Wetterprognose April 2020: Das können wir vom launischen Wetter im April erwarten

Fest steht: Das ist ein wechselhafter Monat

Er gilt als der wechselhafteste Monat des Jahres: „April, April, der weiß nicht was er will, lautet ein Gedicht des deutschen Schriftstellers Heinrich Seidel (1842-1906). "Bald lacht der Himmel klar und rein, bald schau'n die Wolken düster drein, Bald Regen und bald Sonnenschein!“

Es war also schon vor mehr als 100 Jahren so, dass der April als Übergangsmonat zwischen den Jahreszeiten sich sehr wechselhaft in Erinnerung gebracht hatte – oftmals in schneller Abfolge. Und noch immer ist dieser Monat sehr launisch im Bezug auf das Wetter. Wie die aktuellen Trends für den April sind, sehen Sie übrigens im Video.

Plus 33 Grad oder minus 16, alles geht

 Der Fruehling kuendigt sich im Siegerland an, Krokusse bluehen im Schlosspark am Oberen Schloss in Siegen auf einer Wiese Fruehlingsboten im Siegerland am 15.03.2020 in Siegen/Deutschland. *** The spring announces itself in the Siegerland, crocuses
Der Krokus ist DIE Frühlingsblume © imago images/Rene Traut, Rene Traut via www.imago-images.de, www.imago-images.de

„Bald lacht der Himmel klar und rein.“ Schaut man auf die Temperaturen, so kann man feststellen, dass es in den vergangenen 15 Jahren von den Temperaturen immer wärmer war als im langjährigen Mittel für Deutschland. Die höchsten je im April gemessenen Temperaturen lagen mit 33,1 Grad in Putbus einem Ort auf der Insel Rügen, am 4. April 1929, dicht gefolgt von Bad Mergentheim-Neunkirchen und Kitzingen, die am 28. April 2012 stolze 32,9 Grad vermeldeten.
30 Grad und mehr sind eher keine Seltenheit im April.

Vor allem in der vergangenen Dekade wurde die 30-Grad-Schallmauer mehrfach durchbrochen.
Das wirkte sich meist auch auf die Sonnenstunden aus. Die lagen meist über dem langjährigen Mittel in den vergangen Jahren. Das Jahr 2007 sticht mit seinen 289 Sonnenstunden dabei etwas hervor. Bei den Temperaturen sucht man das Osternest eher draußen im Garten, als im heimischen Wohnzimmer.

Frostern statt Ostern

"O weh! O weh! Nun kommt er gar mit Schnee!“ Selbst im vergangenen Jahr waren die Temperaturen mit 2,3 Grad über dem langjährigen Deutschlandmittel noch zu warm, als kurz vor Ostern noch mal Schnee fiel. Das Fest mutierte dann eher zu „Frostern“.

In den vergangenen Jahren gehörte es eher zur Regel als zur Ausnahme, dass es irgendwo in Deutschland schneite im April. Die niedrigsten Temperaturen, abgesehen von der Zugspitze, gab es in Schwarzenberg im Erzgebirge mit -16,3 Grad. 

„Heut' Reif und morgen Blitze.“ Genauso erwartbar sind die Regenfälle, die zu einem wechselhaften April gehören. Schaut man sich jedoch die Niederschlagsmengen der vergangenen Jahre an, so stellt man fest, dass diese letztmals 2008 über dem langjährigen Mittel lagen.

Lufttemperaturausgleich über Mitteleuropa

Bilder des Tages Wintereinbruch wenige Tage vor Ostern in Hamburg: Schneebedeckte Plastik-Ostereier hängen an einer Hecke. *** Winter comes a few days before Easter in Hamburg Snow-covered plastic Easter eggs hang on a hedge
Wintereinbruch wenige Tage vor Ostern in Hamburg - auch das gibt es. © imago/Markus Tischler, Markus Tischler, imago stock&people

Es ist also alles dabei im April. Doch was sind die Gründe für diese Wetterkapriolen am Anfang des Frühlings? Diese ständigen Wetterwechsel werden bedingt durch unterschiedliche Lufttemperaturen. Da sich die Luft über Südeuropa und Afrika schneller erwärmt als in Nordeuropa, entsteht ein Temperaturgefälle. Da sich die Lufttemperatur immer auszugleichen sucht, kommt es an der Grenze der beiden Zonen zu häufigeren Wetterwechseln. Dieser Ausgleich geschieht genau im April über Mitteleuropa und beschert uns dadurch unvorhersehbare Wetterkapriolen.

Also heißt es folgerichtig: „April, April, der weiß nicht was er will."

Und wie sich die nächsten vier Wochen entwickeln, können Sie in unserem 30-Tage-Trend lesen.

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