Der Wetter-Tag bei wetter.de

Schneeregen, Schnee und Graupel: Hier sieht es jetzt nach Winter aus

Nach dem stürmischen Tag lässt der Wind jetzt im Flachland nach, im Bergland sind weiterhin Sturmböen möglich. Dazu bilden sich ein paar Schauer, oberhalb von 400 Metern fällt Schnee. In den Alpen setzt intensiver Schneefall ein. Die Luft kühlt sich auf -3 bis +4 Grad ab.

Die Nacht im Detail: Polarluft lässt es kräftig schneien, auf den Straßen wird es brenzlig

Am Mittwoch setzt sich im Süden rasch trockenes Wetter durch, zeitweise lässt sich auch länger die Sonne blicken. In der Nordhälfte geht es wechselhaft weiter mit Schneeregen und Schnee teils bis in tiefe Lagen. Später rücken die Schauer noch etwas weiter südlich vor und in Schleswig- Holstein wird es noch ganz nett mit viel Sonne. Bei starkem bis stürmischem Wind bleibt es im Bergland bei leichtem Dauerfrost. Sonst sind bis zu 7 Grad drin.

Der Winter kämpft sich voran

Übersicht: Hier wird es jetzt weiß in Deutschland.
Wo fällt in dieser winterlichen Episode Schnee in Deutschland?

Wo gerade noch bunte Herbstblätter am Baum hingen, fegt nun der Wind durch die Äste oder Schneeflockenwirbeln durch die Luft. In vielen Regionen Deutschlands kämpft sich der Winter voran. Vor allem im Norden rückte der Winterdienst schon aus, in anderen Regionen ist er startklar. Die Karte oben zeigt, wo es jetzt und bis zum Wochenende in Deutschland weiß wird.

Arktische Luft bringt Schnee und Eis nach Großbritannien

19.11.2024, Großbritannien, Buxton: Schneebedeckte Gebäude im frühen Morgenlicht nach dem nächtlichen Schneefall. Das Vereinigte Königreich bereitet sich auf Schnee, Eis und kalte Temperaturen vor, denn in den kommenden Tagen könnten bis zu 20 cm Schnee fallen. Foto: Peter Byrne/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Schneebedeckte Gebäude im frühen Morgenlicht nach dem nächtlichen Schneefall in Buxton, Großbritannien.

In Großbritannien ist die Kälte schon da, die auch Deutschland erwischt. Der Kälteeinbruch hat in Teilen des Landes den Verkehr zum Erliegen gebracht und für Unterrichtsausfälle gesorgt. Rund 200 Schulen im Land schlossen für den Tag. Tausende Pendler hatten Probleme, ihr Ziel zu erreichen, weil Zugverbindungen wegen Schnee auf den Gleisen gestrichen wurden oder Verspätung hatten. In der Nacht zum Dienstag herrschten oft Minusgrade, in Aberdeenshire in Schottland sank die Temperatur auf 11 Grad unter Null. Die britische Gesundheitsbehörde gab ihre erste Kältewarnung der Saison heraus.

Wilder Sturm am Brocken - Schneefall wandert nach Süden

Schnee, Regen, Sturmböen – das ist der Dienstag bei uns in Deutschland. Während es im Norden sogar schneit, ist es in der Mitte und im Süden derzeit mild. Windig ist es überall. Verantwortlich ist Sturmtief Quiteria, das im Norden ein Verkehrschaos erzeugt hat und später jede Menge Schnee nach Deutschland bringen wird – vor allem in die Berge.

Apropos: Der Sturm tobt sich gerade auf dem Brocken im Harz richtig aus. Der Zugverkehr zwischen Schierke und dem Brocken wurde eingestellt. Nach Angaben eines Sprechers treten dort in der Spitze Orkanböen mit einer Geschwindigkeit bis zu 123 Kilometer pro Stunde auf. Dabei besteht die Gefahr, dass Äste und größere Gegenstände herabfallen können.

In Brandenburg hat der Schneefall auch eingesetzt. In vielen Städten wurde es weiß, Felder und Straßen wurden mit Schnee bedeckt. Der Verkehr rollte langsam und bedächtig. Vor allem im nördlichen Brandeburg schneit es – im südlichen Teil ist es noch zu warm.

Schneefallgrenze kriecht nach Süden - jetzt das Ruhrgebiet erreicht

Schneefallgrenze erreicht das Ruhrgebiet
Schneefallgrenze erreicht das Ruhrgebiet

Auf unserem Bild sieht man schön, dass die Schneefallgrenze sich nach Süden vorarbeitet. So wurden in Marl im nördlichen Ruhrgebiet um 13 Uhr 4 Grad gemessen, in Wuppertal im Süden des Ruhrpotts waren es noch 10. Obwohl Luftlinie gerade einmal 50 km dazwischen liegen.

