Der Wetter-Tag bei wetter.de
Tief Ivo schickt uns Regenwolken
Tief Ivo schickt uns von West nach Ost die nächsten Regenwolken. Schnee ist höchstens in den höheren Lagen der westlichen Mittelgebirge drin. Die Temperaturen zeigen sich bei einem lebhaften bis stürmischen Wind demzufolge mehrheitlich frostfrei. Einzig in den Gebieten, wo die Wolkendecke aufklart, wie am Alpenrand, geht es runter auf bis zu -2 Grad.
Orkantief fordert weiteres Todesopfer

In Großbritannien und Irland sind die Folgen von Sturm Éowyn weiter zu spüren. Am Sonntag wurde der Tod eines 19-Jährigen aus Schottland gemeldet, der Mann hatte den Angaben zufolge am Freitag einen Autounfall und erlag am Samstag seinen Verletzungen. Auch in Irland war am Freitag ein Mann (20) gestorben, nachdem ein Baum auf sein Auto gestürzt war.
Die Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten gingen am Wochenende voran. Am Sonntagmittag waren auf der irischen Insel dennoch noch gut 400.000 Gebäude ohne Strom. Zehntausende hatten kein Wasser. Irland war von dem Sturm am Freitag besonders heftig betroffen.
Éowyn war in der Nacht zum Freitag auf Irland und Teile Großbritanniens getroffen und hatte massive Schäden verursacht. Das öffentliche Leben in den betroffenen Regionen stand weitestgehend still. Die Aufräumarbeiten dürften noch Tage dauern. Heute werden erneut Wind und Regen erwartet.
Tauwetter verhindert Bob-Rennen

Das starke Tauwetter hat beim Bob-Weltcup auf der Natureisbahn in St. Moritz die abschließenden Rennen verhindert. Die Organisatoren in der Schweiz sagten am Morgen die geplanten Zweierbob-Läufe der Frauen und den Vierer-Wettkampf der Männer ab. Es seien nicht die erforderlichen Minustemperaturen erreicht worden, die für das Gefrieren der Bahn während der Nacht nötig seien, hieß es zur Begründung. Noch offen ist, ob die Rennen an einem anderen Ort nachgeholt werden.
Nach Éowyn folgt Ivo mit Orkanböen
Nach dem heftigen Orkantief Éowyn macht sich vom Atlantik bereits das nächste Orkantief (Ivo, internationaler Name Herminia) auf dem Weg Richtung Westeuropa. Es wird deutlich schwächer ausfallen als Éowyn, dennoch sind auch dieses Mal Orkanböen mit entsprechenden Schäden zu erwarten. Aktuell liegt es mit seinem Zentrum vor Irland und die Ausläufer sind vor allem in der Bretagne und Nordwestspanien (Galicien) zu spüren mit Orkanböen bis 147 km/h (Plougonvelin, Bretagne). Auch vom Ärmelkanal bis Irland wird der Wind sich nun verstärken und in Böen teilweise Orkanstärke erreichen.
Morgen erreicht das Tief die Britischen Inseln, das Hauptsturmfeld erfasst dann vorwiegend die Regionen rund um den Ärmelkanal (Süd-Irland, Wales, Westen Englands, Bretagne, Normandie) Atlantik-Küste Frankreichs bis zur Nord-Küste Spaniens. Die stärksten Böen bis 130 km/h, teilweise auch mehr, erwarten wir rund um den Ärmelkanal vor allem in Küstennähe. Wir bekommen wie schon bei Éowyn nur die Ausläufer zu spüren in Form von Regen, milden Temperaturen und kräftigem bis stürmischem Wind. Teilweise (v.a. Bergland, Küste) sind auch Sturmböen bis schwere Sturmböen drin, große Schäden erwarten wir aber nicht.
Lese-Tipp: So hat uns Orkan-Tief Éowyn eingeheizt
Mehr Windstrom aus der Nordsee

