen einige Schauer durch. Die Temperaturen erreichen nur noch 11 Grad an der Nordsee bis maximal 18 Grad im Südwesten.
Der Montag bringt im Südosten weiterhin Regen, während es im Norden und Westen freundlicher und meist trocken bleibt. An der Nordsee zeigt sich häufiger die Sonne. Die Temperaturen gehen weiter zurück – auf 9 Grad am Alpenrand und bis zu 17 Grad im Rhein-Main-Gebiet.
Sturm und Überschwemmungen: Neuseeland im Ausnahmezustand
Neuseeland wird derzeit von einem schweren Unwetter heimgesucht. In der Hauptstadt Wellington erreichten Windböen Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h – die stärksten seit über einem Jahrzehnt. Erstmals seit Einführung des Warnsystems wurde eine rote Windwarnung ausgesprochen. Auf der Südinsel führten heftige Regenfälle zu Überschwemmungen und Erdrutschen. In Christchurch und dem Selwyn District wurde der Notstand ausgerufen. Zahlreiche Straßen sind unpassierbar, und es kam zu Evakuierungen in besonders betroffenen Gebieten. Der Flugverkehr ist erheblich beeinträchtigt: Am Flughafen Wellington wurden die meisten Flüge gestrichen, und auch Fährverbindungen zwischen Nord- und Südinsel sind ausgesetzt. Etwa 1.000 Haushalte sind ohne Strom. Schulen, Universitäten und öffentliche Einrichtungen bleiben geschlossen. Die Behörden warnen vor weiteren Gefahren durch hohe Wellen und rufen die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben und sich von Küstenbereichen fernzuhalten.
Zweimal gerettet – wegen eines Handys

Ein 20-jähriger Student ist Anfang der Woche innerhalb weniger Tage zweimal vom japanischen Fuji gerettet worden. Nachdem er beim ersten Mal per Hubschrauber geborgen worden war, kehrte er zurück – auf der Suche nach seinem verlorenen Handy. Am Samstag wurde der junge Mann erneut in rund 3.000 Metern Höhe entdeckt, laut Polizei mit Verdacht auf Höhenkrankheit. Warum er sich trotz gesperrter Wanderwege wieder auf den verschneiten Berg begab, bleibt offiziell unklar. Ob er sein Handy zurückbekommen hat, ebenso.
Waldbrandgefahr geht spürbar zurück

Die angespannte Lage zum Start in den Mai entspannt sich deutlich: Die Waldbrandgefahr in Deutschland nimmt spürbar ab. Während der Index des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Freitag noch vielerorts die höchste Warnstufe erreichte, sinken die Werte am Wochenende und zu Wochenbeginn auf niedrigere Stufen – teils deutlich unter die kritischen Marken.
Grund für die Entlastung ist Tief Henry, das heute mit seiner Kaltfront über die deutschen Küsten zieht und in der Nacht auf den Osten und die Mitte des Landes übergreift. Genau dort hatte die Waldbrandgefahr zuletzt noch besonders hoch gelegen. Spätestens am Montag sind in großen Teilen Deutschlands nur noch niedrige bis mittlere Indexwerte zu erwarten.
Schon sehr früh bei 20 Grad

Bedingt durch den Föhn lagen die Temperaturen bereits früh recht hoch. Teilweise wurde sogar die 20-Grad-Marke übersprungen. An der Spitze lag Wernigerode mit 20,6 Grad. Überhaupt könnte es in der Mitte und im Norden heute recht warm werden oder gar heiß, denn die 30-Grad-Marke wackelt. Bereits gestern wurden 29,7 Grad in der Spitze erreicht.
- Wernigerode (Sachsen-Anhalt) 20.6 Grad
- Stromberg (Rheinland-Pfalz) 20.3 Grad
- Weinbiet (Rheinland-Pfalz) 19.9 Grad
- Bad Harzburg (Niedersachsen) 19.8 Grad
- Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) 19.4 Grad
Deutschland verbraucht seine Ressourcen schon bis Mai

Schon am 3. Mai ist Schluss: Deutschland hat alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die ihm rechnerisch für das gesamte Jahr zustehen. Besonders problematisch ist der Bau- und Gebäudesektor, auf den rund 40 Prozent des Rohstoffverbrauchs entfallen – mit einem geringen Anteil an Recyclingmaterialien. Zum sogenannten Erdüberlastungstag fordert die Deutsche Umwelthilfe von der künftigen Bundesregierung einen radikalen Kurswechsel. Statt Neubau mit frischem Material soll künftig stärker auf Sanierung, Wiederverwendung und Recycling gesetzt werden. Durch konsequente Kreislaufwirtschaft könnten laut DUH bis 2045 insgesamt 66 Millionen Tonnen Rohstoffe und 60 Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden. Auch die öffentliche Hand müsse umdenken und in ihren Ausschreibungen Mindestquoten für Recyclingmaterial und wiederverwendete Produkte festlegen.
Gräserpollen übernehmen – Belastung steigt spürbar
Die Birkenblüte klingt langsam ab. Während die Pollenkonzentration in vielen Regionen nur noch gering bis mäßig ist, übernehmen jetzt andere Pflanzen das Geschehen: Gräserpollen nehmen deutlich zu und erreichen in weiten Teilen Deutschlands bereits mittlere Belastungswerte. Besonders in Westdeutschland, entlang des Rheins sowie in Teilen Mitteldeutschlands ist der Pollenflug spürbar stärker geworden. Zusätzlich fliegen weiterhin Eichenpollen, die regional – etwa rund um Düsseldorf, Frankfurt und Köln – für eine merkliche Reizung sorgen können. Insgesamt ist die Belastung für Allergiker damit wieder gestiegen.
Zweiteilung beim Wetter - Umschwung beginnt
Am Vormittag sind Schauer im Norden bei wechselnder Bewölkung noch selten, am Nachmittag werden sie aber zahlreicher und über der nördlichen Mitte bilden sich teils kräftige Gewitter, die sich am Abend schwerpunktmäßig in den Osten verlagern. In der Südhälfte geht es dagegen überwiegend sonnig und trocken durch den Tag. In weiten Landesteilen wird es mit 23 bis 31 Grad sommerlich warm bis stellenweise heiß, nur in Küstennähe ist es bei maximal 16 bis 20 Grad bereits kühler.
Anfang nächster Woche liegen die Höchstwerte nicht nur an den Küsten bei nur noch 10 bis 15 Grad. Was für ein Absturz vom heißen Sommer in den kühlen Frühling in wenigen Tagen. Blitz und Donner kündigen den Wetterumschwung an.
Wetterlage: Das erste Sommerhoch verschwindet langsam

Der Hochdruckeinfluss schwindet langsam über Deutschland. Ab der Nacht zum Freitag zieht von der Nordsee her eine Kaltfront mit Schauern und einzelnen Gewittern auf, die sich tagsüber schwerpunktmäßig in den Osten verlagert. Dahinter wird es im Norden kühler, an den Küsten sogar deutlich spürbar kälter. Ab dem Wochenende stellt sich in Schüben unbeständiges Wetter ein und am Sonntag hat sich deutlich kühlere Luft auch bis in den Süden durchgesetzt. Die Höchstwerte liegen dann nur noch bei 11 bis 19 Grad.