Der Wetter-Tag bei wetter.de

Hagel, Blitze, Unwettergefahr: Weiterhin kräftige Gewitter im Süden möglich

Wetter: Gewitter-Update um 15:20 Uhr
Heute Nacht besteht im Süden eine Gewittergefahr, ansonsten ziehen Wolken über Deutschland auf

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:

Weiterhin kräftige Gewitter im Süden möglich

Nachdem es im Tagesverlauf insbesondere im Süden Deutschlands schon ab und zu gekracht hat, gehen die Gewitter hier auch in der Nacht weiter. Sie können auch kräftiger ausfallen. Allerdings lässt sich nicht klar vorhersagen, wo es genau runterkommen wird. Im Nordwesten breiten sich hochnebelartige Wolken aus, die sich im Laufe der Nacht bis in die Mitte ausbreiten können. Diese Wolkendecke wird uns auch morgen früh noch beschäftigen.

Die wärmste Nacht erwartet die Rhein-Neckar-Region. Wenn die Temperaturen rund um Mannheim nicht unter 20 Grad sinken, kann es auch tropisch werden.

Gewitter-Update: Im Süden kracht es schon

Gewitter-Update um 15:20 Uhr
Gewitter-Update um 15:20 Uhr

Die Gewitterzellen über Deutschland bewegen sich in Richtung Norden. Stand 15:20 Uhr ist gut zu erkennen, dass sich die aktuellen Gewitter insbesondere in der Schweizer Alpennähe bilden und von dort aus in Richtung Baden-Württemberg ziehen. Nördlich von Stuttgart liegt gerade sogar eine Superzelle.

Ein weiterer Gewitter-Hotspot liegt aktuell zwischen Ingolstadt und Regensburg. Die nördlichsten Gewitterzellen reichen gerade bis Bamberg und Würzburg.

Zahl der Todesopfer nach Sturzfluten in Kaschmir und Pakistan steigt auf fast 230

India Kashmir Flash Floods
Durch die Sturzfluten am Donnerstag beschädigte Gebäude im Dorf Chositi, Distrikt Kishtwar, indisch kontrolliertes Kaschmir.

Nach schweren Regenfällen und Sturzfluten in Kaschmir und im Norden Pakistans sind inzwischen fast 230 Menschen ums Leben gekommen. In Nordpakistan und dem pakistanisch verwalteten Teil Kaschmirs starben nach Angaben der Rettungsbehörde 164 Menschen, im indisch kontrollierten Teil von Kaschmir stieg die Zahl der Toten laut örtlichen Behörden auf mindestens 65. In Indien konnten rund 170 Menschen gerettet werden, viele von ihnen schwer verletzt. Besonders betroffen ist das Dorf Chositi im Distrikt Kishtwar, ein Zwischenstopp auf einer Pilgerroute, wo am Donnerstag provisorische Zeltküchen weggespült wurden. Militär unterstützt die Rettungsarbeiten, die wegen schlechten Wetters und der Abgeschiedenheit des Gebiets erschwert werden. In der Monsunzeit, die bis September dauert, kommt es in der Himalaya-Region immer wieder zu solchen Sturzfluten.

Gewitter mit Starkregen und Hagel im Süden

Gewitter-Zelltracking
Im Süden sind bereits Gewitter unterwegs.

Über Baden-Württemberg entladen sich aktuell ein paar Gewitter. Neben Blitz und Donner ist auch Starkregen und Hagel ein Thema. Die Gewitter ziehen in nordöstlicher Richtung. In den kommenden Stunden kann es vor allem im Süden immer mal wieder lokal zu Unwettern kommen.