Die für die Energiewende wichtigen Offshore-Windkraftanlagen in der Nordsee haben im vergangenen Jahr rund acht Prozent mehr Strom geliefert als 2023. Insgesamt seien 20,8 Terawattstunden (TWh) Windenergie an Land übertragen worden, teilte der Netzbetreiber Tennet mit. Im Jahr zuvor seien es noch 19,24 TWh gewesen. Mit den 20,8 TWh Strom könnte rein rechnerisch der Jahresbedarf von rund 6,5 Millionen Haushalten gedeckt werden.
Die gesamte Windstromerzeugung an Land und auf See in Deutschland bezifferte Tennet 2024 auf rund 150 TWh. Der Anteil des Nordseestroms lag dabei wie schon im Jahr zuvor bei rund 14 Prozent. Die Windanlagen in der Ostsee wiederum – sie liegen im Netzgebiet der Firma 50 Hertz – erzeugten nach Tennet-Angaben im vergangenen Jahr 4,89 TWh – 0,72 TWh mehr als 2023.
Die Kapazität der Windparks in der deutschen Nordsee sei im vergangenen Jahr um 281 Megawatt auf 7.387 Megawatt gestiegen. Der höchste Einspeisewert sei am 14. Juli mit 6.291 Megawatt gemessen worden. Die installierte Leistung der Windenergieanlagen in der Ostsee bezifferte Tennet auf 1.828 Megawatt - 476 Megawatt mehr als 2023.
Um mehr Windstrom auf der Nordsee günstiger produzieren zu können, fordert Tennet Germany-Chef Tim Meyerjürgens eine bessere Flächennutzung. „Nicht die installierte Leistung, sondern der tatsächliche Energieertrag muss das Ziel sein, um gleichzeitig die Kosten so gering wie möglich zu halten“, sagte er. So ließen sich durch einen intelligenten Neuzuschnitt der Flächen auf Basis eines Energieziels Kosten im zweistelligen Milliardenbereich einsparen.
Diese auch vom Bundesverband Windenergie Offshore (BWO) vertretene Position ist jedoch bereits auf scharfe Kritik gestoßen. «Als Konsequenz von Windschatteneffekten und Ertragseinbußen durch eine viel zu dichte Bebauung der Nordsee mit Windkraftanlagen sollen nun etablierte Planungs- und Umweltkriterien abgeschafft werden», klagte etwa der Leiter Meeresschutz bei der Umweltorganisation Nabu, Kim Detloff. Hier scheine es nicht mehr um naturverträglichen Klimaschutz, sondern um Gewinnmaximierung zu gehen.
Mit negativer Klimabilanz ans Stromnetz: Windkraftanlagen aus Holz: Doppelt gut fürs Klima
Hunderttausende weiterhin ohne Strom

In Großbritannien und Irland sind die Folgen von Sturm Éowyn weiter zu spüren. Rund 402.000 Haushalte, Bauernhöfe und Unternehmen in der Republik Irland sowie 140.000 weitere im britischen Nordirland hatten laut dem Energieversorger ESB Networks am Samstagabend weiter keinen Strom. Berichten zufolge hatten rund 120.000 Menschen in der Republik Irland zudem kein fließendes Wasser, die Wasserversorgung für weitere 400.000 war demnach gefährdet. Der Wasserversorger Uisce Éireann arbeitete nach eigenen Angaben an einer Wiederherstellung seiner Dienste. Die Insel Irland war von dem Sturm am Freitag besonders heftig betroffen.
Auch in Teilen Schottlands haben nach Angaben der Regierung in Edinburgh rund 35.000 Haushalte weiter keinen Strom. Der Verkehr bleibe gestört. Straßen seien gesperrt, viele Zug-, Bus-, Flug- und Fährverbindungen müssten weiterhin gestrichen werden, hieß es in einer Mitteilung.
Schottlands Regierungschef John Swinney äußerte zwar die Hoffnung, dass die wegen des Sturms geschlossenen Schulen bald wieder öffnen könnten. Mit Blick auf die Gesamtlage sagte er aber: „Die Menschen sollten sich auf anhaltende Störungen einstellen.“ Éowyn war in der Nacht zum Freitag auf Irland und Teile Großbritanniens getroffen und hatte massive Schäden verursacht, das öffentliche Leben in den betroffenen Regionen stand weitestgehend still. Die Aufräumarbeiten dürften noch Tage dauern. Heute werden erneut Wind und Regen erwartet.
Regen zieht weiter, Sonne zeigt sich
Guten Morgen liebe Wetterfreundinnen und – freunde,
heute zieht der Regen aus der Nacht weiter in Richtung Südosten und hier muss stellenweise mit Glätte durch gefrierenden Regen gerechnet werden, oberhalb von ca. 800 bis 1000 m mit Schnee. Vom Saarland bis zur Ostsee ist es meist schon am Vormittag trocken und stellenweise scheint sogar die Sonne. Später lässt der Regen auch im Südosten nach und es wird insgesamt freundlicher. Die Temperaturen gehen zwar leicht zurück, erreichen aber immer noch sehr milde 6 bis 13 Grad (Oberrhein). Ganz im Norden um 4 Grad.
Ungemütliches Wetter: Tief Ivo beschert uns einen stürmischen Start in die neue Woche
Erst ungemütlich, dann mehr Sonne

Hinter Orkantief Éowyn folgt eine Kaltfront mit niedrigeren Temperaturen und ungemütlichem Wetter. Bis Sonntagnachmittag beruhigt es sich etwas und die Chancen auf Sonne steigen. Die Ausläufer von Tief Ivo bringen mehr Bewölkung im Westen und ersten Regen dann am Montag. Damit auch wärmere Luft, allerdings ist es schon nicht mehr so warm wie am Samstag. Damit folgt milde Atlantikluft. Ab der zweiten Wochenhälfte lassen die Schauer nach, aber die Luft wird kühler. Am kommenden Samstag könnte noch einmal der Winter anklopfen.
Video: Temperaturverlauf in Deutschland für die nächste 14 Tage
(mit dpa)



