Kaltfront bringt eisigen November
Winterfahrplan für Deutschland: Schnee, Eis und Glätte bis zum Wochenende
Der Winter macht ernst in Deutschland. Mit einer stürmischen Kaltfront kommen eisige Zeiten auf uns zu. Schnee und Dauerfrost sorgen für Bibberfeeling im November. Und die winterliche Kälte will ein paar Tage bei uns bleiben. Hier der Winter-Fahrplan im Detail.
Wetterlage: Winter nistet sich bei uns ein

Sturmtief Quiteria zieht am Dienstag von West nach Nordost über uns hinweg und bringt feuchte und in der Mitte sowie im Süden sehr milde Luft. Dazu wird es stürmisch. Sturmböen sind bis ins Flachland möglich, im Bergland Orkanböen. Im Norden weht nur ein mäßiger Wind, dafür gibt es hier schon Schnee bis in tiefe Lagen. In der Nacht auf Mittwoch folgt die Kaltfront und es geht insgesamt mit windigem und nasskaltem, im Bergland sehr winterlichem Wetter weiter. Erst zum Wochenende schiebt ein Hoch wieder mildere Luft zu uns.
42-Tage-Wettertrend: Kälte und Schnee kämpfen gegen regnerische Tiefs
Aus Regen wird immer mehr Schnee in Deutschland
Schnee und Kälte bringen immer mehr Glätte - bis zu 30 Zentimeter Schnee
Am Dienstag fällt im Schwarzwald, in den westlichen und zentralen Mittegebirgen intensiver Regen bis zum Abend. Da können bis zu 30 Liter, in Weststaulagen bis 50 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen. Schnee gibt es aber schon im Norden. Vom Emsland über Bremen, der Lüneburger Heide bis ins nördliche Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Bis zum Mittag können bis in tiefe Lagen 1 bis 5 cm Schnee fallen, lokal auch mehr.
In der Nacht zu Mittwoch fallen im Nordwesten bis in die Mitte Schauer. Die Schneefallgrenze sinkt und es ist erneut Schnee bis in tiefe Lagen möglich. Es besteht große Glättegefahr! In den Mittelgebirgen sind 2 bis 7 cm Neuschnee möglich, in Staulagen bis zu 10 cm, in den Alpen bei längerem Schneefall 2 bis 15 cm, in Staulagen bis 30 cm.
Mittwoch: Niedrige Schneefallgrenze und eisige Werte durch Windchill

Am Mittwoch bewegt sich die Schneefallgrenze tagsüber bei um die 300 Meter. Damit ist Schnee wieder bis in tiefe Lagen möglich, vormittags ist auch noch weiterer Schneefall in den Alpen möglich, der am Mittag aber dann rasch nachlässt. Im Bergland geht es durchweg winterlich weiter. In der Nordhälfte und in den Mittelgebirgen fallen weitere Schauer mit Schneeregen und Schnee. Im Norden und Nordwesten sind auch einzelne Graupelgewitter dabei. Nur im Südwesten bleibt es überwiegend trocken, hier reißt es sogar mal länger auf.
Achtung Windchill! Der Wind bleibt weiter noch spürbar. Die Temperaturen fühlen sich eisig kalt an. Die Höchstwerte bewegen sich zwischen -1 Grad und somit leichtem Dauerfrost im Bergland und bis 6 bis 7 Grad an der Küste und im äußersten Südwesten.
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Donnerstag und Freitag: Windig und kalt mit Schneeverwehungen im Bergland
Es geht wechselhaft weiter mit Schneeschauern und Graupelgewittern. Dazu bleibt es windig und kalt. Ganz im Süden wird von Donnerstagnachmittag bis Freitagmorgen vorübergehend kräftiger Schneefall erwartet.
Die Höchstwerte liegen nur bei 1 bis 5 Grad, über 500 Meter herrscht Dauerfrost. Nachts gibt es nahezu landesweit Frost und Gefahr von gefrierender Nässe, im Bergland Straßenglätte durch Schnee, teils auch Schneeverwehungen.
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Wochenende: Nur der Samstag noch winterlich, Sonntag Tauwetter
Am Samstag klingen nach frostiger Nacht im Tagesverlauf die Schneeschauer ab. Nachmittags ist es meist trocken und zeitweise sonnig. Abends kommen im Westen mit auffrischendem Wind immer dichtere Wolken auf und später setzt der Regen ein. Höchstwerte 2 bis 7, im Bergland um 0 Grad.
Am Sonntag fällt im Norden mit stürmischem Wind häufig Regen. In der Mitte ist es wolkig, aber meist trocken, im Süden oft sonnig. Es wird deutlich milder, Anstieg der Temperaturen auf 10 bis 15 Grad, in Südbayern auf 5 bis 10 Grad.
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(oha, dbe)