Video: So ziehen Wolken, Schauer und Gewitter

Sommerwetter mit Sonne, Wolken und einzelnen Gewittern

Am Samstag drohen von den Alpen bis zu den ostbayerischen Mittelgebirgen noch kräftige Gewitter, während es an Saar und Oberrhein viel Sonnenschein gibt. Im Nordwesten ist es oft wolkig, aber weitgehend trocken. Freundlicher zeigt sich das Wetter von der Ostsee bis zur Lausitz. An den Küsten weht frischer Wind bei 19 bis 23 Grad, im Süden werden 24 bis 29 Grad erreicht, im sonnigen Rhein-Neckar-Raum bis 32 Grad. Sonntag bleibt es meist freundlich, im Nordwesten zeitweise bewölkt und in Südostbayern sind noch Gewitter möglich. Montag und Dienstag bringt Hochdruckeinfluss viel Sonne und angenehme 21 bis 32 Grad, bevor am Mittwoch im Südwesten und an den Alpen erneut Gewitter aufziehen.

Sintflutartiger Regen und ein Auto, dass dreimal vom Blitz getroffen wird

Spaniens Feuerwehr mahnt bessere Prävention bei Waldbränden an

Trotz eines der besten Brandbekämpfungssysteme Europas fordert Spanien eine grundlegende Neuausrichtung seiner Waldbrandstrategie. Experten und Einsatzkräfte drängen auf eine bessere Bewirtschaftung der Wälder, verstärkte Klimaschutzmaßnahmen und überarbeitete Präventionskonzepte. Laut offiziellen Daten sanken die Ausgaben für Vorbeugung zwischen 2009 und 2022 um fast 52 Prozent. Schon Anfang Juli hatten Feuerwehrleute in Kastilien und León vor einer schweren Saison gewarnt. Die aktuelle Hitzewelle traf auf ausgetrocknete Wälder – unter anderem in der Sierra de la Culebra, die nun erneut brennt. Beobachter fordern eine überfällige Debatte, um auf künftige Extremsommer vorbereitet zu sein.

Extreme Hitze von Spanien bis zur Türkei

Eine massive Hitzewelle erfasst derzeit große Teile Europas – von der Iberischen Halbinsel über Frankreich und Norditalien bis nach Polen und in die Südtürkei. In Portugal und Spanien sind örtlich bis zu 45 Grad möglich, vor allem in Andalusien und Extremadura. Auch in Südfrankreich wurden Spitzenwerte um 40 Grad erreicht, nördlich der Loire lagen sie zwischen 34 und 39 Grad. In Norditalien, Polen und der Südtürkei herrschen ebenfalls außergewöhnlich hohe Temperaturen. Die Hitze hält in Teilen Südeuropas mindestens bis zum Beginn der neuen Woche an.

Caritas fordert mehr Hitzeschutz für Obdachlose in Bahnhöfen

Obdachlosigkeit in Berlin
Die Caritas hat mehr Schutzmaßnahmen für Obdachlose gefordert.

Die Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, Eva Welskop-Deffaa, hat angesichts der anhaltenden Sommerhitze mehr Schutzmaßnahmen für Obdachlose gefordert – insbesondere in Bahnhöfen. Ohne eigene Wohnung fehlten vielen Betroffenen kühle Rückzugsorte, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Zwar gebe es vielerorts Hilfen wie Arztmobile oder Trinkwasserangebote, doch diese müssten ausgebaut und gesichert werden. Räume wie Waschmöglichkeiten oder Kulturtreffs könnten Verwahrlosung verhindern und Gesundheitsrisiken mindern. Welskop-Deffaa warnte zudem vor Forderungen nach Vertreibung obdachloser Menschen, wie sie US-Präsident Trump jüngst in Washington angekündigt hatte.

Auch Neuss verbietet Baden im Rhein

Badeverbot Rhein
Nach fünf Todesfällen im Rhein innerhalb von 12 Tagen hatte bereits Düsseldorf ein Badeverbot im Rhein verhängt. Neuss ist nun nachgezogen.

