Der Wetter-Tag bei wetter.de

Frische Nacht mit Nebel im Nordwesten

Wetter in der Nacht zu Montag, 18. August, in Deutschland
Vielerorts kann sich am Abend Nebel bilden.

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:

In der Nacht zum Montag kühlt es kräftig ab. Die Temperaturen sinken auf Werte zwischen 8 und 15 Grad, an der Nordsee werden noch bis zu 17 Grad erreicht. Meist bleiben die Temperaturen allerdings zweistellig. Dabeibleibt der Himmel in den meisten Regionen klar.
Im Westen ziehen hingegen dichtere Wolken auf, dazu können sich stellenweise Nebelfelder bilden – ebenso im Umfeld der Nordsee. Vor allem im Nordwesten ist mit teils dichtem Nebel zu rechnen. Die Sichtweiten können örtlich unter 150 Meter fallen.

Spanien kämpft gegen verheerende Waldbrände

Die schweren Brände im Nordwesten Spaniens haben Ministerpräsident Pedro Sánchez veranlasst, seinen Sommerurlaub abzubrechen. Am Montag will er die besonders betroffenen Provinzen Ourense und León besuchen. In den vergangenen zwei Wochen wurden bereits rund 1150 Quadratkilometer zerstört – eine Fläche mehr als doppelt so groß wie der Bodensee. Tausende Menschen mussten fliehen, mindestens drei kamen ums Leben.
Am Sonntag brannten landesweit 20 Feuer der höchsten Gefahrenstufe. Trockenheit und Temperaturen von über 40 Grad verschärfen die Lage. Spanien erhält EU-Hilfe: Aus den Niederlanden trafen Löschflugzeuge ein, aus Bonn machte sich ein Konvoi mit mehr als 20 Feuerwehrfahrzeugen und 67 Kräften auf den Weg.
Besonders betroffen sind Galicien, Kastilien und León, Extremadura und Asturien. Straßen und Bahnstrecken wurden gesperrt, in Dörfern galt Ausgangsverbot. Zahlreiche Menschen wurden wegen Brandstiftung festgenommen. Laut Feuerwehr gleichen die Einsätze einem Kampf gegen einen „Tsunami aus Feuer“.
Nach Angaben des Europäischen Waldbrandinformationssystems (EFFIS) wurden 2025 bereits 157.000 Hektar zerstört – doppelt so viel wie die Fläche Hamburgs. Damit ist es schon jetzt eines der schlimmsten Brandjahre seit zwei Jahrzehnten. Auch Portugal kämpft parallel gegen mehrere Großbrände.

Extreme Hitze setzt Europas Stromnetze unter Druck

Eine anhaltende Hitzewelle sorgt in Europa nicht nur für Gesundheitsrisiken, sondern auch für Belastungsproben der Stromversorgung. Wie eine Analyse zeigt, erreichen die Stromnetze in mehreren Ländern immer wieder kritische Lastspitzen. Vor allem die Klimaanlagen treiben den Verbrauch nach oben, während gleichzeitig Wassermangel die Kühlung von Kraftwerken erschwert.
Besonders betroffen ist Spanien, wo Daten belegen, dass Hitzeperioden deutlich länger, häufiger und intensiver auftreten als noch vor wenigen Jahrzehnten. Dort müssen Netzbetreiber regelmäßig eingreifen, um die Versorgung stabil zu halten. Auch in anderen Ländern wächst die Sorge, dass die Infrastruktur nicht ausreichend auf die zunehmenden Extremwetterereignisse vorbereitet ist.
Experten fordern deshalb Investitionen in Netze und Speicher, um die Energieversorgung auch bei künftigen Hitzewellen sicherzustellen.

Hurrikan Erin schwächt sich ab – Warnungen bleiben

Hurricane Erin Strengthens Into Category 5 Hurricane
Trotz Abschwächung bleibt Erin gefährlich: Überflutungen und hoher Wellengang möglich; US-Festland wohl nicht direkt betroffen, Küstenströmungen in North Carolina.

