Der Wetter-Tag bei wetter.de
Die Nacht bringt Schnee in die Berge
In der Nacht auf Dienstag zieht im Süden Regen auf, in den Alpen fällt Schnee. Nördlich der Mittelgebirge klart der Himmel dagegen für kurze Zeit auf. Auf den Bergen weht dabei ein stürmischer Wind, in exponierten Lagen drohen sogar schwere Sturmböen. Die Tiefstwerte liegen zwischen 0 und 7 Grad.
Der Dienstag zeigt sich im Norden anfangs recht freundlich mit größeren Wolkenlücken und etwas Sonne. Südlich der Donau startet der Tag grau und nass mit Regen und Schnee. Nachmittags weitet sich das Regenband weiter bis zur Ostsee aus und von Westen kündigen sich später weitere Regenschauer an. Ein sehr durchwachsener Tag, der mit Winter nicht viel zu tun hat. Die 6 bis 12 Grad könnte es auch im Oktober oder November geben.
Kommt der Winter nochmal?
17 Grad im Allgäu - Föhn regiert

Das Wetter mitten im Winter im Allgäu? 17 Grad. Unfassbar, aber wahr. Der Schnee schmilzt nun dahin – es grünt so grün im eigentlich winterlichen Allgäu. Rund um den Bodensee ist es auch wahnsinnig warm, in der Schweiz kratzen die Werte an den 20 Grad. Verrückt. Immerhin wird es nun etwas kühler, wenn es auch nur in den Höhenlagen für dauerhaften Winter reichen wird.
Sturmtief Ivo, der bei weitem nicht so stark ist wie zuletzt Orkantief Eowyn, liegt mit seinem Kern bei Irland. Er bewegt sich zwar nur wenig von der Stelle, schwächt sich aber immer mehr ab. Dabei gelangt zunächst feuchte und milde, später dann ein wenig kühlere Atlantikluft nach Deutschland, aber auch ans westliche Mittelmeer. Dadurch bildet sich über Norditalien ein Tief, das den Alpen am Dienstag endlich mal wieder ergiebige Neuschneefälle bringt. Vorübergehend kann auch am Bayerischen Alpenrand die Schneefallgrenze mal bis gegen 800, eventuell sogar bis 600 Meter sinken. Ab Mittwoch geht es wechselhaft und etwas zu mild für die Jahreszeit weiter.
Bayern die mildeste Ecke Deutschlands
In Bayern gibt es, begünstigt durch den Föhn, die mildesten Temperaturen. Gleich alle Orte unserer Top-5-Hitliste liegen in dem Bundesland. Ganz oben steht Oberstdorf mit stolzen 17 Grad.
- Oberstdorf (Bayern) 17 Grad
- Hopferau (Bayern) 16 Grad
- Bad Kohlgrub-Rosshof (Bayern) 16 Grad
- Benediktbeuern (Bayern) 16 Grad
- Siegsdorf-Höll (Bayern) 15 Grad
Fast 100 Grad Unterschied

Wie krass die Temperaturunterschiede auf der Welt sind, zeigt sich sehr gut an zwei Beispielen. Knapp 100 Grad liegen zwischen den Werten in Jakutien und Australien. Aktuell herrschten in Delyankir in Jakutien Tiefstwerte von -52,4 Grad. Gleichzeitig sind am anderen Ende dieser Extreme im australischen Oodnadatta im Bundesstaat South Australia noch 45,5 Grad gemessen worden. Die Ortschaft leben rund 200 Menschen. Eine Menge, wenn man bedenkt, dass es in der Simpson Wüste liegt.
Hochwasser in Niedersachsen und NRW

An manchen Flüssen, gerade in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, melden die Pegel leichtes bis mittleres Hochwasser. In Sachsen-Anhalt gibt es bereits eine Vorwarnung. In den restlichen Teilen Deutschlands liegen die Pegel noch auf Normalniveau.
Wind fegt über Deutschland

