Tipps gegen unerwünschte Untermieter
Wenn Tauben den Balkon zur Toilette machen – das kannst du dagegen tun

Kaum ist der Frühling da, machen sich Tauben auf Balkonen breit – und hinterlassen jede Menge Dreck. Doch es gibt Mittel und Wege, sich die Vögel dauerhaft vom Hals zu halten.
Taubenplage im Frühsommer: Was das Problem wirklich ist
Zwischen Mai und Juni werden Balkone in vielen Städten zum bevorzugten Aufenthaltsort für Stadttauben. Die Tiere sind in dieser Zeit besonders aktiv, weil sie auf der Suche nach einem Nistplatz sind oder gezielt Futterquellen anfliegen. Was sie hinterlassen, ist alles andere als harmlos: Ihr Kot ist nicht nur unhygienisch, sondern kann auch dauerhafte Schäden an Fassaden, Geländern und Bodenbelägen verursachen. Zudem gilt Taubenkot als potenzieller Überträger von Krankheitserregern, was ihn vor allem auf Sitz- und Essplätzen im Freien zum echten Problem macht.
Abschreckung mit einfachen Mitteln
Wer keine Lust auf tägliches Putzen hat, kann mit simplen Mitteln erste Erfolge erzielen. Bewegliche Objekte wie flatternde Windspiele oder reflektierende Alustreifen irritieren die Tiere und halten sie häufig fern. Auch bunte Wimpelketten oder ausgediente CDs können helfen – wichtig ist dabei, dass sie sich bewegen und Lichtreflexe erzeugen. Auch Ultraschallgeräte zur Vogelabwehr gibt es inzwischen für den Privatgebrauch, allerdings ist deren Nutzen umstritten.
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Was wirklich hilft: Barrieren statt Vergrämung
Langfristig wirksamer sind physische Hindernisse. Dazu zählen engmaschige Netze oder sogenannte Spikes, die auf Geländern oder Fensterbänken angebracht werden. Diese verhindern das Landen und Brüten, ohne die Tiere zu verletzen – was gesetzlich auch vorgeschrieben ist. Wichtig: Netze dürfen nur so angebracht werden, dass keine Tiere darin hängen bleiben können. Wer zur Miete wohnt, sollte vor baulichen Veränderungen mit der Hausverwaltung sprechen.
Fütterungsverbot beachten – auch indirekt!

Was viele nicht wissen: Schon das Ausstreuen von Brotkrumen auf dem Balkon kann ausreichen, um Tauben dauerhaft anzulocken. Wer füttert – bewusst oder unbewusst – riskiert nicht nur eine Verschärfung des Problems, sondern in vielen Städten auch ein Bußgeld. Denn in zahlreichen Kommunen herrscht ein ausdrückliches Fütterungsverbot für Tauben, das auch für Privatgrundstücke gilt. Besonders problematisch: Die Tiere merken sich ergiebige Orte und kehren immer wieder zurück – oft mit Verstärkung.
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Im Zweifel die Profis ranlassen
Wenn alle Maßnahmen nichts helfen und die Tauben bereits mit dem Nestbau begonnen haben, sollte man sich an ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen oder den Tierschutz wenden. Denn Taubeneier oder Jungtiere dürfen nicht einfach entfernt werden – das regelt das Tierschutzgesetz. Profis wissen, wie man vorgeht, ohne sich strafbar zu machen. Zudem können sie helfen, den Balkon langfristig taubensicher zu machen – etwa durch fachgerechte Montage von Netzen oder Drahtsystemen.