Der Wetter-Tag bei wetter.de
Frostige Nacht, sonniger Morgen

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:
Im Norden und Nordosten ziehen in der Nacht ein paar Wolken durch, bringen aber keinen Regen. Weiter südlich wird’s meist klar – perfekte Bedingungen für Sternengucker. Die Temperaturen rutschen auf 10 bis 4 Grad, in manchen Bergtälern oder an den Alpen kann’s sogar bis an den Gefrierpunkt gehen. In Bodennähe ist hier und da etwas Frost drin.
Mittwoch mit Kontrasten: Während sich im Norden und Osten ein paar Wolken tummeln, bleibt es dort trotzdem trocken. Der Süden und Westen hingegen baden im Sonnenschein. Die Temperaturen steigen im Norden auf 15 bis 20 Grad, sonst sind sogar 19 bis 25 Grad drin – am Rhein und Neckar wird’s mit bis zu 27 Grad fast schon sommerlich. Oben pfeift der Wind frisch aus Nord bis Nordwest, unten bleibt’s eher windstill.
Dunkelrot auf der Dürrekarte

Viele Böden in Niedersachsen und Bremen sind sehr trocken. Vor allem die oberste 25 Zentimeter dicke Schicht ist vielerorts ausgetrocknet, wie der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig zeigt. So ist auf der Karte Dürre im Oberboden der letzten 30 Tage für Niedersachsen und Bremen der Großteil dunkelrot - das Kennzeichen für die höchste Dürrestufe.
Landwirte und Gartenfreunde müssen derzeit viele Flächen wässern, damit Pflanzen nicht vertrocknen. Auch Anlagen wie die Herrenhäuser Gärten brauchen derzeit viel Wasser, um die Pflanzenvielfalt zu erhalten. Dort werden täglich mehr als eine Million Liter Wasser für die Gärten verbraucht, wie eine Sprecherin sagte:
Deutschland trocknet aus: Wetter oder Klimakrise?

Fast 500 Strände in Italien erhalten blaue Flagge
Wer dieses Jahr Urlaub in Italien plant, hat gute Chancen auf hervorragende Strände: Fast 500 Küstenabschnitte dürfen 2025 die blaue Flagge hissen – ein internationales Gütesiegel der Umweltstiftung FEE. Die jährliche Auszeichnung steht unter anderem für gute Wasserqualität, saubere Anlagen und einen verantwortungsvollen Umgang mit Abwasser und Müll. In diesem Jahr erfüllen nun 487 italienische Strände diese Voraussetzungen, zwei mehr als im Vorjahr.
Die meisten Auszeichnungen gingen erneut an die Region Ligurien im Nordwesten mit 33 Stränden. Es folgen 27 Orte in der südlichen Region Apulien und 23 ausgezeichnete Küstenabschnitte in Kalabrien. Zu den 15 Neuzugängen zählen bekannte Urlaubsorte wie San Teodoro auf Sardinien und Formia bei Rom. Fünf Gemeinden verloren ihre blaue Flagge.
Augenärzte warnen: Der Klimawandel bedroht Augen und Sehvermögen
Mehr Sonne, mehr Kunstlicht, mehr Risiko: „Die Zunahme der UV-Strahlung und des blauen Anteils im sichtbaren Licht können unseren Augen schaden”, warnt Augenarzt Dr. Armin Scharrer, Präsident des großen DOC-Augenchirurgen-Kongresses, der am Donnerstag, 15.5.2025, in Nürnberg beginnt. „Dadurch erhöht sich das Risiko für Erkrankungen wie den Grauen Star und Netzhautschäden.”

Laut Dr. Scharrer hat die Belastung durch UV-A und UV-B-Strahlen in den letzten 30 Jahren durch den Klimawandel um bis zu 20 Prozent zugenommen. Das kann sowohl die Eiweißstrukturen der Augenlinse schädigen als auch die Zellen der Netzhaut angreifen. Daneben gibt es Hinweise darauf, dass auch der Blauanteil des Tageslichts und möglicherweise auch das blaue Licht aus LED-Lampen sowie PC- und Laptop-Monitoren langfristig die Linsen trüben oder eine altersbedingte Makuladegeneration (AMD) fördern kann.
Sonne - was sonst? Aber kleine Änderung kommt
Und täglich grüßt das Murmeltier - nicht wie im Film mit Schnee, sondern mit ganz viel Sonnenschein. Der Tag beginnt erneut mit viel Sonne und es bleibt strahlend schön. Ein paar Wolken ziehen am Nachmittag nordöstlich der Elbe durch und über dem äußersten Südwesten bilden sich kleine Quellwolken. Ein geringes Schauer- und Gewitterrisiko besteht nur im Südschwarzwald. Die Temperaturen erreichen 17 bis 22, im Westen 22 bis 25 Grad.
Ähnlich warm verläuft der Mittwoch. Der Donnerstag bringt vor allem dem Osten spürbare Abkühlung. Mit teils kräftigem Wind ziehen in der Osthälfte, also etwa von der Ostsee über Sachsen bis zu den Alpen, zeitweise dichte Wolken durch und bringen örtlich auch etwas Regen mit.
Oft trocken - nur im Südosten bis zu 30 Liter Regen möglich
Nennenswerter Regen fällt bis einschließlich Sonntag nur am direkten Alpenrand mit rund 10 Liter pro Quadratmeter, im Berchtesgadener Land können es auch 20 bis 30 Liter werden. Sonst fallen nur wenige Liter, viele Regionen dürften sogar leer ausgehen. In einigen Regionen von Ostwestfalen fiel im Mai bislang kein Tropfen Regen! Und damit reiht sich der Mai wohl nahtlos in die Liste der viel zu trockenen Monate seit Februar dieses Jahres ein, denn momentan ist kein landesweiter ergiebiger Regen für das letzte Maidrittel in Sicht.
Zum Teil immer noch frostig am Morgen

