Hier kommt der Winter

Frostige Kaltluft droht mit fiesem Glätte-Mix

von Claudia Träger und Paul Heger

Nach der langen Viel-zu-warm-Phase zeigt jetzt ein Kaltluftvorstoß aus dem eisigen Osten, dass der Winter nicht weit weg ist. Von Nordosten her wird es immer kälter und frostig und Schnee zieht rein. Mit den üblichen Gefahren auf Straßen und Wegen.

Kaltluft und Warmluft im Duell über Deutschland

Grenzwetterlage führt zu Schnee, Regen, Schneeregen und gefrierendem Regen.
So teilen sich warme und kalte Luft das Wetter in Deutschland.

Die Ausgangslage sieht so aus: Zwei große Wettersysteme kämpfen gegeneinander – Hoch ERIK über Skandinavien und ein Tiefdruckkomplex mit Ex-Hurrikan NICOLE und Tief REGINA mit den Zentren bei Island respektive den Britischen Inseln. Der Streit der Beiden über die Vorherrschaft in Deutschland führt zu einer Zweiteilung beim Deutschlandwetter: In den Westen und den Süden gelangt milde Luft aus dem Südwesten und es gibt immer wieder Regen, in den Osten und Norden strömt kalte aus dem Osten und Südosten. An der Grenze zwischen kalt und mild kann es schneien.

Brenzlig wird es in der Nacht zu Freitag

So kalt wird die Nacht auf Freitag.
Im Nordosten wird es so kalt, dass Niederschläge als Schnee, Schneeregen oder gefrierender Regen den Verkehr stören können.

In großen Teilen Deutschlands wird es nass und nicht gefährlich. Im Nordosten aber wird es noch kälter als die 4 Grad Topwert vom Tage und bei Temperaturen um den Gefrierpunkt fällt von Schleswig-Holstein bis nach Sachsen Schnee, Schneeregen oder gefrierender Regen. „Ob das dann immer gleich glatt wird, hängt auch vom Boden ab. Der dürfte oft noch zu warm sein. Aber auf Brücken und manchen Straßenbelägen und Gehwegen kann es dann schon mal rutschig werden“, warnt wetter.de-Meteorologe Paul Heger. Die Gefahr von glatten Straßen und Wegen aufgrund von gefrierendem Regen, Schnee und Schneeregen ist definitiv da.

Wie viel Schnee fällt, ist noch unsicher

Die Karte zeigt, wo am Freitag Schnee liegen kann.
Der erste Schnee kommt ins Flachland - allerdings nur im Nordosten.

Am Freitag verschiebt sich die Gefahrenzone mit Schnee, Regen und gefrierender Nässe langsam Richtung Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Wie viel Schnee zusammenkommt, ist noch sehr unsicher. Reicht’s für einen winzigen, kleinen oder mittelgroßen Schneemann? Weiter westlich ist es viel zu mild, ganz im Nordosten ist es wieder trocken, oft sonnig aber jetzt auch tagsüber teils frostig kalt, gefühlt -2 bis -10 Grad.

Schneefall auch am Wochenende

Die Karte zeigt die Frostgefahr in Deutschland am 20. November 2022.
Der Frost kommt voran. In der Nacht zu Sonntag herrscht in weiten Teilen Deutschlands Frostgefahr.

Am Samstag verlagern sich die Schneeschauer rund um die östlichen Mittelgebirge, Nordhessen, Thüringen, vielleicht bis nach Franken rein. „Es ist aber unklar, wie viel Schnee und Regen dann überhaupt noch dabei ist, denn es wird etwas ruhiger werden“, sagt Heger.

Am Sonntag kommt von Westen neuer Regen auf, der zumindest in den Hochlagen der Eifel ab 600 Metern zu Schnee werden kann. Ansonsten ist in der Westhälfte Deutschlands bei Temperaturen von bis zu 9 Grad nichts von Winter zu spüren.

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(ctr, phe)