Ähnliches gilt auch für Berlin. Der Schnee kommt.

Schneefall in Bremen und Hamburg

dpatopbilder - 19.11.2024, Bremen: Schneefall am Holler See im Bürgerpark. Sturmböen und Schnee erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) an diesem Dienstag. Grund sei Tief «Quiteria», das im Tagesverlauf Deutschland überquere. Foto: Sina Schuldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Sturmtief zieht über Deutschland - Schnee in Bremen

Der Norden steckt derzeit richtig im Winter fest. Über Hamburg und Bremen tanzen die Flocken, auf vielen Autobahnen geht derzeit wenig. Auch in Ostfriesland schneit es. In der wunderschönen Altstadt von Leer ist die Weihnachtsdeko in hübsches weiß getüncht.

Selbst im südlichen Schleswig-Holstein kam Schnee vom Himmel. So viel Schnee im Norden Mitte November – ein seltener Anblick. Der Schnee wird sich in den kommenden Stunden mehr und mehr südwärts verlagern. Dort fallen dann die Temperaturen schnell, in Köln zum Beispiel von 10 auf 3 Grad. Über etwa 300 Metern wird es dann schneien in der Nacht. An den Alpen staut es sich, da kommt richtig was zusammen.

Der Schnee kommt jetzt erst

18.11.2024, Sachsen, Tellerhäuser: Ein Auto fährt durch den Winterwald bei Tellerhäuser im Erzgebirge (Luftaufnahme mit Drohne). Mit Schneefall in den Mittelgebirgen und glatten Straßen hat sich in Sachsen der Winter bemerkbar gemacht. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte, sind am Morgen oberhalb von 600 Metern bis zu fünf Zentimeter Neuschnee gefallen. In der Nacht soll der Vorhersage zufolge im Bergland oberhalb von 700 bis 800 Metern noch einmal Schnee fallen, der später in Regen übergeht. Foto: Jan Woitas/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Wintereinbruch im Erzgebirge: sieht aus wie in Skandinavien

Und das Tief bringt eine ganze Menge Schnee auch für den Rest des Landes. Ab dem Abend wird es auch in den Regionen, die derzeit noch so mild sind, kälter. An den Alpen erwarten wir satte Niederschläge von bis zu 30 Zentimetern.

Schon am Nachmittag ziehen kräftige Schauer und Graupelgewitter auf, die sich rasch südwärts ausbreiten und in der Nacht die Alpen erreichen. Die Schneefallgrenze sinkt dabei bis in Höhen um 300 Meter, stellenweise (bei starken Schauern) auch bis ins Flachland.

Viele Unfälle im Norden

Die aktuelle Wetterlage
Die aktuelle Wetterlage

Der Wintereinbruch im Norden lässt dort den Verkehr kollabieren, es sind dann doch noch einige auf Sommerreifen unterwegs. Es schneit von Ostfriesland bis östlich von Berlin. Auch Hamburg bekommt Flocken ab.

Im Norden gibt es derzeit sehr viele Unfälle, vor allem verursacht durch Lkw, die wahrscheinlich nicht mit Winterausrüstung unterwegs waren. Ein Blick auf die aktuelle Verkehrslage zeigt: Straßen gesperrt nach Unfällen, und zwar auf Autobahnen wie auf Landstraßen. Im Norden ist heute ein Ausnahmetag!

Die Schneefallgrenze beginnt jetzt ihren Sinkflug und landet dann bei etwa 400 Metern. Im Bergland können zwei bis sieben, örtlich sogar bis zu zehn Zentimeter Schnee fallen. Auf den Straßen droht Glätte. Auch an den Alpen wird es länger schneien, in einigen Lagen sind bis zu 30 Zentimeter Neuschnee zu erwarten. Das hat Chaos-Potenzial – vor allem für das Allgäu.

Dürrewarnung für New York

13.11.2024, USA, Ulster County: Zurückgehendes Wasser aufgrund einer Dürre legt das Seebett des Ashokan Reservoirs in Ulster County frei. Foto: Ted Shaffrey/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Dürre im Nordosten der USA

Während bei uns der Punk abgeht, ist es im Nordosten der USA viel zu trocken. Nach Monaten der Trockenheit hat die Stadt New York am Montag die erste offizielle Dürrewarnung seit 22 Jahren herausgegeben. Behördenangaben zufolge wird die Metropole auch die Trinkwasserversorgung aus einem stillgelegten Aquädukt wieder aufnehmen, weil die Vorräte zur Neige gehen. Vergangene Woche war ein Park an der Nordspitze Manhattans in Brand geraten und Rauchschwaden über die Stadt gezogen – weniger als eine Woche nach einem Buschfeuer im Prospect Park in Brooklyn.