In der Westhälfte, der Mitte Deutschlands sowie an der Nord- und Ostsee fegen heute starke Südwestböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 55 km/h. In windanfälligen Regionen, besonders in Leelagen und den höheren Mittelgebirgslagen, treten stürmische Böen mit bis zu 70 km/h auf. In exponierten Kammlagen sind Sturmböen von bis zu 85 km/h möglich, örtlich auch schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h.
Auf dem Brocken werden teils Orkanböen mit bis zu 120 km/h erwartet. In den Hochlagen der Alpen erreicht der Wind Geschwindigkeiten von bis zu 85 km/h, in besonders exponierten Bereichen sogar bis zu 100 km/h. Vorübergehend weht der Wind auch in einigen Föhntälern kräftig aus südlicher Richtung mit Böen von bis zu 55 km/h. Zum Abend beruhigt sich die Wetterlage im Flachland, der Wind lässt allmählich nach.
Ungemütliches Wetter: Tief Ivo beschert uns einen stürmischen Start in die neue Woche
Zwei Menschen am Ätna ums Leben gekommen

Nach mehreren Unfällen am Vulkan Ätna auf Sizilien sind zwei Wanderer ums Leben gekommen. Ein 17-Jähriger war auf einem Wanderweg in einem Hochtal am Südosthang des Vulkans unterwegs, als er plötzlich in die Tiefe stürzte. Jemand habe seine Hilferufe gehört und Alarm geschlagen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Retter konnten ihn an der unzugänglichen Stelle mit Hilfe eines Helikopters bergen. Er starb jedoch Stunden später im Krankenhaus.
Fast zur gleichen Zeit ging ein weiterer Alarm ein, sodass die Rettungskräfte gleich wieder in Richtung Ätna starten mussten. Ein 60-jähriger Wanderer war offenbar ausgerutscht. Er stürzte und schlug mit dem Kopf auf Eis auf. Auch er wurde ins Krankenhaus gebracht, doch bei der Ankunft dort konnten die Ärzte nur noch seinen Tod feststellen. Warum es zu den Unfällen kam, war zunächst unklar. Jedoch liegt in einigen Bereichen des Berges Schnee.
Ein dritter Unfall ereignete sich an einem anderen Hang, der bei strahlendem Wetter von vielen Touristen und Wanderern besucht wurde. Ein 16-jähriges Mädchen stürzte beim Schlittenfahren und schlug mit dem Kopf auf, die Jugendliche wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Föhn, Sturm und 30 Liter Regen: Der Süden startet turbulent

Guten Morgen liebe Wetterfreunde,
in der Südhälfte fällt bei vielen Wolken häufig Regen, vor allem im Schwarzwald regnet es auch ergiebig. An den Alpen hält dagegen stürmischer Föhn die Regenwolken auf Distanz. In der Nordhälfte zieht der Regen im Osten bis Mittag ab, dann stellt sich hier ein Mix aus Sonne und Regenschauern ein. Der Wind weht stark mit stürmischen Böen, auf den Bergen sind schwere Sturmböen möglich. Dazu gibt es milde 8 bis 14, im Dauerregen nur 6 oder 7 Grad.
Nach Éowyn folgt Ivo mit Orkanböen
Nach dem heftigen Orkantief Éowyn macht sich vom Atlantik bereits das nächste Orkantief (Ivo, internationaler Name Herminia) auf dem Weg Richtung Westeuropa. Es wird deutlich schwächer ausfallen als Éowyn, dennoch sind auch dieses Mal Orkanböen mit entsprechenden Schäden zu erwarten. Aktuell liegt es mit seinem Zentrum vor Irland und die Ausläufer sind vor allem in der Bretagne und Nordwestspanien (Galicien) zu spüren mit Orkanböen bis 147 km/h (Plougonvelin, Bretagne). Auch vom Ärmelkanal bis Irland wird der Wind sich nun verstärken und in Böen teilweise Orkanstärke erreichen.
Morgen erreicht das Tief die Britischen Inseln, das Hauptsturmfeld erfasst dann vorwiegend die Regionen rund um den Ärmelkanal (Süd-Irland, Wales, Westen Englands, Bretagne, Normandie) Atlantik-Küste Frankreichs bis zur Nord-Küste Spaniens. Die stärksten Böen bis 130 km/h, teilweise auch mehr, erwarten wir rund um den Ärmelkanal vor allem in Küstennähe. Wir bekommen wie schon bei Éowyn nur die Ausläufer zu spüren in Form von Regen, milden Temperaturen und kräftigem bis stürmischem Wind. Teilweise (v.a. Bergland, Küste) sind auch Sturmböen bis schwere Sturmböen drin, große Schäden erwarten wir aber nicht.
Lese-Tipp: So hat uns Orkan-Tief Éowyn eingeheizt
Video: Temperaturverlauf in Deutschland für die nächste 14 Tage
(mit dpa)