Erin hat am Sonntag an Stärke verloren und wurde vom US-Hurrikanzentrum von Kategorie fünf auf Kategorie drei herabgestuft. Der Wirbelsturm zieht nördlich an den Jungferninseln und Puerto Rico vorbei und bleibt trotz schwächerer Winde gefährlich. Für die Turks- und Caicos-Inseln sowie den Südosten der Bahamas gelten weiter Sturmwarnungen; es drohen Überschwemmungen, Sturzfluten und gefährlicher Wellengang. Entlang der Küste von North Carolina können lebensgefährliche Strömungen auftreten, das US-Festland wird nach aktueller Prognose aber nicht direkt getroffen.

Der Hochsommer neigt sich dem Ende zu

Wettervorhersage für 3 Tage ab Dienstag
Die Gradzahlen gehen runter, doch sommerlich warm bleibt es trotzdem noch.

In dieser Woche verabschiedet sich der Hochsommer aus Deutschland. Für einen sommerlichen Abgesang ist es aber natürlich viel zu früh. Dennoch lassen wir die Hitzezeiten jetzt hinter uns. Auch über Südeuropa zerplatzt zum Wochenstart die 40-Grad Hitzeblase. In Spanien geht es jetzt normal heiß mit bis zu 35 Grad weiter. Von Dienstag bis Donnerstag wird es in Südfrankreich, der Schweiz, Norditalien, Österreich sowie in Slowenien und Kroatien ungemütlich. Dort drohen kräftige Gewitter. Auch bei uns geht es im Wochenverlauf nicht ganz ohne Blitz und Donner. Nennenswert Regen kommt dabei aber nur in Baden-Württemberg und Bayern zusammen.

Schweden: Sparaufruf in Stockholm nach extrem heißem Juli

Stockholm steht unter Wasserspar-Appell nach einem Jahrhundert-Juli: Der See Mälaren, Hauptquelle für Trinkwasser, ist ungewöhnlich warm, und das beeinträchtigt die Wasseraufbereitung. Die Behörden fordern Bürger und Unternehmen auf, Wasser zu sparen – etwa durch verkürztes Duschen und das Vermeiden von Rasen-Sprengen oder Pool-Befüllung. Der Juli war in Teilen Nordeuropas der heißeste seit langem, was laut Studien durch den Klimawandel erheblich verstärkt wurde.

Indonesien: Unterwasserbeben der Stärke 5,8 erschüttert Sulawesi

Indonesia Earthquake
Rettungskräfte der Regionalen Katastrophenschutzbehörde (BPBD Sulawesi Tengah) räumen nach dem Erdbeben in Poso Trümmer einer Kirche weg.

Ein Erdbeben der Stärke 5,8 hat am Sonntag die Region um Poso in Zentralsulawesi getroffen. Mindestens 29 Menschen wurden verletzt, darunter zwei in kritischem Zustand; die meisten waren Besucher eines Sonntagsgottesdienstes. Etwa 15 Nachbeben folgten, doch eine Tsunami-Warnung blieb aus. Das lokale Krisenzentrum bemüht sich derzeit um eine schnelle Einschätzung der Schäden.

Hund im heißen Auto zurückgelassen – Polizei rettet Malteser

In Nohfelden (Kreis St. Wendel) haben Polizisten einen Malteser aus einem überhitzten Auto befreit. Das Tier war am Freitag in der prallen Sonne zurückgelassen worden, während sein Halter am Bostalsee im Strandbad war, wo Hunde verboten sind. Die Beamten schlugen die Scheibe ein, da der Hund trotz leicht geöffnetem Fenster in Lebensgefahr schwebte.
Der Malteser war bereits stark erschöpft, konnte aber nach der Rettung schnell versorgt werden. Der 36 Jahre alte Halter wurde zunächst vergeblich gesucht. Gegen ihn wird nun wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.

