Mücken suchen warmes Quartier
Kühle Nächte treiben Mücken ins Haus

Wenn die Nächte kühler werden, kommt Bewegung ins Mückenspiel. Was tagsüber noch surrend über Pfützen, Regentonnen und Gärten schwirrt, sucht sich plötzlich neue Unterschlüpfe. Und tatsächlich: Wohnungen stehen bei den kleinen Plagegeistern hoch im Kurs.
Warum Mücken Schutzräume brauchen
Mücken lieben die Wärme. Sinkt die Temperatur draußen, wird es für sie schnell ungemütlich. Vor allem im Spätsommer und Herbst sind sie auf der Suche nach geschützten und trockenen Quartieren. Genau das bieten viele Wohnungen – auch wenn sie eigentlich nicht als Wellnesshotel für Mücken gedacht sind. Durch offene Fenster und Türen gelangen sie hinein, oft unbemerkt beim kurzen Stoßlüften am Abend.
Lieblingsplätze in der Wohnung
Drinnen suchen sich die Plagegeister nicht etwa ein Plätzchen in der Nähe von Lampen oder Heizkörpern, sondern in dunkle Ecken, Spalten, hinter Schränke oder unter Sofas. Dort ruhen die Tiere tagsüber aus und werden in der Dämmerung wieder aktiv. Weibliche Mücken suchen im Herbst allerdings kaum noch Blut, da sie keine neue Eiablage vorbereiten. Stattdessen verfallen sie in eine Art Winterruhe. Wer also plötzlich eine Mücke im Wohnzimmer entdeckt, muss nicht gleich mit nächtlichen Attacken rechnen – manchmal sind die Tiere einfach nur auf der Durchreise ins Überwinterungsquartier.
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Feuchter Sommer – mehr Mücken im Haus
Ob es viele oder wenige Mücken in die Wohnungen schaffen, hängt stark vom Sommer ab. War er verregnet, steigen die Populationen deutlich an. Die Folge: mehr Tiere, die im Herbst ihre Schutzräume suchen. Gut zu wissen: Besonders Wohnungen, die nicht dauerhaft stark beheizt sind, sondern eher kühl und dunkel bleiben, werden dann interessant für die Insekten.
Kein Grund zur Panik
Stiche sind im Spätherbst selten, da die Blutmahlzeit nicht mehr gebraucht wird. Vielmehr geht es ums Überleben bis zum nächsten Frühjahr. Manche Arten überstehen die kalte Jahreszeit sogar als erwachsene Tiere in Gebäuden, Kellern oder Garagen.
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Was hilft gegen die ungebetenen Gäste?
- Abends Fenster nur mit Fliegengitter öffnen
- Mücken in Zimmerecken vorsichtig absaugen
- Räume nicht dauerhaft dunkel und feucht halten
- Kleine Ritzen abdichten, um den Zugang zu verhindern
Werden die Nächte wieder kälter, nimmt die Zahl der Mücken in den Wohnungen ohnehin ab. Ganz verschwunden sind sie allerdings erst mit dem Winterfrost.
Unterschlupf statt Blutmahlzeit
Kurz gesagt: Ja, Mücken zieht es bei kühlen Nächten in die Wohnungen. Nicht, weil sie stechen wollen – sondern weil es schlicht um Schutz vor der Kälte geht. Dunkle, kühle und stille Zimmerecken werden dabei schnell zum perfekten Winterlager für die kleinen Surrer.
(avo)