Bis zu 1,50 Meter Neuschnee

Winter mit Schnee ohne Ende - über 4 Meter auf der Zugspitze

Irre Schneemengen gefallen

Was die Schneemengen der aktuellen Wetterlage angeht, so hat vor allem der Alpenraum inzwischen einiges an Neuschnee abbekommen. Innerhalb von drei Tagen kam da da nochmal ein Meter Schnee dazu! Auf der Zugspitze lagen am Mittwochmorgen 4,35 Meter Schnee! Und es schneit noch weiter. Insgesamt sind bis zum Wochenende dann bis zu 1,5 Meter Neuschnee innerhalb von 5 Tagen drin.

Ohne Winterausrüstung auf den Straßen geht da kaum noch was und zeitgleich ist die Lawinengefahr deutlich angestiegen. Und auch in Teilen von Deutschland bleibt es auf den Straßen noch einmal richtig winterlich.

Oben im Video: Ein Lawinenabgang im Riesengebirge

Nicht nur das Kleinwalsertal ist tief verschneit

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Das sind die Neuschneemengen von Sonntag bis Mittwoch

Auf vielen Gipfeln gab es Neuschneemengen von 40 bis 70 cm. Das Fellhorn registrierte 85 cm, die Station Schwarzenberg (ebenfalls in den Allgäuer Alpen) sogar 91 cm. Spitzenreiter ist aber die Zugspitze: Dort schafft es die Schneehöhe aktuell sogar auf 4,35 Meter. Rekordverdächtig ist dies jedoch noch lange nicht. Das absolute Schneehöhenmaximum der Zugspitze in einem März wurde am 01. März 1948 gemessen und liegt bei 6,80 Meter, also mehr als 35 Prozent höher.

Und es kommt noch mehr Neuschnee in den Alpen

Bis zum Freitag muss noch mit weiteren, teils kräftigen Niederschlägen gerechnet werden. So kommen in den Hochlagen der deutschen Alpen mit Unterbrechungen nochmals 20 bis 40 cm Neuschnee hinzu. Auf den Berchtesgadener Gipfeln kann es sogar noch etwas mehr sein. In der Nacht zum Samstag sollten die Schneefälle dann aber allmählich abklingen.

Schnee und Winter im Voralpenland
Auch das Voralpenland ist tief verschneit - wie das Bild unseres Wetter-Redakteurs Oliver Scheel beweist.

Zweithöchste Lawinenwarnstufe ausgerufen

Darüber hinaus blies der Wind in höheren Lagen mit Sturmstärke, sodass es dort ziemlich ungemütlich wurde und der Schnee zum Teil stark verfrachtet wurde. Folgerichtig stufte der bayerische Lawinenwarndienst die Lawinengefahr am Dienstag in den Allgäuer, Werdenfelser und Berchtesgadener Alpen ab 1600 Meter auf die zweithöchste Stufe 4 hoch.

Wie sieht die Lawinengefahr aktuell aus?

Dazu unser Meteorologe Carlo Pfaff: „Die Lawinengefahr liegt an der Alpennordseite oberhalb der Waldgrenze bereits bei Stufe 3 bis 4 (von 5). Grund sind einerseits der stürmische Nordwestwind und andererseits der Neuschnee, die zusammen zu umfangreichen und störanfälligen Triebschneeansammlungen geführt haben und führen.”

Mit welcher Entwicklung ist bei der Lawinengefahr zu rechnen?

 Kals 23.02.2021, Kals, AUT, AUT, Lawine verlegt Kalser Landesstrasse L026. Wie bereits am Montag 2. Februar 2021 wurde die Kalser Landesstrasse am Nachmitag gegen 14:30 Uhr neuerlich durch eine Nassschneelawine im Ortsteil Haslach verschüttet, im Bi
Die Lawinengefahr liegt an der Alpennordseite oberhalb der Waldgrenze bereits bei Stufe 3 (von 5).

Pfaff: „Da der Wind nur langsam nachlässt und bereits einiges an Neuschnee gefallen ist, ist die Lawinengefahr in Teilen von Tirol bereits auf Stufe 4 angestiegen, was dann große Lawinengefahr bedeutet. Eine Lage, die sich zum Teil nochmals verschärfen kann. Auf der Alpensüdseite sind die Bedingungen günstiger, hier liegt die Warnstufe oberhalb der Waldgrenze bei 2 und ändert sich vorerst nicht, weil hier ja kaum Neuschnee fällt.”

Was ist beim Blick auf die Lawinengefahr noch wichtig?

Pfaff: „Nur die Skipisten, die geöffnet sind, werden überwacht und sind gesichert. Das heißt beispielsweise mit Lawinensprengungen vor der Freigabe der Skipiste. Geschlossene Skipisten werden auch nicht überwacht und sind deshalb wie freies Gelände zu betrachten. Hier gilt also die gleiche Lawinengefahr wie im freien Gelände und das Risiko ist dementsprechend wesentlich größer.”

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