Zu den geplanten Wassersparmaßnahmen gehörten das seltenere Waschen von Bussen und U-Bahnen sowie die Einschränkung des Wasserverbrauchs für Springbrunnen und Golfplätze, wie Bürgermeister Eric Adams erklärte. Er stoppte vorübergehend ein zwei Milliarden Dollar teures Aquädukt-Reparaturprojekt in der Catskill-Region. Anfang Oktober wurde ein Teil des Aquädukts abgeschaltet, soll aber nun wieder in Betrieb genommen werden, weil der Wasserstand in den städtischen Reservoirs zu niedrig ist, um die Differenz auszugleichen, teilte das städtische Umweltamt mit. Gleichzeitig gab die New Yorker Gouverneurin Kathy Hochul am Montag eine Dürrewarnung für den US-Bundesstaat New York heraus und forderte die Bewohner auf, so viel Wasser wie möglich zu sparen.

Die Stadt kann die Warnung zu einem Notfall ausweiten, wenn die Trockenheit anhält. Ein Dürre-Notfall bedeutet, dass die Bewohner und die städtischen Behörden den Wasserverbrauch einschränken müssen. Die letzte Dürrewarnung für New York wurde im Januar 2002 ausgesprochen.

Sturmböen selbst im Flachland

Farbliche Abstufungen zeigen, dass es im Süden stürmisch wird und Schnee im Norden fällt
Während im Norden Schnee das große Thema ist, sind es im Süden die Sturmböen.

Im Flach- wie auch im Bergland sind bereits Sturmböen unterwegs.In Aachen wurden bereits Böen mit einem Tempo von 81 Kilometern pro Stunde (km/h) gemessen.

  • Aachen 81 km/h
  • Eschweiler 67km/h
  • Hahn 63 km/h

Im Bergland liegen die Windgeschwindigkeiten noch ein Stück höher. Die stärksten Böen wehen dabei durch das Pfälzer Weingebiet mit 96 km/h. Hier sind die höchsten Windgeschwindigkeiten in den höheren Lagen:

  • Weinbiet (Pfalz) 96 km/h
  • Belchen/Schwarzwald 81 km/h
  • Feldberg/Schw.80 km/h
  • Schmücke 74 kam/h
  • Wasserkuppe 70 km/h
  • Nebelhorn, Zugspitze 69 km/h

Geballte Tiefdruck-Power holt den Winter ins ganze Land

Marius Becker
Von Niedersachsen und Hamburg bis nach Mecklenburg-Vorpommern, vormittags kurzzeitig auch im Raum Berlin, setzt teils kräftiger Schneefall oder Schneeregen ein.

Guten Morgen liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde,

von Niedersachsen und Hamburg bis nach Mecklenburg-Vorpommern, vormittags kurzzeitig auch im Raum Berlin, setzt teils kräftiger Schneefall oder Schneeregen ein. Örtlich können einige Zentimeter Schnee zusammenkommen und zu Behinderungen im Straßenverkehr sorgen. Höchstwerte hier 2 bis 5 Grad.

Südlich einer Linie Münsterland-Berlin fällt dagegen teils ergiebiger Regen, hier frischt der Wind kräftig auf und vor allem am Nachmittag sind im Flachland Sturmböen (vereinzelt auch schwere Sturmböen mit Böen um 100km/h), auf den Bergen Orkanböen zu erwarten kurzzeitig sehr milde Luft mit. Höchstwerte hier 8 bis 12 Grad.

Nachmittags ziehen ausgehend von der Nordsee kräftige Schauer und Graupelgewitter auf, die sich rasch südwärts ausbreiten und in der Nacht die Alpen erreichen. Die Schneefallgrenze sinkt dabei rasch bis in Höhen um 300 Meter, stellenweise (bei starken Schauern) auch bis ins Flachland.

Wetterlage am Dienstag: Alles dicht mit geballter Tiefdruck-Power

Wetterlage
Wetterlage: Tief Quiteria lässt Wolkenlücken keine Chance.

Sturmtief Quiteria ist da und bringt auch im Flachland Sturmböen, örtlich sogar orkanartige Böen mit. In Gipfellagen drohen Orkanböen. Dabei wird es in der Mitte und im Süden mit der kräftigen Strömung aus Südwest vorübergehend milder. Ganz im Norden kommt jedoch nasskalte Polarluft an, zeitweise fällt dort Schnee bis ins Flachland. In der Nacht auf Mittwoch folgt die Kaltfront und beschert uns ab Mittwoch windiges und nasskaltes, im Bergland winterliches Wetter.

Wenn der Winter kommt: Rechte und Pflichten bei Schnee und Eis

(mit dpa)