Wegen gefährlicher Strömungen und tödlicher Badeunfälle hat nun auch die Stadt Neuss das Baden im Rhein untersagt. Die neue Verordnung gilt ab sofort für das gesamte Stadtgebiet, Verstöße können mit bis zu 1.000 Euro Bußgeld geahndet werden. Zuvor hatte bereits Düsseldorf ein Badeverbot erlassen. Behörden warnen, dass selbst im knöcheltiefen Wasser Strömungen Menschen in den Fluss ziehen können. Erlaubt bleibt das Betreten des Rheins nur bei Rettungseinsätzen, Bootsverkehr oder zum Angeln.

Tropensturm Erin steuert auf Hurrikanstärke zu

Tropical Weather
Tropensturm Erin verstärkt sich rasch und könnte am Wochenende als Kategorie-3-Hurrikan Teile der Karibik mit Sturm und Überschwemmungen treffen.

Der Tropensturm Erin, fünfter benannter Wirbelsturm der Atlantik-Saison, soll nach Prognosen bis Freitag Hurrikanstärke erreichen und sich am Wochenende zu einem Kategorie-3-Sturm entwickeln. Bereits auf den Kapverden forderte Erin mindestens acht Todesopfer. Derzeit zieht der Sturm mit rund 95 km/h westwärts, etwa 800 Meilen östlich der Nord-Leeward-Inseln. Für Teile der Karibik, darunter die nördlichen Leeward-Inseln, die US- und Britischen Jungferninseln sowie Puerto Rico, gelten Tropensturmwarnungen. Dort werden am Wochenende bis zu 15 Zentimeter Regen, Überschwemmungen, Erdrutsche und gefährliche Brandung erwartet.

Mindestens 56 Tote nach Sturzfluten in Kaschmir

38 Killed After Cloudburst Hits Jammu And Kashmirs Kishtwar District
Mehr als 50 Menschen wurden in Kaschmir Opfer von Sturzfluten.

Im indischen Teil Kaschmirs sind bei Sturzfluten mindestens 56 Menschen ums Leben gekommen, wie der örtliche Katastrophenschutz am Donnerstag mitteilte. Rund 80 Menschen gelten als vermisst, etwa 300 wurden gerettet – 50 davon mit schweren Verletzungen. Die Fluten zerstörten unter anderem eine provisorische Küche entlang einer hinduistischen Pilgerroute, in der sich über 100 Pilger aufgehalten haben könnten. Der Zugang zum Katastrophengebiet ist erschwert, Soldaten unterstützen die Rettungskräfte. Das Wetteramt warnt vor weiterem Starkregen und Überschwemmungen. Ausgelöst wurden die Fluten durch heftige Regenfälle – es ist bereits die zweite große Überschwemmungskatastrophe in Indien in diesem Monat.

Nochmal heiß, aber Gewitter beenden die Hitze

Sommerwetter - Schwerin
Ein vorerst letzter Tag Hitze steht uns bevor.

Heute kann es am Vormittag im Nordosten einzelne Schauer und Gewitter geben, später entwickeln sich auch über der Mitte und dem Süden Schauer und Gewitter, die teilweise unwetterartig mit Starkregen, Hagel und stürmischen Windböen ausfallen können. Ansonsten scheint oft die Sonne und es ist trocken. Zum Abend hin ziehen von der Nordsee her mehr Wolken auf. Die Höchstwerte liegen bei 26 Grad in Kiel bis 36 Grad in der Lausitz, auf den Inseln bei 22 bis 25 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Norden später teils böig aus westlichen bis nördlichen Richtungen.

Starkregen in der Nacht

In der Nacht gab es kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel, wobei in einer Stunde örtlich bis zu 50 Liter pro Quadratmeter Regen zusammengekommen sind.

Trend: Sommerwetter mit Sonne, Wärme und lokalen Gewittern

240706ZFSommergewitter News ID: EN 2024-07-06-2 UPDATE Sommergewitter über dem Erzgebirge: Sturmschäden im Vogtland  Kr
In der nächsten Woche bleibt es warm und dazu mischen sich ein paar Sommergewitter.