Ein kleines Tief knabbert an Hoch Simone

Der Hochdruckeinfluss mitsamt trockener Luft reicht derzeit vom Nordatlantik über Mitteleuropa bis zum Schwarzen Meer. Ein kleines Gewittertief über den Alpen kann heute noch höchstens den äußersten Südwesten (Südbaden) beeinflussen. Von Mittwoch auf Donnerstag zieht dann aber die Kaltfront eines Tiefs über Skandinavien von Nord nach Süd über unser Land hinweg und durchbricht den Hochdruckeinfluss über Mitteleuropa. Ein Hochzentrum bleibt über dem Nordatlantik, ein zweites über dem Schwarzen Meer bestehen. Zwischen dem Nordatlantikhoch und dem Skandinavientief stellt sich eine nördliche Strömung ein, mit der vor allem in der Osthälfte unseres Landes merklich kühlere und auch etwas feuchtere Luft einströmt.
Niedrigste Pegelstände seit 40 Jahren für April in Kaub
Die Wasserstände am Pegel Kaub im Rhein sind in diesem April nach amtlichen Angaben so niedrig gewesen wie seit mehr als 40 Jahren nicht. „Das ganze Frühjahr ist sehr trocken”, sagte der Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein, Florian Krekel. Im April ist es für die Jahreszeit ebenfalls sehr trocken gewesen. Seit 1981 hat es keine niedrigeren Pegelstände in Kaub (Rhein-Lahn-Kreis) gegeben.
Waldbrände in USA kommen Hannover Rück teuer zu stehen
Die Waldbrände in den USA belasten die Bilanz des weltweit drittgrößten Rückversicherers Hannover Rück. Der Gewinn sank im ersten Quartal um 13,9 Prozent auf 480 Millionen Euro, wie die Talanx-Tochter am Montag mitteilte. Allein die Feuer kosteten 631 Millionen Euro und damit mehr, als insgesamt für Großschäden im ersten Quartal vorgesehen war. „Die verheerenden Waldbrände in Kalifornien sind ein weiteres Beispiel dafür, wie der Klimawandel Risiken für extreme Wetterereignisse begünstigt”, sagte Hannover-Rück-Chef Clemens Jungsthöfel. Dazu kamen der Flugzeugabsturz in Washington, das Erdbeben in Malaysia und weitere Schäden. Insgesamt summieren sich die Ausgaben für Großschäden auf 765 Millionen Euro:
Zehn Jahre Nationalpark im Hunsrück - wie die Natur die Regie übernimmt
Der Fichtenwald ist tot, aber von unten wächst es sattgrün nach. Junge Buchen, Himbeeren, Vogelbeeren und Birken breiten sich flächig zwischen abgestorbenen grauen Stämmen aus, die kreuz und quer am Boden liegen. „Hier entsteht ein neuer Wald”, sagt der Leiter des Nationalparkamts Hunsrück-Hochwald, Harald Egidi. „Es ist unglaublich, wie die Vegetation anspringt.”
An einer Kreuzung ist kein Durchkommen mehr. Wege sind zugewachsen, Äste und Baumstämme versperren sogar den Blick ins wilde Grün. Ganz klar: In weiten Teilen im Nationalpark hat die Natur längst die Regie übernommen. „Das ist nicht unser Verdienst. Das ist einfach die Dynamik”, sagt Förster Egidi. Jetzt wird der Nationalpark zehn Jahre alt - und er sorgt immer wieder für Überraschungen.
Wieder Vulkanausbruch auf den Philippinen

Der Vulkan Kanlaon brodelt mal wieder auf den Philippinen. Der Ausbruch dauerte laut seismischen Instituts gerade einmal fünf Minuten. Einwohner von Barangay Pula in der Stadt Canlaon und La Castellana berichteten, während des Ausbruchs grollende Geräusche gehört zu haben.
Bauernregeln im Mai: Wie wird unser Sommer?
Der Mai ist der letzte Frühlingsmonat, hat aber oft genug auch schon Sommertemperaturen oder sogar Hitzetag im Programm. Am anderen Ende der Wetterextreme im Mai stehen Kälteeinbrüche mit Frost. Auch die sind gar nicht so selten. Die Eisheiligen können ein Lied davon singen. In welche Richtung es in diesem Mai auch geht – sagt das was über das Wetter im Sommer voraus? Wäre schön, wenn man der einen oder anderen Bauernregel für den Mai vertrauen könnte.
Wissenswertes aus der Wetterküche: Was sind nochmal die Eisheiligen?