Grundwasserlage in Hessen deutlich entspannter

Die Grundwassersituation in Hessen ist in diesem Sommer weniger kritisch als in den Trockenjahren 2018 bis 2022. Nach Angaben der Landesbehörden liegen 55 Prozent der Messstellen im normalen Bereich, 18 Prozent sogar auf hohem oder sehr hohem Niveau. Lediglich 21 Prozent zeigen niedrige oder sehr niedrige Grundwasserstände. Insgesamt bewegt sich der Großteil der Messstellen damit im normalen bis sehr hohen Bereich.
Kurzfristige Sommerniederschläge spielen dabei kaum eine Rolle. Das Grundwasser reagiert wesentlich träger als Flüsse und Seen. Während in flachen oder durchlässigen Schichten Wasser innerhalb weniger Wochen ankommt, kann es in tieferen Grundwasserleitern Monate bis Jahre dauern. Nachhaltige Veränderungen entstehen nicht durch einzelne Regenperioden, sondern durch die Abfolge mehrerer nasser oder trockener Jahre. Die Vorräte in Hessen profitieren aktuell noch von den niederschlagsreichen Jahren 2023 und 2024.

Extreme Regenfälle fordern Hunderte Tote in Asien

APTOPIX Pakistan Flash Floods
Rettungskräfte waren im Dauereinsatz nach den Sturzfluten in Pakistan.

Asien kämpft weiter mit den Folgen ungewöhnlich heftiger Regenfälle. In Nordchina kamen bei einer Sturzflut in der Inneren Mongolei mindestens acht Menschen ums Leben, vier weitere werden vermisst. Ein Fluss am Rande der Stadt Bayannur war nach starkem Regen über die Ufer getreten und hatte 13 Camper mitgerissen. Eine Person konnte gerettet werden. Seit Juli erlebt China immer wieder Extremwetter, die Meteorologen mit dem Klimawandel in Verbindung bringen. Tausende mussten ihre Häuser verlassen, wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe drohen.
Noch verheerender ist die Lage in Pakistan: Dort starben nach den jüngsten Sturzfluten mindestens 344 Menschen, allein in der besonders betroffenen Provinz Khyber Pakhtunkhwa kamen 324 ums Leben. Rettungskräfte sind in neun Bezirken im Einsatz, viele Straßen sind gesperrt, sodass Helfer oft nur zu Fuß in abgelegene Dörfer gelangen. Die Regionalregierung erklärte mehrere Bergregionen zu Katastrophengebieten. Das Wetteramt warnt vor weiterem Starkregen in den kommenden Tagen. Seit Beginn der Monsunzeit im Juni kamen landesweit bereits mehr als 650 Menschen ums Leben.

Sonniger Sonntag mit mehr Wolken

Starnberger See
Der Sonntag bietet nochmal die Chance für einen Tag am See.

Der Sonntag zeigt sich in vielen Regionen von seiner freundlichen Seite: Viel Sonne, nur wenige Wolken und keine 30 Grad in Sicht. Im Nordwesten und Westen bis hin zum Harz bleibt es zwar bewölkter, Regen fällt aber kaum. Die Temperaturen reichen von 19 bis 23 Grad im Norden bis zu 28 Grad im Südwesten. In der Nacht kühlt es spürbar ab, bei klarem Himmel sinken die Werte auf 8 bis 15 Grad.

Sommer verabschiedet sich mit kühlem Wetter

Nach sonnigen Tagen zum Wochenbeginn mit bis zu 31 Grad im Südwesten zeigt sich der Sommer in Deutschland ab Mittwoch deutlich schwächer. Während es im Osten noch bis zu 29 Grad geben kann, bringt die zweite Wochenhälfte Regen, Wolken und Abkühlung. Am Donnerstag liegen die Höchstwerte nur noch bei 18 bis 22 Grad, am Freitag teils sogar nur bei 16 Grad. Zum Wochenende beruhigt sich das Wetter zwar etwas, die Nächte bleiben aber ungewöhnlich kühl mit 7 bis 13 Grad.

Wetterlage: Temperaturen werden milder

Wetterlage für Sonntag, 17. August

Zwischen Hoch Kyra über dem Nordatlantik und Tief Quill lässt der Sommer bei den Temperaturen langsam etwas lockerer als noch in der vergangenen Woche. Zu den milderen Temperaturen gesellen sich auch mehr Regenschauer.

(mit dpa)