In den kommenden Tagen zeigt sich das Wetter in Deutschland meist sommerlich. Am Samstag sind im Südosten kräftige Gewitter möglich, während es vom Nordwesten bis in die Mitte zeitweise wolkig, aber überwiegend trocken bleibt. Zwischen Saarland und Sachsen gibt es längeren Sonnenschein. Die Temperaturen reichen von 19 Grad an der Nordsee bis zu 32 Grad am Oberrhein. Am Sonntag überwiegt in vielen Regionen freundliches Wetter, besonders in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Unterfranken. An den Alpen können sich einzelne Schauer oder Gewitter bilden. Montag und Dienstag verlaufen trocken und hochsommerlich mit viel Sonne, bei Höchstwerten von 27 bis 30 Grad, am Dienstag örtlich bis zu 32 Grad. An der Nordsee bleibt es mit rund 22 Grad kühler.

Blaualgen im Edersee – Behörde rät vom Baden ab

Im Edersee ist eine erhöhte Konzentration von Cyanobakterien der Blaualge festgestellt worden. Wie der Landkreis Waldeck-Frankenberg mitteilte, wird wegen möglicher Gesundheitsgefahren vom Baden sowie von Wassersportarten mit direktem Kontakt wie Surfen, Stand-up-Paddling oder Tauchen abgeraten. Betroffen ist besonders das Strandbad in Rehbach, wo eine deutliche Vermehrung der Blaualgen im Uferbereich festgestellt wurde. Die Toxine können unter anderem Hautreizungen, Übelkeit oder Atemprobleme verursachen, besonders bei Kindern und Haustieren. Auch in weiteren hessischen Gewässern wie dem Aartalsee, der Krombachtalsperre oder dem Hattsteinweiher gilt ein Badeverbot, für andere Seen gibt es Einschränkungen.

Die weltweiten Rentierpopulationen könnten bis zum Ende des Jahrhunderts drastisch schrumpfen. Eine in der Fachzeitschrift „Science Advances“ veröffentlichte Studie zeigt, dass es heute bereits fast zwei Drittel weniger Rentiere gibt als vor 30 Jahren. Bleiben die Treibhausgas-Emissionen auf heutigem Niveau, droht ein weltweiter Rückgang um 58 Prozent – in Nordamerika sogar um 84 Prozent. Selbst bei moderaten Emissionen wäre dort noch ein Minus von bis zu 42 Prozent möglich. In Südasien könnten Rentiere ganz verschwinden. Die Forschenden unter Leitung der Universitäten Kopenhagen und Adelaide warnen, dass die Bestände weit unter die sichere Überlebensgrenze sinken und fordern dringend mehr Schutzmaßnahmen, um die Tiere und die Lebensgrundlage vieler indigener Gemeinschaften zu erhalten.

Wetterlage: An einer Linie kann es gewittern

Die Ausläufer von Tief Quill stören noch das Hoch Kyra.
Die Ausläufer von Tief Quill stören noch das Hoch Kyra.

Zwischen Hoch Kyra und Baltikumhoch Julia befindet sich über Deutschland die Kaltfront von Tief Quill, die vom Nordosten über die Mitte bis in den Süden wechselhaftes Wetter bringt, sonst ist es überwiegend freundlich. Am Samstag bleibt es im Süden unbeständig, während sonst ruhiges Hochdruckwetter herrscht. Zudem gehen die Temperaturen zurück, bleiben aber meist auf sommerlich warmem Niveau. Am Sonntag kann es im Norden und an den Alpen leicht wechselhaft sein. Ab Montag setzt sich unter Hochdruckeinfluss zunehmend sonniges und trockenes Wetter durch. Am Mittwoch wird es im Süden ab Donnerstag überall unbeständiger und kühler, bevor sich zum Wochenende hin ein neues Hoch bemerkbar machen soll.

(mit dpa)